(Wenn die Graphiken nicht sofort geöffnet werden, bitte haben Sie ein wenig Geduld!) Zurück zur Hauptseite http://www.sozialinfo.ch/sozialdb

Bichsel,  Bixel,  Bixler, Bexel

Von Bexell/Bexelius in Schweden zu Bichsel im Emmental sowie damit verwandte Familiennamen; seit dem Jahr 1500 wurden bereits über 16'000 Personen in einer Datenbank erfasst und es werden laufend mehr. Von vielen gibt es vollständige Ahnenreihen, zum Beispiel auch in Amerika.

von Ernst Bichsel,  8450 Andelfingen, Stand 2008

Uebersicht zu den Themen der Ahnenforschung

Ursprung des Namens Bichsel (Wortbedeutungen und Formenvielfalt) sowie Wappen

Gemeinde Sumiswald und ihre Geschichte

Ahnenforschung allgemein und Datenschutz

Die Bichsel und das Emmental 

Entlebuch-Linien mit Stammbäumen 

Zum Täufertum in der Schweiz und die Hugenotten in Frankreich

Familiennamen Bissell, Bixel und Bixler in Amerika und Europa, zudem in Amerika auch Bicksler, Buxcel in Romainmôtier, Büxel in Nordrhein-Westfalen,
                              Bixel, Buxel und Buchsel in England, Bichsel in Schaffhausen und der Ostschweiz

Bexel bzw. Bexell und Bexelius sowie Bäckselius, Backman, Backström und ähnliche Namen  aus Schweden

Umfrage - insbesondere in Schweden

Direkte Vorfahren - Ahnenlinie mit Heimatort Sumiswald

Genealogieservice und Literaturverzeichnis

Auszüge aus dem Zivilstandsregister Sumiswald

 

 

  

Ursprung des Namens Bichsel und Wappen  

Bis ins Hochmittelalter genügte im deutschen Sprachgebiet, dass jemand lediglich einen Taufnamen besass. Im 13. und 14. Jahrhundert stieg besonders in den Städten die Bevölkerungszahl, weshalb alle Menschen einen passenden Beinamen erhielten. Wie Andreas Blatter (http://www.andreasblatter.ch) und andere darlegen, lassen sich Familiennamen in fünf Hauptkategorien einteilen:

  1. Personennamen (z.B. Heinrich, Hermann, Peter, Rüedi (Rudolf), Ulrich etc.)
  2. Tätigkeitsnamen (z.B. Metzger, Müller, Schuster, Weibel, Zimmermann etc.)
  3. Siedlungsnamen (z.B. Bracher, Gruber, Rüttimann, Schwander etc.)
  4. Herkunftsnamen (z.B. Affolter, Berner, Bühler, Schweizer, Zürcher etc.)
  5. Uebernamen (z.B. Bär, Kleiner, Lang, Schwarz, Wolf etc.; sie gehen meistens auf äusserliche Merkmale des ersten Namenträgers zurück.

Der Familienname Bichsel - im Bürgerverzeichnis des Kantons Bern von 1798 gibt es auch Bichßel wird in der Umgangssprache des Emmentals als „Bichsu“ genannt, wobei das Ch „kratzend“ im Hals gesprochen wird. Wohl aus diesem Grund wird manchmal behauptet, Berndeutsch sei eine „Halskrankheit“. - Eine neuere Deutung des Namens Bichsel zielt in folgende Richtung: Er stammt von Bichl (Büchel, Pichl) ab, was bayrisch-österreichisch Hügel bedeutet und in der Schweiz an verschiedenen Orten mit Bühl oder Büel bezeichnet wird. Diese Ansicht wird durch den Umstand unterstrichen, dass die Bexell ursprünglich in einer Hügellandschaft in Südschweden wohnten und mit dem Ort Bäckseda in Verbindung steht, was man mit „Hügelseite“ übersetzen kann (siehe nähere Ausführungen unter "Bexell"). Auf einen Ort weist auch die Feststellung hin, dass es in der Stadt Lincoln in England bereits 1056 einen John De Bissell gab.

Wortbedeutungen – Exkurs über sprachliche Entwicklungen: Die Silben <beck> und <bach> haben eine indogermanische Wurzel (Gruppe von Sprachen mit stark übereinstimmender Formenbildung), nämlich <bheg> und bedeuten Wölbung oder Biegung (eines Hügels oder eines Berges). Auf Schwedisch heisst heute Hügel (oder Halde) backe (Skispringer gehen über einen Backen); die Wange wird in unserer  Mundart als Backe bezeichnet und bei Arschbacke weiss wohl jeder, was damit gemeint ist. -beck ist nicht nur eine ältere Ableitung für Bewohner von Ortsnamen auf -bach, sondern Beck(e) wurde im Mittelhochdeutschen und noch heute in der Schweiz für Bäcker gebraucht. Im 13. Jahrhundert hat der Franziskaner Berthold von Regensburg beklagt, dass „luft für bröt“ verkauft wird, weil das Brot mit Hefe einen „Bauch“ bekam. In Schweden heisst Bach bäck und in Dänemark wird der Hügel mit bakke und der Bach mit baek bezeichnet. Damit verwandt ist auch das Wort „Buckel“, denn wenn wir einen Buckel machen, krümmen wir den Rücken. Eine Rückseite wird in Schweden mit baksida bezeichnet. –

Bei Wörtern wie Fuchs und Dachs wird in der Schriftsprache das Ch wie ein X gesprochen, deshalb sind Bichsel und Bexell auch sprachlich recht nahe verwandt.                                                                                                                                

Im Duden Familiennamen - erschienen im Jahr 2000 - kommen weder Bichsel noch Bixel, Bechsel, Bexell, Buchsel oder Büchsler vor. Hingegen heisst es zu Bichel, Bicheler: 1. Oberdeutsche Wohnstättennamen zu mittelhochdeutsch bühel >Hügel<: wohnhaft an einem Hügel. 2. Herkunftsnamen zu den in Süddeutschland und Oesterreich häufigen Ortsnamen Bichel, Bichl, Büch(e)l, Pichl. - Und zu Büchsel wird ausgeführt: Berufsname zu mhd. Bühselïn > kleine Büchse< für einen Drechsler (erscheint nicht überzeugend und belegt zu sein, Anmerkung des Verfassers dieses Beitrags).  

Die Formenvielfalt eines Namens hängt einerseits von der jeweiligen Schreibweise und andererseits von der landschaftlichen Prägung ab, und deshalb ändern sich Lautentwicklungen je nach Gegend und Zeit. Von Rudolf von Tavel stammt der Satz: «Bärndütsch isch e Sprach wie grobs Grien, aber o guethärzig wie nes alts Chilcheglüt.» Wörter wie „Bigsel“, "Bissell" oder „Begsel“ tönen für emmentalische Ohren zu geschliffen. Die verwandten Familiennamen der Bichsel im Emmental wie Bixler (in Oberägeri/ ZG, Deutschland und Amerika), Buxcel (in der Westschweiz, heute vor allem in Lausanne, teilweise auch in der Deutschschweiz), Bicshel und Buchsel in Amerika sowie Büchsel im Elsass und Deutschland, Büchsler  (Büchseler), Büxel  und Butzel in Deutschland sowie Bixel (und verwandte Schreibweisen) vor allem im Elsass - aber auch in andern Ländern -  wie auch Pichsel in Deutschland und Pichl besonders in Oesterreich, in Deutschland und der Schweiz) stammen deshalb aus andern Gegenden. Diese besonderen Formen des Familiennamens haben sich offenbar entweder Emmentaler angeeignet, die im oder nach dem 17. Jahrhundert aus dem Kanton Bern weggezogen oder aus der Schweiz ausgewandert sind oder sie stehen teilweise in einem direkteren Zusammenhang mit dem ursprünglichen Namen Bexell (oder ähnlichen Namen) aus dem hügeligen Südschweden (z.B. Pichl und verwandte Namen, in England Baxell und Baxshell, die alle auf einen Hügel hinweisen). Bäck heisst nicht nur ein Ort in Südschweden, sondern es gibt auch diesen Familiennamen.

Wie sich der Name Bichsel wandeln konnte, zeigen folgende Beispiele: Der Name Johann wird manchmal als Hans Bichsel bezeichnet und kommt im familysearch  von "The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints" auch unter dem Namen Johannes Hans Buchsler vor. - Johann Gottfried Bichsel, geb. 1722, hat sich nachweislich den Namen Büchsel zugelegt. - Die Bichsel aus dem Emmental nannten sich im Elsass und in Amerika teilweise nach der Auswanderung Bixel,  Bixler oder Buxel. Der Stammbaum von Hans Bichsel, von Eggiwil, geb. 1560, mit den heute bekannten amerikanischen Linien ist im Internet unter http://home.att.net/~sewing1243/Bichsel.htm abrufbar. Ausgewandert nach Amerika ist Hans, von Eggiwil, genannt John Bixler, geb. 4.2.1698/99, offenbar nach dem Tod seiner ersten Frau. Seine Nachfahren nannten sich teilweise auch Bicksler oder Pixler. Dazu kamen natürlich noch ganz neue Namen, wenn weibliche Nachkommen den Namen ihres Mannes annahmen. - Ausgewandert aus dem Berner Jura ist anfangs des 19. Jahrhunderts nach Amerika auch Peter Bichsel, von Eggiwil, geb. 1.1.1795, welcher sich mit Verena Diller, geb. 29.9.1800 verheiratete. Diese Familie behielt den Namen Bichsel in Amerika. - Im Elsass tauchte nach Leslie Dumont-Gingelwein ein Jacob Buchsel, geb. um 1687, gest. 30.1.1758 auf, dieser wird auch von Généalogie Kaminske mit Wohnort Walbourg/Elsass genannt. - Einen Michael Buchsel  erwähnt http://gw.geneanet.org/ um 1750, wohnhaft in Steinsetz/Elsass und im Buch "750 Jahre Gräfenhausen" sind nach Manfred Härtel u.a. folgende Personen aufgeführt: 1680 Johann Conrad Böchsel, 1708 Philipp Peder Büchsell, 1711 Johann Henrich Büchsel, 1719 Henrich Büchsel, 1742 Christian Bixel und 1759 Christian Bixel.

Nach A. Blatter soll angeblich der Name Bichsel vom Werkzeug eines Berufs (Kat. 2.) abgeleitet worden sein, nämlich von Bächsel, dem Hohlbein zum Bebauen von Dachkänneln (Dachrinnen). Diese Ansicht ist nicht belegt und das Bichsel-Wappen – nach Vorschlag des Staatsarchivs Bern - weist jedenfalls nicht in diese Richtung.  

Ein wesentliches Element der Wappen der Emmentaler Bichsel und der Berliner Büchsel ist ein rötlicher oder goldener Greif, welcher u.a. schon 1784 auf einer Schliffscheibe [siehe unter „Direkte Vorfahren“ und auf der Anfangsseite (ein sich aufbäumendes drachenähnliches Fabeltier - in der griechischen Göttersage als heiliges Tier ein Begleiter des Apollo, also des Gottes des Lichts, der Dichtung und Musik, der Heilkunde und Weissagung. Der Greif kommt  auch in der römischen und romanischen Kunst vor; in den Mythen lebt er gerne auf einsamen Inseln, ist immer schwer fassbar und geheimnisvoll und verschiedene Formen von Drachen gibt es auch in der Bibel). Oder könnte der Drache im Wappen an die Drachenboote der Wikinger erinnern? Die Wikingerzeit ging im 11. Jahrhundert zu Ende. Der Greif als Tier der menschlichen Phantasie kommt in vielen Wappen von Familien, Städten und Regionen vor, in Schweden beispielsweise in den Provinzwappen von Halland und Småland (siehe Briefmarkenserien von Schweden unter http://www.h-u-m-rueegg.li/marken-no.htm).

In der Schweiz darf jedermann ein Wappen  führen und es besteht keine Pflicht zur Eintragung in einem öffentlichen Register. Doch geniessen die Wappen wie die Namen den Schutz der Persönlichkeitsrechte. In früheren Jahrhunderten liessen sich einflussreiche Familien mit Vorliebe ein Wappen vom Kaiser oder einem König bestätigen. Im Mittelalter war das Wappen ein Unterscheidungszeichen, welches auf dem Schild der Ritter angebracht wurde. Als Schutz der Reiter verschwand er um das Jahr 1375. Der Schild stellt aber nach wie vor einen wichtigen Teil des Wappens dar. Die unterschiedlichen Stilrichtungen entsprechen dem jeweiligen Zeitgeist. In der Wappenkunde machte er im 15. Jahrhundert dem Halbrundschild Platz.

