Soft Skills auf dem Stellenmarkt

Januar 2020 / Sarah Madörin, Jeremias Amstutz, Barbara Beringer und Peter Zängl

Zehnter Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz

Wie wichtig sind Soft Skills auf dem Stellenmarkt des Sozialwesens?1 Welche werden in Stellenausschreibungen am häufigsten gefordert? Antworten auf diese Fragen liefern Stelleninserate und Gespräche mit Personal­verant­wortlichen.

«Bei uns zählt, was Sie können, nicht unbedingt, welches Papier Sie besitzen.» Dieser Satz steht in einem Stelleninserat, das im Jahr 2018 auf sozialinfo.ch veröffentlicht wurde. Papiere bzw. zertifizierte Ausbildungsabschlüsse belegen die sogenannten Hard Skills, also Sachkenntnisse und Fachkompetenzen, die in der Schule oder in der beruflichen Ausbildung erlernt werden. Soft Skills, zu denen beispielsweise Persönlichkeitseigenschaften, individuelle Begabungen, Tugenden und Werthaltungen gehören, sind hingegen mehrheitlich fachunspezifisch und nicht mit Zertifikaten belegbar.2

Ausbildungen sind wichtig – Soft Skills auch

Das oben zitierte Inserat lässt vermuten, dass Ausbildungsabschlüsse bei Bewerbungen in den Hintergrund rücken und die tatsächlichen Kompetenzen und somit auch Soft Skills den Arbeitgebenden wichtiger sind. Bei einem Grossteil der Stellen gehören Ausbildungsabschlüsse jedoch durchaus zu den Grundanforderungen und sind teilweise eine zwingende Voraussetzung für eine Anstellung, wie uns Nicole Füllemann, Leiterin Dienste bei der Stiftung MBF, erklärt. Dennoch nehmen Soft Skills auf dem Stellenmarkt eine sehr wichtige Rolle ein. In der Stiftung MBF wird zum Beispiel ein Bewerber oder eine Bewerberin trotz passendem Ausbildungsabschluss nicht angestellt, wenn sich beim Rekrutierungsverfahren zeigt, dass die gewünschten Soft Skills zu wenig ausgeprägt sind. In wissenschaftlichen Diskussionen ist zudem die These breit vertreten, dass ein beschleunigter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel zu einer Aufwertung von Soft Skills in der Arbeitswelt führt.3

Soft Skills in den Stelleninseraten

Auch unsere Auswertungen der Stelleninserate4 auf sozialinfo. ch zeigen, dass Soft Skills eine bedeutende Rolle einnehmen: In fast allen Inseraten werden Soft Skills genannt, meist eine ganze Reihe davon. Stelleninserate bilden zwar nicht die gesamte Arbeitsmarktnachfrage ab, enthalten jedoch viele Angaben zu den Erwartungen, die an die potenziellen Stellenbewerbenden gestellt werden.5 Es ist davon auszugehen, dass diejenigen Soft Skills im Inserat aufgeführt werden, die einerseits als wesentlich für die Aufgabenbewältigung und andererseits als nicht selbstverständlich angesehen werden.

Welche Soft Skills sind besonders wichtig?

In fast der Hälfte der von uns ausgewerteten Stelleninserate werden Belastbarkeit und Teamfähigkeit verlangt. Aber auch Selbstständigkeit, Freude (z. B. an der Arbeit oder an Menschen) und Flexibilität gehören zu den besonders gefragten Soft Skills. Beim Erziehungsdepartement Basel-Stadt stellen Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und Flexibilität Grundanforderungen dar und kommen nahezu in allen Stellenbeschreibungen vor, wie uns Markus Rümmele, Leiter Personal, bestätigt. Auch dass die Mitarbeitenden ihre Arbeit mit Freude angehen, ist für die von uns befragten Personalverantwortlichen wichtig. Unter anderem, weil Freude belastbarer macht: «Die Freude am Beruf, egal in welcher Branche, stärkt Belastbarkeit und fördert eigenes Engagement oder intrinsische Motivation» – so Pascale Steiner von der Stiftung FARO. Eine hohe Belastbarkeit kann sowohl in körperlicher als auch emotionaler und sozialer Hinsicht aufgrund von unregelmässigen Arbeitszeiten gefragt sein, wie Nicole Füllemann feststellt. Personen, die sich auf Stellen im Sozialwesen bewerben, sollen in vielen Fällen zudem Kommunikationskompetenzen, Organisationstalent, Humor, Sozialkompetenz, Empathie und Interesse mitbringen. Auch verantwortungsbewusste, engagierte und durchsetzungsstarke Personen werden gesucht. Eine gute Ausdrucksfähigkeit und Offenheit werden immerhin noch in etwa zehn Prozent der Inserate gewünscht.

