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Geplante Plattformregulierung: zu wenig Schutz für Kinder und Jugendliche

23.02.2026 - weniger als eine Minute Lesezeit

Portrait von Martin Heiniger

Martin Heiniger

Fachredaktion | Sozialinfo

Jugendliche sitzen in einer Reihe und sind in ihre Smartphones vertieft.

Am 16. Februar 2026 ist die Vernehmlassung zum Entwurf eines Bundesgesetzes über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) zu Ende gegangen. Jugend- und Familienfachorganisationen geht die Vorlage zu wenig weit.

Seit längerem wird gefordert, digitale Medien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu regulieren. In der EU wie auch den USA müssen sich Social-Media-Firmen wie TikTok oder Meta etwa dem Vorwurf gezielter Suchtförderung bei Jugendlichen stellen. In der Schweiz hat der Bundesrat den Entwurf für ein neues Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) in die Vernehmlassung geschickt, um mehr Transparenz und Rechte im digitalen Raum zu gewährleisten.

Kinder- und Jugendorganisationen wie Pro Juventute, Youvita oder Pro Familia begrüssen grundsätzlich die Stossrichtung der Vorlage, äussern in ihren Vernehmlassungsantworten jedoch Kritik an einem ungenügenden Einbezug von Anliegen des Kinder- und Jugendschutzes im digitalen Raum. Der Gesetzesvorschlag setze zu stark auf Selbstregulierung und zu wenig auf verbindliche Schutzpflichten, Prävention und wirksame Risikominderung, schreibt etwa Pro Familia. Die Organisationen fordern eine Erweiterung des Gesetzesentwurfs.

Was auch noch wichtig ist:

  • Laut einer Studie haben Fachpersonen im Gesundheits- und Sozialbereich ein vierfach höheres Suizidrisiko als der Durchschnitt.
  • Neuer Leitfaden vermittelt Fachpersonen zur Dualproblematik Alkohol und häusliche Gewalt.

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