Bereits seit mehreren hundert Jahren gibt es nachweislich in verschiedenen Gemeinden des Kantons Bern den Familiennamen Bichsel, nämlich in Busswil bei Melchnau (seit 1670), Eggiwil seit 1560, Hasle bei Burgdorf seit ca.1500, Heimiswil seit 1754, Lützelflüh seit 1591,  Rüegsau seit 1699 und in Sumiswald seit 1560. Aus jüngerer Zeit gibt es auch die Heimatorte Affoltern im Emmental und Madiswil. Die Hauptlinien stammen eindeutig von den Heimatorten Eggiwil, Hasle und Sumiswald, wobei der Ursprung mit recht grosser Wahrscheinlichkeit in Hasle bei Burgdorf war. Den Familiennamen Bichsel findet man heute praktisch in der ganzen Schweiz. In den ehemaligen Heimatorten wohnen jedoch anfangs des 21. Jahrhunderts nur noch in Affoltern im Emmental, Eggiwil, Hasle-Rüegsau, Lützelflüh und in Sumiswald Familien mit diesem Namen.  

Beim schweizerischen Bürgerrecht  handelt sich in der Regel um den Ort, in dem ein Vorfahre der Familie in männlicher Linie  das Bürgerrecht erworben hat, welches bis 1977 bei wirtschaftlichen Notlagen eine wesentliche Rolle spielte. Seither ist bei Bedürftigkeit, d.h. wenn jemand seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln bestreiten kann, in der Regel der Wohnkanton bzw. die Wohngemeinde zuständig. Schweizerinnen und Schweizer können weder aus dem Heimatkanton noch aus der Schweiz ausgewiesen werden. Heute wird das Bürgerrecht entweder zufolge Abstammung, Adoption, Heirat oder durch Einbürgerung erworben.

 

Gemeinde Sumiswald und ihre Geschichte

Unsere Vorfahren sind eng mit dem Emmental verbunden, worauf schon der Heimat ort Sumiswald im Amtsbezirk Wappen/arm of Sumiswald Trachselwald hinweist. Der Ort liegt auf 700 m über Meer auf einer Terrasse über dem Tal der Grüne, die zur Emme fliesst. Das Dorf war einst eine Herrschaft mit eigenem Adel. Von 1225 - 1528 war Sumiswald eine sog. Kommende (Verwalter oder Amtsträger) des Deutschritter-Ordens. Die Aufgabe der Ritter war: Das Land zu schützen, Kranken und  Bedürftigen zu helfen und - zu beten! Ihr Wappen: Schwarzes Kreuz auf weissem Grund. Der Orden geht auf den  Barbarossa-Kreuzzug (bewaffnete Pilgerfahrt ins Heilige Land) zurück. Die Pilger aus Deutschland errichteten 1190 in Akkon in Galiläa ein Zelthospital und pflegten Kranke und Verletzte. Der feierliche Ritterschlag erfolgt heute durch den Ordensoberen im Rahmen einer heiligen Messe.

Freiherr Lütold von Sumiswald hat 1225 seine Ländereien dem Deutschen Ritterorden mit der Verpflichtung geschenkt, in diesem Gebiet ständig zwei Priester zu halten und in einem noch zu erbauenden Hospiz - dem späteren Schloss „Spittel“, zugleich Gemeindepflegeheim - Pilger und Bedürftige zu beherbergen. Das heutige Alterszentrum Sumiswald AG, vorher Pflegeheim im alten Spital und noch früher  Siechenhaus bezeichnet, geht demnach auf diese Zeit zurück. Siech gehört zu Sucht und ist mit Seuche verwandt, was bis zum Mittelhochdeutschen einfach Krankheit bedeutete.

Die weithin sichtbare Kirche von Sumiswald wurde von den Deutschrittern im alt-gotischen Stil im Jahre 1510 erbaut und ist noch heute das Wahrzeichen des Dorfes mit ihren wertvollen Glasgemälden (heutiges und früheres Dorfbild siehe unter http://www.sumiswald.ch). - 1525 kaufte sich der Ort von der Leibeigenschaft los (Abhängigkeit der Bauern von einem Herrn, die mit bestimmten Abgaben und Frondiensten verbunden war). Seit dem 18. Jahrhundert ist Sumiswald ein Handwerkerdorf im Bezirk Trachselwald, der 1803  vom Kanton Bern geschaffen wurde.  Bekannt sind vor allem Wanduhren (Sumiswalder Pendulen) und Musikinstrumente.

Zur frühen Schweizergeschichte sei lediglich erwähnt, dass bekanntlich 1291 die Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden einen Schutzbund gegen die Habsburger gründeten. In der Mitte des 14. Jahrhunderts schlossen sich die Kantone Luzern, Zürich und Bern dem Bund an, der 1474 vom Hause Habsburg anerkannt wurde. Am 4./14.5.1653 wurde an einer Landsgemeinde in Huttwil der zuvor in Sumiswald entworfene Bundesbrief der Berner Bauern beschworen und am 12.11.1690 befahl die Regierung des alten Bern, dass jede Gemeinde alle ihre Bewohner registriere, und dass diese fortan Burger dieser Gemeinde seien. Deshalb wurde die Burgergemeinde Sumiswald-Wasen gegründet, die noch heute besteht. Ihr Wappen sieht ähnlich aus wie dasjenige der Gemeinde Sumiswald, enthält jedoch zusätzlich zwei wellige gelbe Streifen (gelbe Bäche aus dem Napfgebiet??). Die Burgergemeinde war früher die Körperschaft  der vollberechtigten Stadtbürger oder Dorfgenossen zum Unterschied der nur ansässigen Einwohner. Im 19. Jahrhundert gingen die politischen Rechte an die neu geschaffenen, offenen Einwohnergemeinden über, während die alten Burgergemeinden (insbesondere in den Kantonen Bern und Wallis) teilweise die gemeinsamen Nutzungsrechte (Burgergüter) weiter verwalteten. - Das Schulwesen begann in Sumiswald 1559 mit einer Stiftung, gefolgt vom Bau je eines Schulhauses in Sumiswald (1683) und in Wasen (1705).

Die grosse Gemeinde Sumiswald hat heute eine Fläche von 5934 ha und ist von den Gemeinden Affoltern i.E., Dürrenroth, Wyssachen, Eriswil, Luthern, Trub, Langnau i.E., Trachselwald, Lützelflüh und Rüegsau umgeben. Das ausgedehnte Gebiet erstreckt sich über die Täler der Grüne und ihrer Zuflüsse und die umgebenden Hügelzüge des Napfvorlandes bis hinauf zu den Alpen Ahorn, Hochänzi und Lüderen. Mehr als anderswo gibt es im Emmental noch heute viele Bauern. Im Dorf Sumiswald wohnen gegenwärtig (2004) mit dem Familiennamen Bichsel u.a. eine Arztgehilfin/ Ballettlehrerin, eine Gymnastiklehrerin, eine Gärtnerin und eine Metallarbeiterin.

Seit der Reformation ist die Bevölkerung des Emmentals mit wenigen Ausnahmen evangelisch-reformiert. Neben der Landeskirche gibt es viele religiöse Gruppierungen und Gemeinschaften, die ihren Glauben regelmässig in „Versammlungen“  stärken. Sie vertreten in der Regel stark fundamentalistische Tendenzen (Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift, Jungfrauengeburt, leibliche Auferstehung und baldige Wiederkunft Christi, Absonderung von der Welt und den Sünden etc.). Verschiedene Formen der Täufer (z.B. alt-evangelische Taufgesinnte) haben sich gerade im Emmental entwickelt, die anstelle der Kindertaufe die Erwachsenentaufe kennen. Das emmentalische Berggebiet ist mit vielen Einzelhöfen besiedelt und scheint für solche Formen religiösen Lebens ein guter Nährboden zu sein. Die Bevölkerung vertritt im Allgemeinen auch eine konservative Politik, die oft aus religiösen Ueberzeugungen begründet wird.

Frühere Generationen hatten in der Regel viele Kinder. Einige starben manchmal  schon kurz nach der Geburt oder während der Kindheit. Erst seit etwa 1870 ging die Säuglingssterblichkeit vorerst leicht zurück und noch um 1900 waren etwa 40% der Gestorbenen unter zehn Jahre alt. Auch Frauen sind nicht selten bei Geburten gestorben, denn diese waren noch im 19. Jahrhundert gefährlich und schmerzhaft. Um die Schmerzen der Mütter zu lindern, verabreichte man ihnen manchmal Chloroform (verdampft bei gewöhnlicher Temperatur mit einem süsslichen Geruch und bewirkt beim Einatmen Bewusstlosigkeit und Aufhebung der Schmerzempfindung). - In der Neuzeit tragen die höhere Lebenserwartung und die Verringerung der Kinderzahl gemeinsam dazu bei, dass die Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten immer älter wird. Die Generationenbeziehungen spielten nicht nur früher eine wichtige Rolle, sondern sie werden es auch in Zukunft tun.

 

Ahnenforschung und Datenschutz

Bei der Familienforschung (Genealogie) geht es um die Erforschung der Abstammungsverhältnisse von Familien mit dem Ziel, die Herkunft eines Menschen von seinen Eltern und Voreltern nachzuweisen und Namen sowie Lebensdaten zu ermitteln. Fälschlicherweise werden häufig nur die männlichen Vorfahren verfolgt, obwohl die Frauen eine ebenbürtige Bedeutung und Rolle spielen. Wahrscheinlich haben sich die Männer in früheren Jahrhunderten keine Gedanken gemacht, dass Frauen mit der Heirat und der damit verbundenen Namensänderung eine Identitätskrise erleben können. Gewiss ist jedoch, dass Nachforschungen von Müttern in der Regel schwieriger sind, weil in der Vergangenheit die Zivilstandsregister in der Schweiz nur nach dem Namen der Männer geführt wurden.

Wer Ahnenforschung betreibt, sollte beachten, dass die Schweizer im benachbarten Ausland  nicht nur als Söldner bekannt waren, sondern beispielsweise im Elsass (Sundgau)  bereits im Mittelalter als Landarbeiter tätig und vom 16. Jahrhundert an nicht nur als Saisonarbeiter, sondern auch als eingesessene Einwanderer erwähnt wurden. In der Mitte des 19. Jahrhundert fand im Kanton Bern eine eigentliche Auswanderungswelle statt. Es ist belegt, dass beispielsweise der Gemeinderat von Hasle 1850 beschloss, dass dem "Grundsatze nach arme Gemeindebürger zur Auswanderung nach Amerika zu unterstützen" sind.

Zum Datenschutz: Das Eidgenössische Amt für Zivilstandswesen hat festgelegt, dass das Datum eines Zivilstandsereignisses wie Namen, Vornamen sowie Bürgerrechte (bzw. Staatsangehörigkeit) und Wohnsitz der vom Zivilstandsereignis unmittelbar betroffenen Personen veröffentlicht werden dürfen. Damit niemand in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt wird, wird hier nur die Ahnenlinie des Autors dargestellt.

Besonders im mittelalterlichen Lehenswesen (eine in allen Lebensbereichen umfassende sozialpolitische Struktur, eine Art Treueverhältnis) spielte die Genealogie eine bedeutende Rolle, wo sog. Ahnenproben vorgeschrieben waren. Es ging um den Nachweis der adligen und ehelichen Abstammung über mehrere Generationen. Sie hatte besonders im 14.-16. Jahrhundert grosse Bedeutung bei Turnieren, Stiftern und Ritterorden sowie bei einträglichen Rechten und Kompetenzen am verliehenen Boden. Eine Heirat war praktisch nur innerhalb der eigenen Sozialschicht möglich. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert und später wurde die Familienforschung vor allem durch umfangreiche Quellenstudien der Geschichtswissenschaft gefördert. Für viele Zeitgenossen ist sie zu einem Hobby geworden, wobei der Computer und das Internet heute wichtige Hilfsmittel darstellen.