Fussnoten

1 Dieser Artikel beruht auf dem zehnten Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz.

2 Salvisberg, A. (2010). Soft Skills auf dem Arbeitsmarkt: Bedeutung und Wandel. Zürich. Seismo.

3 Ebenda.

4 Ausgewertet wurden 300 Stelleninserate, die im Jahr 2018 auf sozialinfo.ch veröffentlicht wurden (je 50 Inserate aus der Behindertenarbeit, Erziehung/Bildung, Jugendarbeit, Sozialhilfe, Arbeitsintegration und dem Kindes- und Erwachsenenschutz).

5 Vgl. Salvisberg, A. (Fussnote 2)

Datenquelle und Grafiken: sozialinfo.ch und Hochschule für Soziale Arbeit FHNW


«Es arbeiten immer noch Menschen»

Interview: Sarah Madörin

Welche Rolle spielen Soft Skills Ihrer Ansicht nach auf dem Stellenmarkt des Sozialwesens?

Soft Skills spielen nicht nur im Sozialwesen, sondern auf dem gesamten Arbeitsmarkt eine grosse Rolle. Hard Skills wie Fachwissen können angeeignet werden, bei Soft Skills ist das anders – häufig hat man sie oder eben nicht. Zudem kann jemand wenig Fachwissen haben, aber dank seinen oder ihren Soft Skills gut ins Team passen. Die Chance, dass die Teamkonstellation passt, ist sogar grösser, wenn eine Person die erforderlichen Soft Skills besitzt, als wenn jemand ein grosses Fachwissen hat, aber von den Soft Skills her nicht passt.

ANGELA HÄUSERMANN

arbeitet seit rund 15 Jahren im Personalwesen und ist zurzeit Abteilungsleiterin Personal- und Klientenwesen bei der Stiftung Orte zum Leben, die Menschen mit Beeinträchtigung einen Wohn-, Tagesstruktur- oder Arbeitsplatz bietet. Im Interview verrät sie uns, weshalb Soft Skills so wichtig sind.

Unsere Resultate haben gezeigt, dass insbesondere Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Flexibilität und Freude in den Stelleninseraten des Sozialwesens häufig nachgefragt werden. Weshalb sind diese Soft Skills so wichtig?

Die heutigen Jobs sind sehr abwechslungsreich und unterliegen einem steten Wandel. Wer nicht flexibel ist und mit Freude und Engagement die neuen Herausforderungen annimmt, geht unter. Hinzu kommt, dass die Vorgesetzten die Mitarbeitenden meistens nicht fachlich, sondern organisatorisch führen. Entsprechend wichtig ist es, dass sie selbstständig arbeiten können und sich im Team austauschen.

In den Inseraten stehen die Soft Skills, die sich die ausschreibenden Organisationen von den Bewerbenden wünschen. Wie überprüfen die Personalverantwortlichen, ob die Bewerbenden tatsächlich über die betreffenden Soft Skills verfügen?

Einerseits überprüfen wir das mit Fragen im Bewerbungsgespräch (STAR) und andererseits im Rahmen von Schnuppereinsätzen, welche die Bewerbenden bei uns absolvieren. Bei den Fragen im Bewerbungsgespräch gehen wir nach dem STAR-Modell vor: Mit dieser Methode werden die Kandidaten und Kandidatinnen zu ihrem Verhalten in speziellen Situationen ihres bisherigen Arbeitslebens interviewt. Das Modell liefert umfassende Informationen über Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der verschiedenen Phasen der Situation, welche der Kandidat oder die Kandidatin schildern soll, zusammen: Situation (Situation): Wie war die Ausgangssituation? Task (Aufgabe): Was war Ihre Aufgabe? Action (Handlung): Was haben Sie gemacht? Result (Ergebnis): Was ist dabei herausgekommen?

Wie werden die Soft Skills bei der Personalauswahl im Vergleich zu Ausbildungsabschlüssen gewichtet?

Es kommt auf die Situation an: Wenn es sich um eine Einzelstelle handelt, bei der nicht im Team gearbeitet wird, sind die Ausbildungsabschlüsse beziehungsweise das effektive Fachwissen genauso wichtig, wenn nicht sogar etwas wichtiger als die Soft Skills. Ist die Stelle jedoch in ein Team eingebettet, überwiegt die Vorgabe, dass der neue Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin möglichst gut ins Team passt und dementsprechend über die nötigen Soft Skills verfügt.

Wie entscheiden sich die ausschreibenden Organisationen beim Verfassen eines Inserates, welche Soft Skills sie im Inserat erwähnen?

Die Soft Skills sind in der Stellenbeschreibung definiert. Je nach Einbettung der Stelle (Stelle im Team oder Einzelstelle) können sie natürlich entsprechend ergänzt werden.

Wie unterscheiden sich die geforderten Soft Skills je nach Funktion oder Aufgabe der gesuchten Person?

Erstens sind, wie gesagt, Teamfähigkeit und Sozialkompetenz bei einer Funktion, in welcher man alleine arbeitet, weniger wichtig als bei einer in einem Team positionierten Stelle. Zweitens können sich die Soft Skills je nach Bereich unterscheiden: Im Bereich Finanzen braucht es etwas andere Attribute als in der Betreuung. Im Bereich Finanzen sind zum Beispiel Soft Skills wie Integrität, Analysefähigkeit, Urteilsvermögen, Problemlösungskompetenz, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit wichtig. Als BetreuerIn ist eine Auszeichnung durch Einsatzbereitschaft, Belastbarkeit, Flexibilität, Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und grosser Sozialkompetenz von hohem Stellenwert.

Was liegt Ihnen in Bezug auf Soft Skills besonders am Herzen?

Es arbeiten immer noch Menschen, entsprechend wichtig ist es, dass ein Team harmoniert. Ein hochstudierter Mensch kann unter Umständen keinen Witz erzählen oder Empathie entgegenbringen, was eine harmonierende Teamarbeit trotz der hohen Fachkompetenz je nachdem vollständig verunmöglichen kann.

weitere Interviews

Nicole Füllemann McMenamin arbeitet seit rund 25 Jahren im Personalwesen und ist zurzeit Leiterin Dienste und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Stiftung MBF, die Menschen mit Behinderung Arbeits-, Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Wohnplätze bietet.

Was für eine Rolle spielen Soft Skills Ihrer Ansicht nach auf dem Stellenmarkt des Sozialwesens?

Im Sozialwesen ist die Kerntätigkeit meist die Zusammenarbeit mit Menschen. Deshalb spielen die Sozialkompetenzen eine sehr grosse Rolle.

Weshalb nimmt Belastbarkeit in den Inseraten eine so wichtige Rolle ein?

Die Betreuung und Begleitung von Menschen mit Behinderung kann mitunter sehr fordernd sein. Eine hohe Belastbarkeit ist deshalb unabdingbar. Die Arbeit kann zum Beispiel durch herausforderndes Verhalten der betreuten Person emotional belastend sein. Auch körperliche Belastbarkeit ist unter Umständen wichtig: Ein erhöhter Pflegebedarf ist körperlich anstrengend. Im Wohnbereich kommen zudem auch unregelmässige Arbeitszeiten hinzu, was auch eine soziale Belastung darstellen kann. 

