Inhalt - Monitoring Sozialwesen

Monitoring Sozialwesen



Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz


Aufgrund bis anhin fehlender oder unzureichender Analysen von Stellenangeboten in der Sozialen Arbeit und dem vermehrten Bedarf nach gesicherten Daten hat der Verein sozialinfo.ch mit der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit, ein gemeinsames Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, die monatlich rund 500 auf der Internetplattform sozialinfo.ch veröffentlichten Stelleninserate nach wissenschaftlichen Kriterien zu untersuchen, und qualitative sowie quantitative Rückschlüsse zu ziehen. Der Monitor ermöglicht erstmals, erhärtete Kernaussagen zum Stellenmarkt der Sozialen Arbeit zu machen, wie auch Tendenzen für die Zukunft frühzeitig zu erkennen.

Das Projektteam besteht aus Barbara Beringer (Gründerin und Geschäftsleiterin sozialinfo.ch), Thomas Redmann (Vorstand sozialinfo.ch), Peter Zängl, Sarah Madörin und Jeremias Amstutz (Hochschule für Soziale Arbeit FHNW). 

Eine kontinuierliche Berichterstattung u.a. in der Fachzeitschrift SozialAktuell (Herausgeber: AvenirSocial) gewährt Ihnen Einblick in die Erkenntnisse.

Unsere Dienstleistung: Sie haben die Möglichkeit, spezifische Auswertungen in Auftrag zu geben.

Kontakt: Sarah Madörin, Wissenschaftliche Assistentin FHNW

Sozialhilfe - ein Arbeitsfeld mit hohen Qualitätsanforderungen

Grafik: Geforderte Ausbildung im Arbeitsfeld Sozialhilfe

Sozialhilfe - ein Arbeitsfeld mit hohen Qualitätsanforderungen
(Publikation in ZESO 2/17)

Im Rahmen des Monitoring-Projekts des Vereins sozialinfo.ch und der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW werden Stellenangebote im Sozialwesen der Schweiz kontinuierlich ausgewertet. Die Stelleninserate im Arbeitsfeld Sozialhilfe zeigen, welche Anforderungen in diesem Bereich gestellt werden, welche Funktionen gesucht und welche Ausbildungen gefragt sind. 
weiterlesen

Interview mit Isabelle Bohrer

Isabelle Bohrer ist Leiterin des Sozialdienstes Region Murten.

 

Was denken Sie, weshalb sind die Anforderungen im Arbeitsfeld Sozialhilfe besonders hoch?


Bohrer: Die Arbeit in der Sozialhilfe ist sehr anspruchsvoll. Die Personen, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, haben sehr unterschiedliche Problemlagen und die Fachpersonen der Sozialen Arbeit müssen auf all diese unterschiedlichen Problemlagen eingehen können. Hinzu kommt, dass auch im Bereich der Finanzen und Sozialversicherungen der Wissenstand hoch sein muss, um subsidiäre Leistungen geltend machen zu können. Fachpersonen müssen zudem sehr belastbar sein - einerseits in Bezug auf den hohen Arbeitsanfall, aber auch in Bezug auf die Situationen der betroffenen Personen, die gesundheitliche oder familiäre Probleme und schlechte berufliche Perspektiven haben. Es erfordert hohe professionelle Kompetenzen, um auf die unterschiedlichen Situationen dieser Menschen eingehen zu können und mit ihnen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation zu erreichen.


Weshalb werden im Arbeitsfeld Sozialhilfe so wenige Praktikums- und Zivildienststellen ausgeschrieben?

Bohrer: Aufgrund der hohen Anforderungen an professionellem Wissen im Bereich der Sozialen Arbeit, aber auch im Bereich der Sozialversicherungen ist es nicht denkbar, dass „Laien“ wie Zivildienstleistende direkt in der Sozialhilfe eingesetzt werden. Sie könnten allenfalls als zusätzliche Fachkräfte engagiert werden, wenn entsprechende Projekte vorhanden sind, wie zum Beispiel Wohnbegleitungen oder Begleitungen von Personen zu Ämtern, ÄrztInnen oder ähnliches. Die meisten Sozialdienste haben jedoch keine solchen Einsatzmöglichkeiten. Praktikanten und Praktikantinnen werden in der Sozialhilfe nicht als permanentes Personal eingesetzt. Viele Sozialdienste bieten jedoch Ausbildungspraktika an. Die Ausschreibung erfolgt in der Regel direkt bei den entsprechenden Hochschulen.

Weshalb ist der Anteil kleiner Teilzeitpensen in Inseraten des Arbeitsfelds Sozialhilfe im Vergleich zu anderen Arbeitsfeldern so gering?

Bohrer: Personen, die Sozialhilfe beantragen, werden in der Regel einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter zugeteilt, die/der für die Beratung und Fallführung zuständig ist. Es ist daher ein Anliegen, dass die zuständigen Fachpersonen eine gewisse Erreichbarkeit sicherstellen und auch an Teamsitzungen und Fallbesprechungen teilnehmen können.