Es gibt verschiedene Methoden, um eine Ahnenreihe darzustellen. Dem Autor ging es darum, möglichst die verschiedenen Heimatorte des Geschlechtes Bichsel und die jeweiligen Stammväter, aber auch ihre Nachfahren zu erfassen und auf einen Blick eine Zuordnung vorzunehmen. Deshalb wurde ein eigenes Klassifikationssystem mit sieben- bzw. achtstelligen Zahlen entwickelt. Die erste Ziffer von links gibt die jeweilige Generation wieder, wobei die zehnte die Ziffer 10 erhält, so dass ab hier achtstellige Zahlen verwendet werden. - Die zweite Ziffer von links vermittelt den Heimatort, beispielsweise erhielt Sumiswald die Zahl 1, Eggiwil, die Zahl 2, Hasle bei Burgdorf die Zahl 3 etc. - Die dritte Ziffer von links zeigt an, von welchem Stammvater eine Person abstammt. Bei der Sumiswalder-Linie erhielt Simon, geb. 1563 die Zahl 1, Hans, geb. 1565 die Zahl 2, Hans geb. 1584 die Zahl 3 und Niklaus, geb. 1592 die Zahl 4. Wenn im Laufe der Zeit neue Personen mit dem Familiennamen Bichsel einen bestehenden Heimatort erhalten, bekommen diese die nächst höhere Ziffer.- Mit der hintersten Ziffer wird die jeweilige Geschwisterreihe bezeichnet. Das zehnte Kind einer Familie bekommt die Ziffer 0; hat eine Familie noch mehr Kinder wird dafür auch die zweithinterste Ziffer verwendet, welche jedoch üblicherweise die Geschwisterreihe der Eltern, in der Regel des Vaters vermittelt. Die dritte Ziffer von rechts gibt die Geschwisterreihe der Grosseltern und die vierte Ziffer von rechts die Geschwisterreihe der Urgrosseltern wider, in der Regel diejenige des Grossvaters bzw. des Urgrossvaters. Auf diese Weise kann rasch erkannt werden, von welchen Vorfahren eine Person abstammt und welcher Ahnenreihe sie folgt.  

Offensichtlich die umfassendsten Unterlagen zu früheren Generationen sind im Internet bei den Mormonen zu finden, z. B. mit http://www.lousonna.ch/vallat/, und zwar nicht nur für den Familiennamen Bichsel und seine verschiedenen Abwandlungen. Ein recht grosses Problem ist jedoch, dass viele fehlerhafte Schreibweisen und auch falsche Personendaten in der riesigen Datenbank vorkommen und die gleiche Person häufig in X-Variationen genannt wird.

 

Die Bichsel und das Emmental

Im Familiennamenbuch der Schweiz  wird der Familienname Bichsel in verschiedenen Orten des Kantons Bern erwähnt, doch werden dort keine näheren Angaben zur Herkunft gemacht. Die seinerzeit in Busswil bei Melchnau zugezogenen Familien mit dem Familiennamen Bichsel hatten vorher den Heimatort Hasle bei Burgdorf. Vor 1660 sind in den Kirchenbüchern von Melchnau – dazu gehören auch die Gemeinden Busswil, Gondiswil und Reisiswil – keine Familien mit dem Namen Bichsel zu finden. Ob den Neuzuzügern der neue Heimatort geschenkt oder ob er käuflich erworben wurde, ist nicht bekannt. - Die beiden Gemeinden Hasle bei Burgdorf und Rüegsau werden durch die Emme getrennt, bilden jedoch in verschiedenen Bereichen eine Einheit. Es liegt die Vermutung nahe, dass die ersten Bichsel in dieser Gemeinde aufgetaucht sind, weil es im Mittelalter – wo die Wasserwege eine wichtige Rolle spielten – vom Rhein her und nachher auf der Aare der kürzeste Weg ins Emmental war. Die Holzbrücke von Hasle gibt es seit 1763, schon vorher bestand in der Nähe ein Steg für Fussgänger.

Der Degener Verlag in Neustadt an der Aisch/D (http://www.degener-verlag.com/) gibt GENEALOGIE, die Deutsche Zeitschrift für Familienkunde heraus. In Nr. 14 1965, S. 827-830 wurde der Artikel „Die Bichsel aus dem Emmental (Kt. Bern) und die Büchsel in Berlin und in der Mark Brandenburg“ von Karl Büchsel publiziert. Im Eigenverlag in Göttingen ist 1955 vom gleichen Autor das Buch „Bilder aus der Geschichte der Familie Bichsel“ erschienen (ein Exemplar befindet sich in der Schweiz. Landesbibliothek in Bern). Aus diesen Quellen geht u.a. folgendes hervor: „Der Bauer Peter Bichsel, geb. in Goldbach und getauft in Halse am 3.1.1662, verheiratete sich am 16.3.1686 in Signau mit Trini Liechti aus der Rütimatt und lebte als Bauer in Signau, vermutlich auf einem durch die Frau ererbten Hofe. In Signau wurden dem Ehepaar 5 Kinder geboren, 4 Töchter und ein Sohn Hanns, geb. 10.6.1699.“ In den Kirchenbüchern von Signau kommt nachher der Familienname Bichsel nicht mehr vor. Heute findet man ihn wieder im Telefonbuch, jedoch mit dem Heimatort Eggiwil. - „Zu Beginn des 18 Jahrhunderts ist der aus Goldbach im Emmental stammende Bauernsohn Hans Bichsel (Heimatort Hasle) ausgewandert. Er fand eine neue Heimat in Berlin und wurde der Stammvater eines seit rund 250 Jahren in Norddeutschland, besonders in der Mark Brandenburg und in Pommern ansässigen Geschlechts, das den Namen Büchsel führt.“ Er war Damast-, Samt- und Seidenweber. Seine Heirat mit Anna Dorothea Gutbier am 11.12.1721 in Berlin ist im Signauer Eherodel vermerkt. Er starb bereits am 10.5.1725. Im 18. Jahrhundert sind verschiedene Seidenweber aus der Schweiz nach Berlin ausgewandert, weil diese Stadt den Zuwanderern verschiedene Vergünstigungen gewährte. Auffällig bei den Büchsel aus Deutschland (Schönfeld, Berlin und Stralsund) ist, dass in den Ahnenreihen verschiedene den Beruf eines Pastors ausübten.

Johann Gottfried Bichsel, geb. 2.11.1722, ein Sohn von Hans aus Goldbach, Heimatort Hasle, studierte Theologie (er wuchs nach dem Tod seines Vaters bei der Mutter auf, die sich anfangs des Jahres 1727 mit dem Pastor Jakob Fahland verheiratete) und war 1762 lutherischer Pastor in Schönfeld in der Uckermark. Er war der erste dieser Sippe in Deutschland, der den Namen Büchsel statt Bichsel führte. Verschiedene seiner Nachfahren standen in kirchlichen Diensten. Wilhelm Büchsel, geb. 1848, war im 1. Weltkrieg deutscher Marine-Admiral und vor dem Krieg Direktor des Marine-Departements des Reichsmarineamtes.

Goldbach gehört zur Gemeinde Lützelflüh. Als ältester Stammvater wird dort Andreas Bichsel, geb. 18.10.1591 aufgeführt. Er war ein Sohn von Hans Bichsel und Elsbeth Aeschlimann, den Ureltern einer Sumiswalder-Linie. Demnach haben die Bichsel aus Sumiswald und zumindest ein Teil der Büchsel in Deutschland ursprünglich die gleichen Wurzeln. - Im Grossraum Darmstadt existiert noch eine zweite Sippe mit dem Namen Büchsel bzw. Buxel, über deren Herkunft weiter unten berichtet wird.

In Grünenmatt gibt es den Landwirtschaftsbetrieb Bichselhaus, in Wasen im Emmental einen Bichselberg und in Eggiwil ein Bichseli als Ortsbezeichnung. Die Dörfer Eriswil und Wyssachen haben  je eine örtliche Bezeichnung „Bichsel“. In Birchwil-Nürensdorf im Kanton Zürich kommt die Ortsbezeichnung Im Buchsel und in Rümlang ZH Im Büchsel vor; im Kanton Freiburg findet man den Ort Büchslen (dort wohnen heute keine Bichsel, auch nicht in den Nachbargemeinden Ferenbalm und Gempenach, wo der Familienname im 18. Jahrhundert mehrfach erwähnt wurde,  jedoch finden wir ihn heute in Muntelier und in Murten). Vom 12. Jahrhundert an gehörte Buchillion – wie der Ort damals hiess - zum Priorat Payerne; 1475 kam er zur bernisch-freiburgischen Vogtei Murten. Ursprünglich war er französischsprachig, entwickelte sich jedoch besonders nach der Reformation zur fast rein deutschsprachigen Gemeinde. Im 18. Jahrhundert hiess die Ortschaft Bichslen. - An der Haupt- strasse 59 in Kreuzlingen gab es das Haus Bichsel, welches 1882 erbaut und im Mai 1958 abgebrochen wurde.

In Oberbayern, in der Nähe der Kreisstadt Aichach gibt es ein Pichl und im Schloss Pichl in Aidenbach, Bayern, befindet sich ein Therapiezentrum für Drogenabhängige. -. Ebenfalls findet man einen gleichnamigen Ort im Sudentenland in Böhmen (ehemaliger Bezirk Mies). Es handelt sich um das früher von Deutschen bewohnte Gebiet des ehemaligen Königreichs Böhmen. - In Oesterreich kommt der Ort im Ennstal, in Pichl-Preunegg bei Schladming, in Pichl-Mantling (Dachsteiner-Tauern-Region), in Pichl-Kainisch in der Steiermark sowie bei Wels in Oberösterreich, an der Grossglocknerstrasse und bei Euratsfeld (Ybbstal) vor. Das Schloss Pichl in Mitterdorf im Mürztal ist eine ehemalige Burg aus dem Mittelalter. Alle diese Namen haben etwas mit einem Hügel zu tun. - Ein kleiner Stammbaum von Ludwig Pichl, geb. 4.4.1881 aus Egerland in Böhmen ist unter http://www.m-kummer.de/ dargestellt.

In Norddeutschland gibt es die Redensart: Man muss dir oft ins Bichsle blasen. (Man muss durch Geschenke nachhelfen, wenn er etwas tun soll). Und in Schwaben kann man hören: "Der hat doch sei Bichsle gar net ronderglasse" (er hat seine Kleider nicht ausgezogen).

Familien mit dem Namen Bichsel gibt es auch in Schweden, beispielsweise in Sandviken, Skjärplinge und Uppsala. Es handelt sich um Schweizer, die nach Schweden ausgewandert bzw. ein paar Jahrhunderte später wieder rückgewandert sind; mindestens teilweise sind sie in Rüegsau heimatberechtigt.

Peter Bichsel, geb. 1.1.1669, von Sumiswald, der Sohn von Daniel, geb. 1622 und der Lucia Fankhauser, ist nach Rüegsau gezogen, weshalb dieser Stamm seit 1699 dort weiter geführt wird, demnach ursprünglich auch zur Sumiswalder-Linie gehörte.

Der wohl bekannteste zeitgenössische Namensvetter ist der Schriftsteller Peter Bichsel, geb. 24.3.1935. Er ist heimatberechtigt in Busswil bei Melchnau/BE, wohnt in Bellach/SO und erhielt im Jahre 2004 den Ehrendoktor der Theologie der Universität Basel. Er ist mit der Sumiswalder-Linie nicht direkt verwandt. Recht gut bekannt ist auch der Schauspieler und Clown Ueli Bichsel aus Zürich.

 

Entlebucher-Linien mit Stammbäumen

Im Gerichtsarchiv von Entlebuch im Kanton Luzern befindet sich das Geschlechterverzeichnis von 1688, welches rund 100 Familiennamen enthält, deren Angehörige damals als vollwertige Bürger des Entlebuchs mit allen Rechten und Pflichten galten. Darunter ist auch der Name Bichsel zu finden, doch waren diese Vorfahren nie dort heimatberechtigt. In der Gemeinde Romoos (in der Nähe von Entlebuch – an der Ostflanke des Napfgebietes und an der grossen Fontanne gelegen, wo früher unrentabel Gold gewaschen wurde und heute eine touristische Attraktion darstellt) wohnen auch im 21. Jahrhundert noch Familien mit dem Namen Bichsel, welche während der Reformationszeit dort zugezogen sind und immer noch den Heimatort Eggiwil besitzen. –

Eine andere Sippe, welche den Heimatort Hasle bei Burgdorf besass, zog anfangs des 17. Jahrhunderts nach Schüpfheim. Doch schon nach relativ kurzer Zeit verliessen einige Mitglieder und gegen Ende des 17. Jahrhunderts alle Bichsel-Familien wieder das Entlebuch und gingen ins Elsass, nach Deutschland oder England. Nachstehend folgen die bisher ermittelten Ahnenreihen:

Generation1:

Peter Bichsel, geb. um 1568 und Anna Aeschbacher, geb. um 1570, Heirat 11.1.1591 in Lützelflüh. Kinder: Hans, geb. 21.5.1592, Barbara, geb. 18.11.1593, Peter, geb. 14.2.1595 und Elsbeth, geb. 20.2.1597 sowie Brigida, geb. um 1600, Heirat 16.10.1621 in Schüpfheim mit Otmanus Wycky. Zudem hat eine Anna Bichsel um 1614 angeblich einen Ulli Schruffenegger in Schüpfheim geheiratet (dieser Name existiert zumindest heute in der Schweiz nicht, hingegen gibt es im Entlebuch einen Felskamm, der Schrattenfluh heisst und auf dieser Egg hat vermutlich ein Ulli gewohnt).

Generation 2:

Hans (meist Joannes genannt) Bichsel, geb. 21.05.1592, 1. Heirat mit Elsbeth Wicki, 2. Heirat am 14.02.1634 mit Margaretha Bieri, geb. 23.01.1617, wohnhaft in Schüpfheim, Kinder:
Anna, geb. 22.11.1617
Margret, geb. 30.07.1619, Heirat 19.11.1646 mit Casparus Limacher
Petrus, geb. 07.01.1623, vermutlich Heirat mit Verena Haas, geb. 29.03.1621, Tochter Anna Maria, geb. 04.05.1652
Catharina, geb. 20.09.1624
Verena, geb. 07.03.1627, ev. Heirat 1667 mit Georg Salzmann, geb. 1629 aus Eggiwil
Mathias, geb. 25.02.1628
Joannes, geb. 07.04.1630, getauft 31.10.1632 in Escholzmatt (vermutlich früh gestorben)
Christophorus, geb. 12.02.1632, Heirat 16.08.1656 mit Anna Bircher, geb. 1630, von Frutigen/BE; (es sind keine Nachkommen bekannt).
Joannes, geb. 15.03.1635, Heirat mit Maria Limacher, Datum unbekannt
Udalricus (Ulli), geb. 04.11.1636, Heirat mit Margaretha Reck, geb. 1643, von Schüpfheim
Nicolaus, geb. 25.02.1638

Bei den Mormonen wird zudem ein Hans Bichsel, getauft 29.05.1617 in Schüpfheim erwähnt und als Eltern Hans Bichsel und Elsbeth Fuss (ohne weitere Angaben) genannt.

Peter (meist Petrus genannt) Bichsel, geb. 14.2.1595; wohnhaft in Schüpfheim. Er war mit Sicherheit zweimal, vermutlich sogar dreimal verheiratet, weil nicht nur Margaretha Felder (Fälder), Heirat 3.10.1622, sondern auch eine Barbara Felder als Ehefrau genannt werden. Eine weitere Frau war mit Sicherheit Anna Wespi, Heirat am 21.10.1631. Kinder:
Petrus, geb. 06.10.1624, Heirat Febr. 1655 mit Salome Leman (kein Geburtsdatum bekannt)
Ulrich, geb. 20.06.1626
Elisabeth, geb. 05.04.1630
Maria, geb. 23.02.1632 (offenbar sind alle 4 Töchter mit dem Vornamen Maria bei oder kurz nach der Geburt gestorben)
Maria, geb. 19.07.1634
Margaretha, geb. 04.05.1635
Melchior, geb. 1636, Heirat (vermutlich 1663) mit Johanna Emmenegger, geb. 1640 von Schüpfheim
Anna, geb. 21.12.1636
Maria, geb. 30.07.1638
Casparus, geb. 19.05.1639, Heirat mit Eva Kreit, wohnhaft in Schüpfheim, Kinder:
Maria, geb. 30.06.1641
Maria, geb. 29.10.1642 (eine Maria Bichsel hat 1681 Egidus Dalman in Marbach geheiratet)

Generation 3:

Joannes Bichsel, geb. 15.03.1635 und Maria Limacher, Schüpfheim, Kind: Joannes, geb. 29.031671 in Schüpfheim, Heirat 30.051692 mit Margaretha Müller in Schüpfheim


Udalricus (Ulli) Bichsel, geb. 04.11.1636 und Margaretha Reck, Schüpfheim, Kinder:
Brigita, geb. 20.05.1664
Joannes, geb. 1672 (die Zuordnung ist nicht garantiert, es kann sich auch um Joannes, geb. 29.03.1671 handeln)

Petrus Bichsel, geb. 06.10.1624 mit Salome Leman, Schüpfheim, Kind:
Joannes, geb. 28.07.1657.
 

Melchior Bichsel bzw. Bixel, geb. 1636 mit Johanna Emmenegger von Schüpfheim, wohnhaft in Schüpfheim und in Glashütte Elsass, Kinder:
Melchior, geb. 07.01.1664, Heirat mit Anna Maria Wermelinger, Heimatort Wolhusen (es fehlen vorläufig die direkten Nachkommen)
Joannes, geb. 27.07.1665 (vermutlich 1665 gestorben)
Maria, geb. 07.09.1668
Andreas, geb. 01.12.1677
Joannes, geb.1678  

Casparus Bichsel, geb. 19.05.1639, Heirat 16.10.1662 mit Eva Kreit, geb. 27.11.1640 in Schüpfheim (gemäss den Mormonen wird eine Heirat mit Petrus Bichsel erwähnt, was nicht stimmen kann, denn bei den nachstehenden Kindern werden die hier genannten Eltern vermerkt), Kinder:
Anna Maria, geb. 26.01.1665
Casparus, geb. 11.01.1668 (möglicherweise ist er identisch mit Gasparus Bixel, geb. um 1677, wohnhaft in Marmoutiers Elsass, Heirat um 1697 mit Suzanne Underfinger, geb. 1677; Sohn Jacques, geb. 1698)
Maria, geb. 18.10.1670
Catharina, geb. 18.03.1673 (eine Catharina Bixler hat am 22.2.1691 Joannes Ginther in Endingen Freiburg D geheiratet)
Joannes, geb. 10.03.1675, vermutlich Heirat um 1696 mit Catharina Küng, geb.13.10.1674 von Wolhusen.
 

Generation 4:

Joannes Bichsel geb. 10.03.1675, Heirat mit Catharina Küng, Kinder:
Joannes Melchior, geb. 23.01.1697
Petrus, geb. 28.02.1698
Franciscus Antonius, geb. 14.07.1699
Dorothea, geb. 24.06.1700
Martinus, geb. 19.08.1701, Heirat mit Catharina Widman, vermutlich geb. 25.07.1701 in Colmar F, wohnhaft in Riedlingen Württemberg D, Tochter Anna Maria, geb. 1739
Catharina, geb. 24.08.1702
Nicolaus, geb. 07.10.1703.

 

Zum Täufertum in der Schweiz und die Hugenotten in Frankreich

Der oben erwähnte Karl Büchsel berichtet ausführlich über die Täufergemeinden im Emmental , die besonders im 16. Jahrhundert heftig bekämpft wurden. Insbesondere in den Orten Signau, Sumiswald und Trachselwald war das Täufertum stark verbreitet und überall gehörten Mitglieder mit dem Familiennamen Bichsel dazu, vermutlich auch der genannte Hanns (nach damaliger Schreibweise), der nach Berlin auswanderte. Am 17.8.1533 meldete der Landvogt von Sumiswald nach Bern, dass die Täufer „ohne Unterlass in ihrer Wirksamkeit fortfahren.“ Die Gemeinden Sumiswald und Dürrenroth wurden deshalb 1533 verwarnt. –

Aus der religionssoziologischen Untersuchung von Paul Peachy, Karlsruhe 1954, "Die soziale Herkunft der Schweizer Täufer in der Reformationszeit", ist vor allem folgendes zu entnehmen: Das Täufertum hatte seinen Ursprung in den geistlichen und religiösen Reformbestrebungen des frühen 16. Jahrhunderts und entstand nach dem Bauernkrieg. Es ging in Zürich besonders von den Humanisten F. Manz und C. Grebel (Pfarrer) aus. Die täuferischen Gedanken drangen von dort zu den Handwerkern und dann zu den Bauern. Dabei spielten persönliche Beziehungen von Bekannten und Verwandten eine grosse Rolle. In den Städten bildeten sich vorerst kleine Kreise, die durch Unterdrückung oft gesprengt wurden. Manchmal haben die Mitglieder ihre Zugehörigkeit zu den Täufern widerrufen, denn sonst wurden sie gefangen gehalten oder mussten fliehen. Unter ihnen bestand ein starker Zug zum freiwilligen Teilen, wenn Not vorhanden war.

Im Kanton Bern war das Täufertum - im Gegensatz zu Zürich - eine Art Neubelebung des Waldensertums (ursprünglich eine nach dem Vorbild Jesu in Armut lebende Lebensgemeinschaft). Nicht nur die Kindertaufe, sondern auch der Eid und die Obrigkeit (Macht der Finsternis) wurden abgelehnt. Die Täufer wollten deshalb eine neue christliche Gemeinschaft begründen. Die damalige Obrigkeit empfanden sie nicht als christlich (im Gegensatz zu den Reformatoren, welche annahmen, dass sich Kirche und Volk decken). Die Täufer gingen gingen nicht mehr zur Kirche und liessen sich von ihren eigenen Vorstehern trauen, was zusätzliche Probleme nach sich zog.

Einer der ersten Berner Märtyrer war Konrad Eicher aus Steffisburg. Er wurde erstmals 1529 - wie auch im Jahre 1930 - gefangen genommen und man nahm ihm seine Bücher ab. Im Kanton Bern haben sich vor allem Bauer als Prediger betätigt, z. B. Hans Haslebacher, Hans Lüthi, Hans Reif und Moritz Losenegger (Haslebacher und Losenegger wurden hingerichtet). Im Jahre 1537 wurde auch Ulrich Bichsel aus Hasle in Bern hingerichtet  (aus Geschichte der Bernischen Täufer“ von Ernst Müller, Frauenfeld 1895).

Im Bernischen Täufermandat vom 8.9.1670 wurde festgelegt, dass alle Täufer das Land innerhalb von 14 Tagen zu verlassen hätten. Zudem wurde angedroht, dass die Personen mit Gewalt über die Grenze abgeschoben oder dauernd gefangen genommen würden, wenn sie sich widersetzten. Deshalb erfolgte kurz darauf eine Auswanderung von etwa 700 Täufern aus dem Kanton Bern. Sie gingen vor allem in den Jura, ins Elsass und in die Pfalz. Unter diesen Personen sind mehrere mit dem Namen Bichsel aufgeführt, insbesondere Andreas Bichsel aus Langnau, ein Bichsel aus Reisiswil und acht aus Eggiwil. Im November 1731 werden in der Oberpfalz (Nähe Mannheim) verschiedene Taufgesinnte aus der Schweiz mit Namen genannt, beispielsweise ein Samuel Böchtel als Diener der Gemeinde und Markus Frätz sowie Hans Bächtel als Diakonen in Unter-Gämbfer. –

Der im Heimatland Frankreich vertriebene Johannes Calvin (er war vor allem in Strasbourg tätig) floh im August 1530 nach Genf, wo er zum Reformator wurde. Seine Mission hatte grossen Einfluss auf den Adel in Frankreich und auf wallonische Persönlichkeiten in den Niederlanden.

In Frankreich setzte König Heinrich II. (1547 - 1559) die Repression seines Vaters Franz I. gegenüber den Hugenotten (Protestanten) verstärkt fort. (Der Begriff "Hugenotten" geht auf "aignos" = "Eidgenosse" zurück, weil sie sich zur Lehre des in Genf wirkenden Reformators Johannes Calvin bekannten.) Im Jahre 1562 brach der Erste Hugenottenkrieg mit dem Blutbad von Vany aus.  1567 wollte Fürst Heinrich von Condé mit Hilfe von deutschen und auch schweizerischen Söldnern Katharina von Medici die Regentschaft entreissen, was jedoch misslang (2. Hugenottenkrieg). Der Dritte Hugenottenkrieg (1568-1570) führte zu grösseren Kämpfen und die Hugenotten wurden am 13.3.1569 in der Schlacht von Jarnae besiegt. In der sog. Bartholomäusnacht im August 1572 wurden in Paris etwa 30'000 Hugenotten ermordet. 