In den Inseraten stehen die Soft Skills, die sich die ausschreibenden Organisationen von den Bewerbenden wünschen. Wie überprüfen die Personalverantwortlichen, ob die Bewerbenden tatsächlich über die betreffenden Soft Skills verfügen?

Einerseits anhand der Fragestellungen bei den Interviews und andererseits holen wir auch Referenzauskünfte bei ehemaligen Arbeitgebenden ein. Zudem absolvieren die Bewerbenden jeweils einen Schnuppereinsatz bei uns, bei dem wir beobachten können, ob die geforderten Soft Skills vorhanden sind. Zum Teil werden auch Persönlichkeitsanalysen erstellt.

Wie werden die Soft Skills bei der Personalauswahl im Vergleich zu Ausbildungsabschlüssen gewichtet?

Je nach Funktion sind die Ausbildungsabschlüsse zwingend Voraussetzung für eine Anstellung. Zeigt sich dann aber beim weiteren Rekrutierungsverfahren, dass die gewünschten Soft Skills nicht oder zu wenig vorhanden sind, kommt es nicht zu einer Anstellung.

Gibt es Funktionen, bei denen Soft Skills eine wichtigere Rolle spielen als bei anderen?

Nein, bei allen unseren Angestellten spielen Soft Skills eine grosse Rolle. Es werden lediglich je nach Aufgaben gewisse Eigenschaften stärker oder weniger stark gewichtet. Die Gewichtung der unterschiedlichen Soft Skills richtet sich nach dem Anforderungsprofil der vakanten Stelle. Bestimmte Eigenschaften, wie Belastbarkeit und die Fähigkeit im Team zu arbeiten, spielen in unserer Organisation aber bei jeder Stelle eine grosse Rolle.

Wie entscheiden sich die ausschreibenden Organisationen beim Verfassen eines Inserates, welche Soft Skills sie im Inserat erwähnen?

Anhand des Anforderungsprofils der Vakanz. Die Anforderungsprofile werden in Zusammenarbeit mit der Linie und der Personalabteilung erstellt. Die Linie entscheidet abschliessend, welche Soft Skills zwingend im Anforderungsprofil stehen sollen.

Müssen die Bewerbenden alle geforderten Soft Skills mitbringen? Oder lohnt es sich unter Umständen sich auf eine Stelle zu bewerben, deren Anforderungen an Soft Skills man nicht alle erfüllt?

Bringt eine Person die geforderte fachliche Ausbildung und berufliche Erfahrung mit, lohnt es sich auf jeden Fall, sich bei uns zu bewerben. Wir haben aber in unseren Stelleninseraten auch keine Liste mit geforderten Soft Skills aufgeführt. Einzig Belastbarkeit und die Bereitschaft unregelmässige Dienste zu leisten, sollte vorhanden sein. Ob die Stelle dann passend ist, zeigt sich dann für beide Seiten während des Rekrutierungsprozesses. 

 

Markus Rümmele ist Leiter Personal beim Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt.

Herr Rümmele, unsere Resultate haben gezeigt, dass insbesondere Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Flexibilität und Freude in den Stelleninseraten des Sozialwesens häufig nachgefragt werden. Weshalb sind diese Soft Skills so wichtig?

Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und Flexibilität sind häufig Grundanforderungen. Sie kommen nahezu in allen Stellenbeschreibungen vor. Es sind Kriterien die auch im jährlichen Mitarbeitergespräch (MAG) enthalten sind.

In den Inseraten stehen die Soft Skills, die sich die ausschreibenden Organisationen von den Bewerbenden wünschen. Wie überprüfen die Personalverantwortlichen, ob die Bewerbenden tatsächlich über die betreffenden Soft Skills verfügen?

