Seit dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 befindet sich Syrien in einem tiefgreifenden politischen Umbruch. Die neue Führung unter Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa versucht, staatliche Institutionen neu zu ordnen, bewaffnete Akteure zu integrieren und ihre Kontrolle über das Land auszuweiten. Gleichzeitig bleiben staatliche Strukturen fragil und gewisse Gruppierungen entziehen sich der Korntrolle der neuen syrischen Regierung.
Auch die Menschenrechtslage bleibt angespannt. Gewalt gegen Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten, willkürliche Festnahmen, Misshandlungen und Einschränkungen grundlegender Rechte sind an der Tagesordnung. Hinzu kommen eine weiterhin schwierige Sicherheitslage, massive wirtschaftliche und humanitäre Probleme sowie Hindernisse für eine nachhaltige Rückkehr von Geflüchteten und Binnenvertriebenen.
Die Veranstaltung gibt einen aktuellen Überblick über die politische Entwicklung in den verschiedenen Regionen Syriens und beleuchtet die Menschenrechtssituation sowie deren Bedeutung für die Beurteilung der Situation syrischer Schutzsuchender.
Am SFH-Ländernachmittag erhalten Sie Einblicke in die politische und menschenrechtliche Lage in Syrien sowie in die Praxis der Schweizer Behörden gegenüber asylsuchenden Syrer*innen. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen.