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Aufwachsen ist in der Schweiz nicht für alle kinderleicht

25.06.2026 - weniger als eine Minute Lesezeit

Portrait von Martin Heiniger

Martin Heiniger

Fachredaktion | Sozialinfo

Vier Jugendliche sitzen zusammen auf einer Bank.

Eine Studie der BFH gibt Einblicke in die Schwierigkeiten, die sich manchen jungen Menschen am Übergang ins Erwachsenenalter stellen. Die UFS thematisiert den grossen Anteil junger Menschen in der Sozialhilfe und die Risiken für deren Entwicklung.

Die BFH hat untersucht, weshalb zunehmend junge Menschen mit psychischen Erkrankungen an die IV gelangen. Der Anstieg psychischer Probleme wie Angststörungen oder Depressionen weise darauf hin, dass die Belastungen im Alltag junger Menschen zugenommen hätten. Dies wirke sich gerade am Übergang ins Erwachsenenleben mit seinen Herausforderungen und Erwartungen aus Familie, Gesellschaft und digitalen Öffentlichkeiten besonders stark aus.

Bei AD(H)S und Autismus-Spektrum-Störungen hingegen lägen die Gründe für die Zunahme v.a. bei einer «veränderten Diagnostik, einer höheren Sensibilisierung und abnehmenden Stigmatisierung». Unterstützungsangebote für junge Menschen seien zwar grundsätzlich vorhanden, würden die Betroffenen jedoch nicht immer erreichen.

Eine anderes Gefährdungspotenzial ist Armut. Laut UFS sind ein Drittel der Personen in der Sozialhilfe Kinder und Jugendliche. Die «aktuell tiefen Sozialhilfeleistungen» wirkten sich negativ auf die Entwicklung von Minderjährigen aus. Den von der SKOS empfohlenen und nun beschlossenen Zuschlag von 50 Franken pro Monat und Kind beurteilt die UFS positiv. Allerdings bleibe auch damit das Leistungsniveau der Sozialhilfe sehr tief.

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