Die Überprüfung wird anhand von Arbeitszeugnissen und strukturierten Interviews (HR und Linie) vorgenommen. Wir sind jedoch der Auffassung, dass sich das Thema „Soft Skills“ in der Personalsuche im Zuge der Digitalisierung radikal ändern wird, möglicherweise in ferner Zukunft unterstützt durch web basierende Assessments.

Wie werden die Soft Skills bei der Personalauswahl im Vergleich zu Ausbildungsabschlüssen gewichtet?

Die Kriterien der „Soft Skills“ sowie die erforderliche Ausbildung sind in der Regel Teil eines Funktionenkonzeptes bzw. der individuellen Stellenbeschreibung und werden –  je nach Funktion –  unterschiedlich gewichtet.

Wie entscheiden sich die ausschreibenden Organisationen beim Verfassen eines Inserates, welche Soft Skills sie im Inserat erwähnen?

Grundsätzlich werden die Anforderungen aus der Stellenbeschreibung entnommen. In Unternehmen, in denen kein Funktionenkonzept und keine Steuerung durch eine HR Organisation vorhanden ist, kann wohl die Praxis unterschiedlich ausfallen.

Pascale Steiner ist Leiterin Geschäftsbereich Wohnen und Tagesstruktur und Mitglied der Geschäftsleitung der Stiftung FARO, die Wohn- und Arbeitsräume für Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen und auch mit stark herausforderndem Verhalten anbietet.

Was für eine Rolle spielen Soft Skills Ihrer Ansicht nach auf dem Stellenmarkt des Sozialwesens?

Soft Skills sind im Sozialwesen wesentlich in der Zusammenarbeit mit und für Menschen. Die fachlichen Themen nehmen aber einen immer wichtigeren Teil ein (Kompetenzen, Dokumentationen, Berichtswesen). Eine gute Mischung ist gefragt.

Unsere Resultate haben gezeigt, dass insbesondere Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Flexibilität und Freude in den Stelleninseraten des Sozialwesens häufig nachgefragt werden. Weshalb sind diese Soft Skills so wichtig?

Ständige Interaktion mit Menschen und die Übernahme von Verantwortung sind essentiell im Sozialwesen. Und Flexibilität ist gerade in Zeiten des Arbeitnehmer-Markts und der Schichtarbeit in hohem Mass gefordert. Die Freude am Beruf, egal in welcher Branche, stärkt Belastbarkeit und fördert eigenes Engagement oder intrinsische Motivation.

In den Inseraten stehen die Soft Skills, die sich die ausschreibenden Organisationen von den Bewerbenden wünschen. Wie überprüfen die Personalverantwortlichen, ob die Bewerbenden tatsächlich über die betreffenden Soft Skills verfügen?

Indem bei ehemaligen Arbeitgebenden Referenzen eingeholt und beim Bewerbungsgespräch Handlungsbeispiele abgefragt werden. Zudem führen wir Schnuppertage mit Beobachtungszielen durch und je nach Funktionsstufe gibt es Assessments, die die Bewerbenden durchlaufen müssen.

Wie werden die Soft Skills bei der Personalauswahl im Vergleich zu Ausbildungsabschlüssen gewichtet?

Das kommt auf die Funktion beziehungsweise Position an. Ausbildungsabschlüsse können nachgeholt werden, Soft Skills gehören zur Persönlichkeit und brauchen unter Umständen eine längere Lernzeit.

Wie entscheiden sich die ausschreibenden Organisationen beim Verfassen eines Inserates, welche Soft Skills sie im Inserat erwähnen?

Dieser Entscheid hängt einerseits von der Funktion ab, andererseits von der Teamkonstellation: Also was braucht es noch im Team, was fehlt?

Wie unterscheiden sich die geforderten Soft Skills je nach Funktion oder Aufgabe der gesuchten Person?

Je höher die Position, desto eher verändern sich die Soft Skills in Richtung Führungsfähigkeit, z.B. in Form von Kommunikations- und Organisationsfähigkeit, Auftreten und konzeptionellen Fähigkeiten.


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