Unter Heinrich III. gingen die Bürgerkriege nach 1574 weiter. Der König schwankte zwischen den Hugenotten und den Katholiken (Habsburger in Spanien), wurde entmachtet und 1589 ermordet.

Heinrich IV. wurde am 13.12.1553 in Pau (Pyrenäen) als Sohn des katholischen Herzogs von Vendôme, Anton von Bourbon, und der protestantischen Königin von Navarra, Jeanne d'Albret, geboren. Unter seiner Grossmutter Margarete hatte sich das Königreich Navarra zum Sammelbecken der Protestanten und religiösen Reformer entwickelt. Heinrich IV. konnte den Thron jedoch erst besteigen, nachdem er zum Katholizismus konvertierte und  weitere Hugenottenkriege stattgefunden hatten, welche schliesslich zum nationalen Krieg gegen Spanien führten. Das Edikt von Nantes beendete 1598 die Hugenottenkriege und die Hugenotten bekamen eine beschränkte religiöse Toleranz; sie wurden Bürger zweiter Klasse.

Unter Ludwig XIV. begannen 1669 neue Repressionen gegen die Hugenotten. Im Edikt von Fontainebleau wurde der Protestantismus in Frankreich verboten. Mehr als 250'000 Hugenotten wanderten aus Frankreich aus.

In den Cevennen wurden die Hugenotten Kamisarden genannt. Es handelte sich vor allem um Waldenser, welche sich im 16. Jahrhundert der Reformation angeschlossen hatten. Sie führten ab 1685 einen Partisanenkrieg, nachdem Ludwig XIV. das Edikt von Nantes und dasjenige von Fontainebleau zurückgenommen hatte. Die Kamisarden wurden in der Folge stark unterdrückt und öfter bei ihren Gottesdiensten überfallen und ermordet; diese vergalten Gleiches mit Gleichem. Im April 1705 wurde der Aufstand der Kamisarden beendet und die letzten Aufständischen hingerichtet.

 

Verschiedene Familiennamen 

Zum Familiennamen Bixler Becksel und Bicksler sowie zur Ahnenforschung im Elsass

Den Familiennamen Bixler gibt es nicht nur in Amerika, sondern er ist auch im Heiratsregister der evangelisch-lutherischen Pfarrei Luthersbrunn in Deutschland zwischen 1798 und 1871 vermerkt. Einen Stammbaum von Hans Bichsel, geb. 1560, von Eggiwil und den vielfältigen Nachfahren mit den Familiennamen Bixler und Pixler in Amerika gibt es im Internet unter home.att.net/~sewing1243/Bichsel.htmJohn Bixler, der eigentlich Hans Bichsel hiess, aus Eggiwil stammte, am 04.02.1700 geboren wurde und in 1. Ehe mit Katharina Wägeli und in 2. Ehe mit Magdalena Krähenbühl verheiratet war, emigrierte 1725 nach Amerika und starb dort im März 1765 in Manheim, Pennsylvania.

In der Medizin ist das Bixler-Syndrom bekannt (Becken-Anomalie, Breitschädel und flacher Hinterkopf, Missbildung der Hand in Form einer bleibenden Beugestellung eines oder mehrerer Finger, angeborene Herzkrankheit etc.). Die Anomalie wurde erstmals von Antley Bixler in den USA beschrieben.

Dave Bixler hat das Buch „MCSE Training Guide Windows 2000 Network Infrastructure“ geschrieben, welches auch in deutsch erhältlich ist. - Die Autorinnen Susan Bixler und Lisa Scherrer Dugan haben das Buch „ 5 Steps to Professional Presence: How to Protect Confidence, Credibility at Work“ (in der deutschen Uebersetzung: Handle, denn es küsst dich niemand wach!“) verfasst.

Unter http://genforum.genealogy.com/bixler/ ist das Bixler Family Genealogy Forum in Provo, UT 84604 USA zu finden. Aus der Homepage ist u.a. zu entnehmen, dass ein John Bixler (Bichsel) von Bern um 1750 nach Polk country P.A. emigrierte und an anderer Stelle wird erwähnt, dass die Bichsel/Bixler-Linie von Hans Bichsel in Eggiwil/BE abstamme. Zu ergänzen ist, dass Richard Davis in Utah auch eine Bixler- Linie in Langnau im Emmental erwähnt (es dürfte sich um den letzten Wohnort vor der Emigration handeln, denn in Langnau waren nie Familien mit dem Namen Bichsel heimatberechtigt.) Dieser Ort gehört heute zum Amtsbezirk Signau.

Vereinzelt hat sich der Name Bichsel in den USA zu Bicksel (in Oregon) und zu Becksel (California und Nebraska) gewandelt. Die Nachfahren von Daniel Bixler in Bethel Township, Pennsylvania USA nannten  sich Bicksler.

Zur Ahnenforschung im Elsass, insbesondere zu Bixel und Büchsel, sind im Internet unter http://alsachat.net/wiki/index.php/donald313 ausführliche Hinweise zu finden, wobei aber verschiedene Vermutungen nur teilweise zutreffen. Genealogical Database Network (http://gw.geneanet.org/index.php3?b=jmfischer ) erwähnt u.a. zu Histoire local  einen Jean Bixel mit seinen Kindern, welcher mit Annemarie Schoenauer, 1727-1767, verheiratet war. Die Bixel und Buxel im Elsass und in Württemberg haben etwas andere Wurzeln als die Büchsel in Deutschland. Die bisherigen Nachforschungen haben ergeben, dass es sich um Nachfahren der Eggiwiler-Linie handelt. –

Das Elsass war eigentlich über Jahrhunderte immer Grenzgebiet und wurde in viele Kriege verwickelt. So wurde es1639 weitgehend von Frankreich erobert, um zu vermeiden, dass es in die Hände der spanischen Habsburger fiel. Als die Feindseligkeiten durch den Westfälischen Frieden im Jahre 1648 beendet waren, kam das Elsass - mit Ausnahme einiger Freistädte - zu Frankreich. Insbesondere aus dem Kanton Bern flohen viele Täufer zwischen 1670 bis 1711 ins Elsass; Strassburg wurde zu einem Zentrum der sog. frühen Wiedertäufer-Bewegung. Verschiedene Kriege wie Pfälzer-, Spanischer- und Österreichischer Erbfolgekrieg, verbunden mit Naturkatastrophen, Hungersnöten und Überbevölkerung veranlassten im 18 Jahrhundert mehrere zehntausend Elsässer zur Auswanderung. Mit der Französischen Revolution im Jahre 1789 erfuhr das Elsass eine Aufteilung in die beiden Departemente Ober- und Unterrhein. - Nach dem Deutsch- Französischen Krieg von 1870-1871 musste Frankreich weite Teile des Elsass an das damalige Deutsche Reich abtreten. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) wurde das Elsass jedoch wieder von Frankreich einverleibt, um dann 1940 wieder von Deutschland annektiert zu werden. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges gehört das Elsass wieder zu Frankreich. Diese Aufzählung soll beleuchten, weshalb viele Flüchtlinge später ihre vorübergehende Heimat wieder verlassen mussten.

Im Telefonbuch der Schweiz von 2005 findet man einen einzigen Bixel als Generalunternehmer in der Stadt Bern, der eigentlich Bichsel heisst und den neuen Namen zur besseren Verständigung im internationalen Gebrauch verwendet.  

 

Buxcel in Romainmôtier

Gemäss dem sog.“Livre’d’Or des Familles Vaudoises“ sind die Buxcel seit 1598 Bürger der Gemeinde Romainmôtier. Die ersten Zuzüger stammten seinerzeit aus Signau/BE, besassen den Heimatort Eggiwil und hiessen selbstverständlich Bichsel. Vertreter dieses Namens sind im 19. Jahrhundert nach Bessarbien und Russland ausgewandert. Informationen über ihren Grossvater Jean-Louis Buxcel und ihren Vater Henri Buxcel, Weinbauern in Chabag/Bessarabien sowie ihren Onkel Henri Buxcel berichtet Herta Büxel (siehe Russlandschweizer-Archiv der Universität Zürich). Den Familiennamen Buxcel gibt es heute nicht nur an verschiedenen Orten in der Romandie, sondern auch in der Deutschschweiz.  

 

Büxel in Nordrhein-Westfalen und Büchsel in der Pfalz etc.

In der Doppelstadt Rhena-Wiedenbrück, an der oberen Ems, zwischen Paderborn und Münster gelegen, gibt es nachweislich den Familiennamen Büxel seit anfangs des 17. Jahrhunderts. Heute findet man den Namen Büxel zudem in Aachen, Beelen, Bielefeld, Bonn, Borgholzhausen, Dortmund, Gütersloh, Halle, Hannover, Herzebrock, Köln, Leipzig, Lünen, Mannheim, Waltrop etc. Folgt man den Ahnenreihen, so fällt auf, dass immer wieder die Vornamen Conrad, Heinrich, Johann und Johannes auftauchen, wobei sich inzwischen Heinrich zur Kurzform Heinz gewandelt hat. Diese alten Vornamen findet man auch im ehemaligen Dorf Gräfenhausen, einem heutigen Stadtteil von Weiterstadt in der Nähe von Darmstadt. Im Buch „750 Jahre Gräfenhausen“ (nach Manfred Härtel) wird u.a. 1680 ein Johan Conrad Böchsel, 1711 ein Johann Heinrich Büchsel und 1719 ein Henrich Büchsel  erwähnt. Diese Ahnen stammten ursprünglich aus dem Emmental, hiessen Bichsel  und sind über den Jura ins Elsass und dann weiter in Deutschland nach Norden gezogen. Die genaue Herkunft ist vorläufig noch unklar.

Im Dorf Suderwick, in der Nähe der Stadt Bocholt,  im Bezirk Münster in Nordrhein-Westfalen tauchte anfangs des 19. Jahrhunderts eine Familie Van Buxel auf, welche vermutlich aus der Nähe von Wadersloh oder aus Holland stammen musste.

Im Kirchspiel Wadersloh, Amt Stromberg in Nordrhein-Westfalen ist in der sog. Willkommschatzung (eine Art Steuerliste) aus dem Jahre 1498 eine Familie Schulte to Buxel mit 7 Personen aufgeführt. Eine solche Schatzung wurde in der Regel beim Amtsantritt eines neuen Landesherrn ausgeschrieben. Die Pfarrer erstellten Listen über die zur Kommunion zugelassenen Pfarrmitglieder (ab 12 Jahre)., welche eine Kopfsteuer zu entrichten hatten. Dieses und weitere Dokumene belegen die Annahme, dass sich der Name Bexell oder Bichsel in bestimmten Gegenden Deutschlands bereits im Mittelalter zu Buxel gewandelt hatte.  

 

Bixel, Buxel und Buchsel sowie Baxall, Baxell, Baxshell etc.
in England

Im Distrikt Blaby, das zur Grafschaft Leicester in England gehört, ist urkundlich festgehalten, dass sich ein William Bixel, geb. 1567 am 8.11.1592 mit Anni Skevington verheiratet hat. Und die Heirat eines anderen William Bixel ist am 9.6.1783 in Aston, Worcester vermerkt. Es ist naheliegend, dass es sich um Vorfahren aus dem Emmental handelte, wobei der Familienname je nach Gegend und Zeit anders geschrieben wurde. Als Abwandlungen von Bixler sind in England u.a. auch die Namen Bickley, Bickle, Bickler, Bickleigh, Bigley, Bigly, Biglay etc. bekannt. Diese Namen tauchten teilweise später auch in Amerika auf. –    

Die Namen Baxall, Baxell, Baxshall, Baxhell, Baxhill, Beckshall wie auch Besall, Besell, Bexell, Bezell, Bizell, Bizell, Bocksell, Bockshall oder auch Buckshall, Bucksall, Bucksell,  Buxall, Buxcel. Buxell findet man bereits vom 16. Jahrhundert an in England (vor allem in den Grafschaften Sussex Surrey und Kent),  Baxall gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch in den USA. Die Nachfahren von William Baxhell, geb. 24.2.1567, der sich am 8.11.1792 mit Annie Skevington verheiratete, nannten sich Bixel. Die Vorfahren in den Grafschaften Stafford, Warwick und Worcester hiessen in der Regel Bisel, Bissell,, Bixell oder Byssell.