Auch der Anteil reiner Vollzeitstellen ist vergleichsweise klein: Woran könnte das liegen?

Bohrer: Aufgrund der hohen Belastung für Fachpersonen in der Sozialhilfe ist es sinnvoll, dass mehr Erholungszeit zur Verfügung steht, als dies bei einem Vollzeitpensum der Fall ist. Vollzeitstellen sind auch schwierig zu besetzen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Fachkräfte in ihrer Freizeit entweder familiäre oder politische Verpflichtungen haben, die ebenfalls wahrgenommen werden wollen. Pensen von 60-80% sind daher einfacher zu besetzen als Vollzeitstellen.

Was ist Ihnen am Bericht besonders aufgefallen?

Bohrer: Wenn ich die Stelleninserate auf Sozialinfo anschaue, habe ich den Eindruck, dass sehr viele Stellen im Bereich der Sozialhilfe ausgeschrieben sind. Es erstaunt mich, dass im Bereich Bildung und Jugendarbeit noch mehr Stellen ausgeschrieben sind und es sich beim Arbeitsfeld Sozialhilfe somit nur um das viertgrösste Arbeitsfeld handelt.

5. Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz

Grafik 1: Häufigkeit der ausgeschriebenen Funktionen

Was verraten Stelleninserate über die Suche nach Führungskräften? Anforderungen und Arbeitsbedingungen bei Führungspositionen im Sozialwesen

Wie gestaltet sich die Suche nach Führungskräften im Sozialwesen der Schweiz? Wie sehen die Anforderungen und Arbeitsbedingungen aus? Ist es momentan besonders schwierig, Führungspositionen zu besetzen? Solche und ähnliche Fragen beschäftigen zurzeit viele Fachleute der Sozialen Arbeit. Im Rahmen dieses Monitors werden Stelleninserate auf diese Fragen hin analysiert. Zudem werden die Ergebnisse des Monitors erstmals von zwei ExpertInnen aus der Praxis kommentiert. 
weiterlesen

4. Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz

Analyse der Stelleninserate auf dem Portal von sozialinfo.ch. Monitorzeitraum Januar 2011 bis Juni 2016

Im Rahmen des Monitoring-Projekts des Vereins sozialinfo.ch und der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW werden Stellenangebote im Sozial­wesen der Schweiz systematisch und kontinuierlich ausgewertet.1 Der vierte Monitor betrachtet erstmals einen Zeitraum von fünfeinhalb Jahren. Nach einem kurzen Überblick über die allgemeine Entwicklung der Stelleninserate im Sozialwesen richtet sich der Fokus dieses Berichts auf den Bereich Kinder und Jugendliche. 
weiterlesen

3. Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz

Analyse der Stelleninserate auf dem Portal von sozialinfo.ch

Im Rahmen des Monitoring-Projekts des Vereins sozialinfo.ch und der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW werden Stellenangebote im Sozialwesen der Schweiz systematisch ausgewertet. Die ersten beiden Monitoringberichte sind in der April- und Oktoberausgabe des letzten Jahres in SozialAktuell erschienen. Der dritte Bericht berücksichtigt einen dreijährigen Zeitraum und gibt einen Überblick über die Entwicklungen der Stelleninserate und die Qualifikationsanforderungen in ausgewählten Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit. Er richtet seinen Fokus – passend zum Heftthema «Flüchtlinge» – auf das Arbeitsfeld Migration.
weiterlesen

2. Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz

Analyse der Stelleninserate auf dem Portal von sozialinfo.ch. Monitorzeitraum Januar bis Juni 2015

Der Verein sozialinfo.ch hat gemeinsam mit der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW ein Verfahren für ein Monitoring1 entwickelt, mit dem Stellenangebote im Sozialwesen systematisch ausgewertet werden können. Der erste Monitor ist in der Aprilausgabe dieses Jahres in SozialAktuell erschienen. Der nun vorliegende zweite Monitorbericht richtet seinen Fokus auf die Entwicklungen der Stellenangebote in verschiedenen Arbeitsfeldern und die Anforderungen an die Qualifikation für Berufe im Sozialwesen.
weiterlesen

1. Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen der Schweiz

Erste Erkenntnisse der Analyse der Stellen auf dem Portal von sozialinfo.ch, Monitorzeitraum Januar bis Dezember 2014

Der Stellenmarkt des Sozialwesens der Schweiz entwickelt sich dynamisch und heterogen. Kennzeichnend hierfür sind monatlich rund 500 Stellenangebote, die von verschiedenen Organisationen des Sozialwesens auf der Internetplattform www.sozialinfo.ch für die Deutschschweiz veröffentlicht werden. Der Verein sozialinfo.ch hat gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz eine erste Analyse durchgeführt.
weiterlesen