Den Namen Bixel findet man jedoch auch im Elsass ab1765, in Württemberg Deutschland ab 1820 und in Amerika ab 1840. Bei diesen allen weisen die Wurzeln eindeutig auf Vorfahren aus dem Emmental hin. Als erster Buxell tauchte in Canterbury, in der Grafschaft Kent in England, Jacob auf. Ob es sich bei ihm um einen Sohn von Ulrich Bichsel und Anna Hebysen aus Eggiwil, geb. 18.1.1650 handelte, konnte noch nicht bewiesen werden. Er hat sich am 23.8.1681 mit Elizabeth Moon und am 07.01.1689 mit Abigail Van Aker verheiratet. Aus einer dieser Verbindungen muss ein Benjamin stammen, der sich mit einer Anna verheiratete, welche den Sohn Jacob, geb. 6.12.1706 zeugten. Ein Abraham Buxell (wahrscheinlich auch ein Sohn von Jacob dem älteren) hat sich am 29.05.1705 mit einer Mary Baller in Canterbury, verheiratet. Er hat verschiedene Nachkommen in dieser Gegend hinterlassen, die sich teilweise Buxel nannten. Jedenfalls hat sich ein Isaac Buxel mit seiner Familie um 1730 in Ramsgate, Kent, niedergelassen. Schon auf Grund dieser Vornamen muss es sich um Täufer aus dem Emmental gehandelt haben.

Gemäss einer Schiffsliste aus Rotterdam (siehe Hinweis im Internet zur Genealogie von Augustine Voshell) ist August Buchsel (50-jährig) im Juni 1709 aus der Pfalz mit seiner grossen Familie (seine Söhne waren damals 25-, 22-, 20-, 16-, 12-, 8- und einjährig) und andern Auswanderern nach England übersiedelt. Die genaue Herkunft konnte bisher nicht ermittelt werden. Der Name Buchsel existiert noch heute nicht nur in Grossbritannien, sondern auch in Italien, Amerika und anderswo. Es handelt sich um Nachfahren der Bichsel aus dem Emmental.

 

Bisel, Bissell, Bessell, Bissill ,Byssell und Bicksler in England und Amerika

Wohl anfangs des 16. Jahrhundert sind Emmentaler-Bichsel vorerst ins Elsass und dann nach England ausgewandert und haben dort den Familiennamen Bissell, Byssell (diese Namensform kommt nach 1640 nicht mehr vor) oder Bessell angenommen. Woher sie genau stammten, konnte bisher nicht ermittelt werden. Es fällt bei ihnen auf, dass manche Vornamen aus dem Alten Testament trugen und deshalb mit grosser Wahrscheinlichkeit zu den Täufern gehörten. Vereinzelt kommen die Namen Bisel, Bisell und Bissell auch in der Schweiz, Bisel auch in Deutschland und Frankreich (Elsass) vor.

Amerikanische Familienforscher (einer heisst Roger Bissell) gehen davon aus, dass die Bissell um etwa 1570 als Hugenotten von Frankreich aus in England einwanderten und ein Teil davon anfangs des 17. Jahrhunderts (Kapitän John Bissell, geb. 1591) nach Amerika übersiedelten. Zutreffend ist, dass John Bissell, geb. 30.10.1591, sich im Jahre 1625 mit Mary Drake in England verheiratete und seine Kinder teilweise in England, aber mehrheitlich in Amerika zur Welt kamen. Bissell, Bessell oder Byssell sind jedoch eindeutig keine französischen Geschlechter und kamen vermutlich über das Elsass nach England. Zwar geht der Begriff "Hugenotten" auf "aignos" = "Eidgenosse" zurück, weil sie sich zur Lehre des in Genf wirkenden Reformators Johannes Calvin bekannten. Die von amerikanischen Genealogen aufgestellte These, dass die Einwanderung der Bissell in England im Zusammenhang mit der Bartholomäusnacht in Paris stehe, kann nicht zutreffen, denn diese fand im August 1572 statt, die Einwanderung fand gemäss nachstehenden Angeben jedoch schon um 1550 statt. 

Bei den Einwanderern in England muss es sich um Geschwister oder nahe Verwandte gehandelt haben, die alle um 1530-1540 geboren wurden. Es sind folgende Vornamen bekannt:  Anne, geb. 1546 (Heirat 14.2.1567 mit Thomas Pendleton in Warwick), Elizabeth (Tochter des Nicholaus), geb. 9.4.1554 in Warwick, Hans (John, dieser hatte drei Söhne: William, geb. 1560, John geb. 1564 und George, geb. 1564 in Worcester), Henry, (Heinrich mit Sohn Anthony, geb. 1561), Robert (oder Richard genannt, Heirat am 27.9.1555 mit Avis Hawkes in Warwick und Sohn Richard, geb. 1559), Simon (mit Tochter Marie, getauft am 28.10.1563 in Cambridge) und Thomas (Heirat 20.4.1566 mit Joan Lye in Warwick). Ein William Bissell hat sich am 4.10.1567 in Warwick mit Margaret Short verheiratet und am 1.7.1564 ging Margaret Bysell eine Ehe in Worcester ein. Zudem wird ein John Bissill erwähnt, der am 16.12.1565 in Cambridge den Sohn Thomas taufen liess und am gleichen Ort wurde am 20.01.1571 die Tochter Christiane geboren. In England und Amerika gibt es je einige tausend Nachfahren. Hinweise dazu findet man beispielsweise mit dem Titel "Bissell Histories & Mysteries" unter http://members.aol.com/BissellGenealogy/BHAMI2-3a.html

 

Bichsel in Schaffhausen und in der Ostschweiz

Den wohl ältesten Eintrag über den Familiennamen Bichsel findet man in der Schweiz im Bürgerbuch der Stadt Schaffhausen. Darin ist festgehalten, dass ein Vertreter dieses Namens schon vor 1392 dort war und seine Steuern bezahlte. Ueber ein allfälliges Bürgerrecht ist in diesen Unterlagen nichts zu finden und es ist auch kein Vorname vermerkt. Es liegt deshalb die Vermutung nahe, dass die Bichsel aus dem Emmental wahrscheinlich dem Rhein entlang über Schaffhausen ins Bernbiet gekommen sind.

Gegenwärtig gibt es zwar noch einen Ernst Bichsel, wohnhaft in Schaffhausen, der jedoch in Hasle bei Burgdorf heimatberechtigt ist. Dieser Stamm ist bereits seit Anfang des 16. Jahrhunderts nachweisbar. - Am 11. November 2004 konnte Erika Bichsel, eine „Schaffhauserin“, den 100. Geburtstag in einem Altersheim in Neuhausen feiern.  

An verschiedenen Orten in der Ostschweiz ist der Name Bichsel bekannt. Die meisten stammen von einer grossen Familie, welche anfangs des 20. Jahrhunderts von Deutschland in die Schweiz zurückkehrte und in Eggiwil heimatberechtigt ist. In der erstellten Datenbank stellen sie die 11. Generation dar. Von den acht Brüdern (es fehlen vier Schwestern) gibt es eine Fotographie (siehe Link "Familiennamen"), welche vermutlich gegen 1930 entstanden ist. Sie heissen in der oberen Reihe von links nach rechts: Ernst, Jakob, Gottfried und Christian Bichsel; in der unteren Reihe: Karl, Fritz, Hans und Samuel Bichsel.

 

Bexel bzw. Bexell und Bexelius sowie Bäckselius, Backman,  Backström und ähnliche Namen aus Schweden

Im Historisch-Biographischen Lexikon der Schweiz aus dem Jahre 1924 steht zum Familiennamen Bichsel folgender kurzer Vermerk: „Im Kanton Bern, Emmental, weit verbreitetes Geschlecht, nach einer Familientradition aus Schweden eingewandert, wo noch das Geschlecht Bexel vorkommt.“

Vor etwa 50 Jahren hatte ich in der Bibliothek der Kaufmännischen Berufsschule in Rheinfelden ein altes ähnliches Lexikon in den Händen, das nach meiner Erinnerung ausführlicher die Verbindung von Bichsel – Bexel(l) beleuchtete. Leider existiert das Buch nicht mehr. Vermutlich wurde es bei einem Umzug der Schule entsorgt. Bisher blieb das Suchen nach diesem Dokument  in andern Bibliotheken erfolglos, denn dies ist äusserst schwierig, weil weder der genaue Titel noch die Autoren bekannt sind.

Unsere männlichen Vorfahren stammen mit recht grosser Sicherheit ursprünglich aus Schweden, obwohl  in unserer Verwandtschaft  keine blauäugigen und blonden Personen bekannt sind. Es müssen deshalb auch noch andere familiäre Wurzeln eine wichtige Rolle spielen. Verschiedene Bichsel-Gesichter mit bräunlichen Augen und dunklen Haaren erinnern sogar eher an Vorfahren aus Kaukasien (Region Schwarzes Meer) oder aus dem Gebiet des Roten Meeres. Gesicherte Hinweise waren jedoch bisher nicht zu finden. Haben vielleicht schon Wikinger bei ihren Kreuzzügen an südländischen Frauen Gefallen gefunden? Die Wikinger bauten Kielboote mit Segel und Ruder ab etwa dem Jahr 850. Nach Berichten tauchten ihre Drachenschiffe wie aus dem Nichts auf und ebenso schnell verschwanden sie wieder. Mit dem beginnenden 12. Jahrhundert mussten sie sich im Mittelmeergebiet auf kleine Gebiete in Unteritalien und auf Sizilien zurückziehen.

Es fällt auf, dass in Schweden Namen aus dem alten Testament recht häufig vorkommen, wie Abraham, Daniel, David, Isak, Johan(n), Jacob, Samuel etc. Daraus entstanden die Familiennamen Abrahamsson, Danielsson, Davidsson, Isaksson, Jacobsson, Johan(n)sson, Samuelsson bzw. Abrahamsdotter, Danielsdotter, Davidsdotter, Isaksdotter, Jacobsdotter, Johan(n)sdotter, Samuelsdotter etc. Auch bei den Bichsel aus dem Emmental findet man diese Vornamen in früheren Jahrhunderten häufig, was wohl nicht zufällig ist.

Gesichert ist jedenfalls, dass es die Familiennamen Bexell und Bexelius nach wie vor an verschiedenen Orten in Schweden gibt, gemäss schwedischem Telefonbuch sind im Jahre 2005 rund 300 Eintragungen mit dem Familiennamen Buxell und etwa 160 mit dem Namen Bexelius aufgeführt. Der erstgenannte  existiert auch in Amerika, wo er sich zum Namen Bexel gewandelt hat (z.B. pharmazeutische Produkte, Biotechnologie, Video Produktionen etc.); er kommt auch in Deutschland und in anderen Ländern vor. Die Auswanderung der Schweden nach Amerika begann nach 1840. Viele Menschen (vor allem aus ländlichen Gegenden) zogen fort, um den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen, der religiösen Unterdrückung oder der politischen Unzufriedenheit zu entfliehen. – An der Universität von Lund in Schweden heisst der gegenwärtige Rektor Göran Bexell (zusammen mit C.-H. Grenholm hat er u.a. ein Buch über Arbeitsethik und das Lehrbuch „Teologisk Etik“ verfasst) und unter http://home.swipnet.se/~w-61243/0002/333.htm#806 sind verschiedene Biographien mit den Familiennamen Bexelius und Bexell aufgeführt, der älteste mit Namen Daniel Bexell, geb. 1731 und gestorben 1798 (siehe auch weiter unten).  Sein Stammbaum wird im Internet u.a. unter http://home.swipnet.se/~w-61243/0001/1847.htm und http://home.swipnet.se/~w-61243/0001/182.htm dargestellt.  

Der Familienname Bexelius tauchte in Schweden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf. Der älteste bekannte Vertreter dieses Namens ist Johan Bexelius, geb. 26.1.1782, gest. 31.10.1840 in Lövånger. Sein Vater hiess  Anders Bäckselius, (manchmal wird auch Bäckzelius als Schreibweise gewählt) geb. 1732 und gest. 1789 in Piteå, welches gut 100 km nördlich von Lövånger entfernt am Bottnischen Meerbusen liegt. Anders war mit Magdalena Laestadius, geb. 1749, verheiratet. Seine Vorfahren hiessen Anders Andersson, Bauer in Innanbäck(en), und Karin Jönsdotter. Der Familienname Bäckselius existiert heute nicht mehr in Schweden. Ein Unteroffizier, geb. um 1655, welcher ebenfalls in Innanbäcken wohnte, nannte sich Johan Jönsson Bäck.

Interessant scheint mir auch die Entstehung des Familiennamens Bäckman zu sein. Erik Olofsson, geb. 1688 in Utby, gest. 1763 in Bäck (Småland) und Kerstin Abelsdotter, geb. 1694 in Bäck, waren die Eltern von Abel Bäckman, geb. 1728 in Bäck. Dieser Familienname ist heute in Schweden sehr verbreitet anzutreffen. Der Name Bäcklund entstand im 17. Jahrhundert aus der Verbindung von Lund und Bäck oder aus Dahl in Bäck wurde Dahlbäck. - Backland ist ein Ort in der Provinz Sörmland, welche südlich von Stockholm liegt. Aus dieser Gegend stammen die Familiennamen Backman, Beckman und Backström. Auch Orte wie Backa, Backe, Bäckaby, Bäckadal, Bäckafall, Bäckefors oder Boksel etc. könnten in früheren Zeiten Familiennamen geprägt haben. Es gibt in Schweden gegen 400 Ortsbezeichnungen, die mit "Bäck" oder "Back" und je etwa 30 mit „Beck“ oder „Bick“ beginnen. Zudem existiert ein Bexet und ein Bixovallen. Die Bichsel aus dem Emmental könnten deshalb aus sehr vielen Orten in Schweden stammen.

Es gibt in Schweden viele genealogische Institutionen, beispielsweise wird unter http://www.g-gruppen.net/schwede.htm in deutsch die Familienforschung in Schweden (Archive, Vereine, Literatur, Computergenealogie, Forscherhilfe etc.) dargestellt, sog. G-gruppen (Genealogiegruppen in deutsch und englisch gibt es unter http://www.g-gruppen.net/de/), die schwedischen Genealogieverbindungen sind unter http://www.cyndislist.com/sweden.htm und eine Einleitung in die schwedische Genealogie mit verschiedenen Informationen unter http://www.sweggate.com/ zu finden. Bei Disbit http://www.dis.se/dbyindex.htm kann man sich als „guest“ eintragen und Auskünfte über Namen und Personen ab den 18. Jahrhundert erhalten. Gegen eine Gebühr kann man im http://www.genhouse-sweden.com/ Haus der Familienforscher (Släktforskarnas Hus) in Leksand und im Familienforschungszentrum in Kyrkhult nach Ahnen forschen. In Leksand sind alle mikrofotografierten Kirchenbücher in Schweden vorhanden. Gegen eine Gebühr kann man sie unter http://www.genline.com/prislista/ konsultieren. Die Kirchenbücher für das Kirchspiel Bäckseda sind unter http://hem.passagen.se/kridre/backseda.htm aufgeführt.
Dort findet man Geburten, Tote und Heiraten von 1688 bis 1800.
– 

Bexell ist vor allem ein smålandisch-hallandisches Priestergeschlecht, dessen Mitglieder sich auf verschiedene Weise als Autoren betätigt haben. Beispielsweise war Sven Petter Bexell (geb. 1775 in Villstad (Växjö), gest. 1864) Priester und Historiker, sein Vater hiess Daniel Bexell, 1731-1798, er war Pastor in Villastad. Gemäss dem Svenska Släktkalender von 1980 waren Måns Månsson, gest. 1765, und sein Sohn Daniel Månsson, geb. 16.2.1694, "Rüsthalter" in Bäckseda (Besitzer eines oder mehrerer Höfe, welche Kavalleristen mit Pferd und Ausrüstung versorgten). Måns Månsson (Måns ist die Abkürzung für Magnus und heisst eigentlich "der Grosse") war mit Sara Persdotter (1700-1765) verheiratet. Ihr Vater, Peter Widmundsson, ein Reiter aus der gleichen Gegend, wurde während des Grossen Nordischen Krieges zum Kornett befördert und erhielt vom König den Namen Bexell; er starb zwei Tage später. Einige der Söhne von Daniel Månsson nahmen später den Namen ihres Grossvaters an und von einem dieser stammt das Pfarrergeschlecht Bexell. Demnach stellt beim Namen Bexell die Herkunft ein auffälliges Merkmal dar.

Im Internet ist unter http://hem.passagen.se/gronstub/lista.htm folgender Eintrag festgehalten: „Bexell Sköld: Fält delat i svart, vari tre i bjälke ställda eldsflammor av guld, och guld. Svart hjälmtäcke fodrat med guld. Hjälmprydnad: Tre strutsplymer av guld. Valspråk: Bene facite. – Carl, kontraktsprost, Kalmar, 1968. Medges åt efterkommande till Daniel (född 1731), kontraktsprost i Västbo. Äldste kände stamfader är Måns Månsson (1647–1702), rusthållare i Stora Fagraryd, Bäckseda.“ Die Uebersetzung dazu lautet: „Bexell Schild (Schild/Wappen, das dem Geschlecht der Bexell gehörte): Feld in schwarz und gold geteilt, im schwarzen Feld drei in Balken gestellte Feuerflammen aus Gold. Helmschmuck: Drei Straussenfedern aus Gold. Wahlspruch: Tue Gutes. - Carl, Vertragspfarrer, Kalmar, 1968. Vererbt an Nachkommen des Daniel (geb. 1731, Vertragspfarrer in Västbö. 

Aus Schwedens Geschichte: Erst im 11. Jahrhundert wurde Schweden christianisiert. In der Mitte des 12. Jahrhunderts begann von Schweden aus die Christianisierung in Finnland, das im Laufe des 13. Jahrhunderts Schweden angegliedert wurde (anfangs des 19. Jahrhundert kam es unter russische Herrschaft; am 6.12.1917 erklärte Finnland seine Unabhängigkeit.). Die Pest, die Schweden 1350 erreichte, führte zu einer langandauernden wirtschaftlichen Depression mit einem starken Bevölkerungsrückgang und vielen entvölkerten Höfen. Im Jahr 1389 wurde die Königsmacht in Dänemark, Norwegen und Schweden durch Erbschaften und Heiraten unter die Regentschaft der dänischen Königin Margarete gestellt. Nach einem Aufstand gegen den dänischen König Christian II. wurde Gustav Wasa zum schwedischen König ernannt. Unter seiner Regierung (1523 -1560)  entstanden die Grundlagen des schwedischen Nationalstaates. Auf einem Hügel bei der Kirche von Vissefjärda in Småland gibt es einen Gedenkstein mit der Inschrift "In Erinnerung an den Bauernführer Nils Dacke und seine Mannen, die hier in den Jahren 1542 - 1544 im Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Glauben gefallen sind". Die Fehde richtete sich gegen die zentralistische Politik von Gustav Wasa, gegen das Verbot mit den Dänen Handel zu treiben, gegen die harte Steuerbelastung und gegen die Enteignung der katholischen Kirche. Im März 1543 verlor er mit seinen Kriegern die letzte Schlacht am Hjortensee. Nach zwei Kriegen wurde Halland in Südschweden und andere Gebiete durch den Friedensvertrag von Brömsebro 1645 vorerst provisorisch und ab 1658 definitiv schwedisch, nachdem es vorher dänisches Hoheitsgebiet war. 

Ueber die Provinz Halland findet man im Internet z.B. unter http://www.hallandsturist.se/ty/omhalland.asp und http://www.weltinfo.com/artman/publish/article_203.shtml vielfältige Hinweise. Die Frauen aus Halland sollen angeblich im Landesvergleich am längsten leben und die Bevölkerung insgesamt am wenigsten krankgeschrieben werden. Die Gegend ist stark von Kontrasten geprägt: Endlose Sandstrände in Halland (Hauptstadt: Halmstad; eine imposante Festung aus dem Mittelalter steht in Varberg) und tiefe Nadel- und Mischwälder mit Hügeln und Mooren, aber auch mit Beeren, Pilzen und Elchen  sowie grossen Seen mit vielen Edelfischen in Småland. Als Städte sind in Småland bekannt: Växjö mit Universität, Jönköping ist ein alter Handelsplatz, Kalmar liegt an der Ostsee  zwischen der Insel Öland und dem sog. Glasreich (Småland ist ein Zentrum der Glaskunst), in Alvesta und Värnamo gibt es viele Ferienhäuser, während Västervik als Seefahrerstadt an der Ostküste bezeichnet werden 

kann. In dieser von Hügeln, Wäldern und Seen geprägten Landschaft ist auch Pippi Langstrumpf und all die anderen Figuren aus Astrid Lindgrens Erzählungen entstanden und von Eva Bexell stammen aus der Gegenwart mehrere schwedische Kinderbücher (z.B. Kleine Schufte oder Das Klavier brennt). - In Öland steht die Ismantorps Borg, Reste einer Fluchtburg aus der Völkerwanderungszeit (Wanderung der meist germanischen Stämme aus ihren Ursprungsgebieten nach Süd- und Westeuropa mit Höhepunkt vom 4. bis zum 6. Jahrhundert). -  

Bereits seit anfangs des 18. Jahrhunderts gibt es den Namen Buxell in England und im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewanderte Bexell aus Schweden nennen sich in den USA teilweise Bexel oder Bucksell.

 

Umfrage insbesondere in Schweden

Bis 1808 gehörte Finnland zu Schweden. Gemäss einer schriftlichen Mitteilung von http://www.genealogia.fi sind in den finnischen Kirchenbüchern keine Hinweise über die Namen Bexell und Bexelius zu finden, hingegen kommt nach Tuiju Olsio der Familienname Beckzelius bzw. Bäckzelius in Finnland vor. – Von Jonas Hjelm in Holland ging die Meldung ein, dass 1537 in einem Haus in Antwerpen ein Quentin Basilier und Margriete (von) Becxele erwähnt sei, der vermutlich 1540 starb. – Im Telefonbuch von Deutschland sind mehrere Bexel, jedoch keine Namen mit Bexell oder Bexelius eingetragen. In Oesterreich und Dänemark gibt es zu keinem dieser Namen eine Eintragung, hingegen findet man im elektronischen Telefon Buch der Schweiz in Lausanne einen Olle Bexell. 

Rektor Göran Bexell, Ethikprofessor in Lund, hat sich schriftlich dahin geäussert, dass möglicherweise  erstmals ein Soldat  aus dem Dorf Bäckseda (Bexheda – manchmal auch Bäcksheda geschrieben), einem Ort 3-4 km ausserhalb der Stadt Vetlanda den Namen Bexell verwendet habe (die Stadt hat heute etwa 12'500 Einwohner und liegt im Flusstal des Emåns im småländischen Hochland, 34 km von Åseda entfernt). Die Geschichte der Ortschaft geht bis ins 11. Jahrhundert zurück und die Kirche stammt aus dem Mittelalter.  Ob die Bichsel in der Schweiz ursprünglich von hier oder einem andern ähnlichen Ort ausgewandert sind, konnte bisher nicht ermittelt werden. Im Mittelalter haben sich Familiennamen häufig geändert (siehe z.B. die Entstehung von Bäcksman).

Zudem wird zum Wort Bäckseda unter http://susning.nu/B%E4ckseda vermerkt, dass es auch eine Zusammenkunft (Versammlung) im Växjö Stift in der Gemeinde Vetlanda ist. –

Nach verschiedenen Unterlagen ist Måns Månsson (1647-1702) der älteste Stammvater der bekannten Bexell-Sippe mit vielen Priestern (im letzten Jahrhundert gab es auch verschiedene medizinische Doktoren). Ylva Bexell aus Stockholm, ein Nachfahre von Daniel Bexell (geb. 1731), erwähnt in einem E-Mail, dass dieser ein Sohn der Tochter von Måns Månsson war, welcher als Reitersoldat am 11.2.1702 in Krasnokutsk (Polen; heute Ukraine) im Krieg starb und zwei Tage vorher von König Karl XII zum „Cornet“ (Fahnenjunker der Kavallerie) befördert wurde und dabei den Namen Bexell erhielt, weil er aus Bäcksheda stammte. Wie an anderer Stelle erwähnt, ist diese Version nicht ganz zutreffend. – Von Sten Bexell in Öxabäck – sein Sohn Olle und auch sein Enkel wohnen in Lausanne – stammt die Mitteilung, dass es neben der Bäcksheda-Linie noch eine weitere Bexell-Linie in Südschweden gibt, denn sein Grossvater, Isaksson Bexell, geboren 1841 und gestorben 1885, habe 1870 den Namen Bexell aus Solidarität und Bewunderung der bekannten Persönlichkeit Alfred Bexell aus Grimeton in Halland angenommen (oder war vielleicht ein Bexell sein wirklicher Vater?). Alfred Bexell, geb. 1831, gest. 1900, war ein populärer Politiker. Er hat in seinem grossen Wald, etwa 15 km östlich von Varberg rund 150 bekannte Sätze aus der Weltliteratur in Felsen und grosse Steine gemeisselt. Er befürchtete, dass schwedisch als Sprache aussterben könnte und wollte sie deshalb konservieren. Die Steine werden heute als Sehenswürdigkeiten angepriesen.  

Im Svenk rikskalender von 1908 http://www.lysator.liu.se/runeberg/rikskal/1908/0878.html sind im Personalregister, Buchstaben Berl bis Björ u.a. folgende Personen festgehalten:
Bexelius, A., tf. rektor 1372? 1421; Bexelius, I.,landtm. (Bauer) 1501
Bexelius, J. G., las.-läkare (Arzt) 966; Bexell, C. A. A., stadsfogde (Gerichtsvollzieher) 860 1702;
Bexell, C. J. G. E., kyrkoh. (Pfarrer) 1214; Bexell, D. E. F. S., missionär 1322;
Bexell, J. A. W., länsman (Polizist) 652; Bexell, M. F. N., kommin, 1211 (ein Geistlicher einer Versammlung, eine Art Priester); Bexell, J. B. D. C., kommin, 1209;
Bexell, E.H.E.,kapten (Kapitän) 426? 1666;
(Die Berufe in Klammern () wurden vom Autor dieser Nachforschungen beigefügt.)

Es ist somit offensichtlich, dass der Name Bexell schon im späteren Mittelalter existierte und in der Ahnenreihe in Südschweden viele theologische und in der Neuzeit auch medizinische Tätigkeiten festzustellen sind. Im christlichen Mittelalter befasste sich die Theologie mit der Lehre von Gottes Wesen, seiner Existenz und der Trinität. Ab etwa 1200 wurde sie zum Oberbegriff für alle Gebiete der christlichen Tradition und entwickelte sich zur Glaubenswissenschaft. Neben den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften ist die Theologie in Schweden auch heute noch ein wichtiges Forschungsgebiet.

Mit dem Namen Bexelius ist nicht der filius, also nicht der Sohn des Bexell gemeint. Das Elch-Forum hat folgende Erklärung geliefert: „Während des 17. Jahrhunderts war es unter Akademikern verbreitet - besonders in Uppsala und unter Priestern - seinen Namen in lateinischer Form zu schreiben. Später auch mit griechischer Endung. Die Namen bekamen oft die Endung -us. Beispiele sind Stangnelius, Arosenius. Sogar bereits existierende Nachnamen z.B. Rudbeck konnten "lateinisiert" werden: Rudbeckius.“ -  

Neben den im Svensk rikskalender aufgeführten Namen wird ein Johan Bexelius, 1782 – 1840 und mit gleichem Namen einer von 1824 – 1846 in der Homepage http://www.winnberg.no-ip.com/ zu Ehren von Sven Gustaf Winnberg genannt. Im  Schwedischen Biografischen Handlexikon werden auch Alfred Bexelius "Vår förste JO 1810-1823 Vad han såg, vad han uträttade" sowie verschiedene andere Personen mit diesem Familiennamen aus dem 19. Jahrhundert aufgeführt. Den Namen findet man fast nur in Schweden, einige wenige in den USA. Norbert Götz, Lehrstuhl für Nordische Geschichte an der Universität Greifswald nennt einen Beitrag von Ernst Bexelius: Die Sozialversicherung in Schweden. Berlin: Sonderdruck aus Berliner medizinische Zeitschrift, 1950.  

In einem Artikel der „Personhistorik tidskrift“ aus dem Jahre 1903 wird berichtet, dass sich König Gustav Adolf IV aus Schweden mit Gefolge in St. Gallen aufhielt, und zwar unter dem selbst gewählten Namen Oberst Gustavsohn. Er brach fast mit allen Leuten den Kontakt ab. Nur ein Lehrer, angeblich mit Namen Bexel, durfte bei ihm vorsprechen und seine verfassten Schriften korrigieren, übersetzen und zum Druck geben.

 

 

Direkte Vorfahren

Gemäss den genealogischen Arbeiten des Familienforschers Julius Billeter (1869 - 1957) gibt es von den Vorfahren Bichsel in Sumiswald vier Stammväter, nämlich Rudolf seit 1560, Simon seit 1563, Hans seit 1565 und Niklaus seit 1592. Ihre Vorfahren wohnten mit recht grosser Wahrscheinlich in Hasle bei Burgdorf. Die nachstehend aufgeführte Ahnenlinie ist diejenige von Hans Bichsel. Die Sammlung von Billeter befindet sich jetzt bei der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft der Regio Basel in 4018 Basel (Internet: http://www.ghgrb.ch )

 

Die direkten Vorfahren waren im 19. Jahrhundert (und offenbar auch schon in früheren Jahrhunderten) allesamt Bauern. Christian Bichsel, geb. 11.10.1804 und sein Sohn Andreas Bichsel, geb. 10.7.1842, bewirtschafteten den kleinen Hof im Guggli bei Dürrenroth/BE. An diesem abgelegenen Ort hielten sich mehrere seiner Kinder bis ins hohe Alter auf. - Andreas Bichsel-Jost, geb. 7.2.1873 war Bauer im Weiler Schweikhof in 3462 Weier im Emmental (Gemeinde Affoltern) und ein Nachkomme mit dem Vornamen Hans wohnt auch im 21. Jahrhundert noch dort. Die Ehefrau von Andreas, Elisabeth Bichsel-Jost, geb. 27.10.1876 von Wynigen/BE wuchs in Affoltern i.E. auf. Den Familiennamen Jost gibt es in Wynigen im Amtsbezirk Burgdorf seit 1528. Er soll sich laut Duden aus der altfranzösischen Namensform Josse entwickelt haben. Die Eltern von Elisabeth waren Joseph Jost, geb. 6.10.1850, von Wynigen und Anna Maria Dubach, geb. 20.4.1855 von Trachselwald, Heirat 3.5.1876. Könnte der Name Dubach ursprünglich aus Dubai am Arabischen Golf kommen, steht er mit Duback - nach Duden ein Wohnstättenamen - in Zusammenhang oder haben früher die Leute am Fluss Doubs gewohnt? Der Name wird an mehreren Orten in der Zentralschweiz und seit dem 17. Jahrhundert im Kanton Bern in den Zivilstandsregistern geführt.

Rosa Bichsel-Grossenbacher, geb. 5.10.1905, die Frau von Friedrich (Fritz) Bichsel war eine echte Emmentalerin. Sie wuchs in der damaligen Schmiede in Lützelflüh auf. In diesem Dorf wirkte bekanntlich der Schriftsteller Jeremias Gotthelf als Pfarrer. Die Eltern von Rosa waren Ulrich Grossenbacher, geb. 12.8.1874 von Affoltern im Emmental und Marie Ritter, geb. 30.12.1873 von Lützelflüh (dort heimatberechtigt seit 1532). Marie Ritter wuchs im Weiler Gammenthal auf, welcher zur Gemeinde Sumiswald gehört. - Der Flurname der Höfe “Grossenbach“ in der Nähe der heutigen Bahnstation Wasen im Emmental gelegen, entstand aus dem dortigen Zusammenfluss des Hornbachs und des Kurzeneibachs zur Grüne, welche im ersten Sumiswalder Taufrodel noch „Vom Grossen Bach“ bezeichnet wurde. Ein Stammvater mit Namen Caspar Grossenbacher führte bereits um 1510 den Hof zur Tanne in Affoltern im Emmental.

Ahnenlinie unserer Familie (Heimatort Sumiswald)

Legende:  Datum ohne Vermerk = Geburtsdatum

                 + =   gestorben; wenn das Todesdatum nicht bekannt ist, aber ein Kind   

                          früh  starb, wurde ein + vermerkt. 

                 oo = verheiratet mit; das Heiratsdatum wurde erwähnt, wenn es aus den

                          beigezogenen Unterlagen ersichtlich war.

                 Nr. = Gealogienummer, welche die jeweilige Generation, den Heimatort, den Stammvater und die verschiedenen

                          Geschwisterreihen ersichtlich machen.

                  Die Vornamen mit schräger Schrift weisen auf die direkte Ahnenlinie hin.

                 Ortschaften mit schräger Schrift stellen den Wohnort dar.

          

1.       Hans Bichsel, seit 1565 oo Elsbeth Aeschlimann, Nr. 1120000

                  Andreas  18.10.1591 (Stamm weitergeführt in Lützelflüh) oo Nr. 1120001

                  Barbara  14.1.1594

                  Hans  14.11.1596 +

                  Niklaus  26.2.1599  oo Elsbeth Kobel

                  Hans  14.8.1603 oo Verena Miescher

                  Christian   18.5.1606 oo Elsbeth Danner

 

2.       Niklaus, geb. 26.2.1599 oo Elsbeth Kobel, geb. 1601, Nr. 1120004

                  Daniel  3.8.1622 oo Lucia Fankhauser Nr. 2120041

                  Christian 12.7.1625+

                  Christian 8.1.1627+

                  Christian 10.2.1630

 

  3.       Daniel, geb. 3.8.1622 oo Lucia Fankhauser, Heirat 14.5.1659, Nr. 2120041

                 Hans  14.2.1656 oo Katharina Bernhart Nr. 3120411

                 Niklaus  8.4.1660 oo Maria Bernhart

                 Ulrich  26.7.1663 oo Christina Aeschlimann

                 Christian 12.11.1665

                 Peter  1.1.1669 (Stamm weitergeführt in Rüegsau) oo

                 Katharina  4.9.1670

 

4.       Hans, geb. 14.2.1656 + 2.4.1737 oo Katharina Bernhart, Heirat 1680, Nr. 3120411

Daniel  29.5.1681 Nr. 4124111

Hans  4.2.1683 oo Elsbeth Kuhn

Anna  4.12.1684 oo Daniel Kipfer

Ulrich  3.11.1687 oo Verena Stucki

Christian  9.3.1690 oo Barbara Schütz

Peter  25.6.1693 oo Margaretha Kläuser

Lucia  5.1.1696

Katharina  2.10.1698

Hans Jakob 30.8.1703 oo Magdalena Kauer

 

5.       Christian, geb. 9.3.1690 + 11.4.1751 oo Barbara Schütz 1691-29.11.1771, Heirat 6.4.1716, Nr. 4124115

                  Hans  22.5.1718 oo Anna Widmer Nr. 5124151

                  Katharina  12.1.1721 + 28.12.1790

                  Barbara  27.12.1722 oo Benedict Ris

                  Elsbeth  7.10.1725 + 26.3.1800

                  Anna  16.11.1727 oo Christian Bannwart

                  Verena  26.11.1730 oo Hans Scheidegger

                  Christian  8.11.1733 oo Barbara Gerber

                  Magdalena  12.8.1736 oo Ulrich Scheidegger

                  Peter  21.6.1739 oo Elsbeth Schöni

6.       Peter, geb. 21.6.1739 + 11.2.1801 oo Elsbeth Schöni, Heirat 2.3.1758, Nr. 5124159

Christian  20.12.1759 oo Maria Mosimann Nr. 6121591

7.       Christian, geb. 20.12.1759 + 9.9.1814 oo Maria Mosimann 16.7.1769, Heirat  7.1.1791, Nr. 6121591

           Andreas  3.7.1791 + 4.2.1796 Nr. 7125911

Christian  13.1.1793 + 3.7.1796

            Maria  6.9.1795 oo Peter Kipfer

            Elsbeth  16.7.1797 + 11.4.1799

            Anna Barbara  14.4.1799 oo Heinrich Bieri

            Christian  5.4.1801 + 10.4.1801

            Christina 25.3.1802 + ?

            Christian 11.10.1804 oo Barbara Schöni

            Elsbeth 11.1..1807 oo Peter Wisler

            Magdalena 28.8.1808 +17.8.1866 oo Johann Bieri

            Samuel 10.6.1810 oo Katharina Jakob

8.       Christian, geb. 11.10.1804 + 6.4.1879 oo Barbara Schöni  8.11.1808,  Heirat 18.2.1842, Nr. 7125918                 

Andreas 10.7.1842 oo Elisabeth Siegenthaler Nr. 8129181

                  Peter  6.10.1844  oo Margaretha Ryser

                  Anna Maria  6.8.1846 unehelich Gottlieb 23.2.1867 + 28.3.1867

                  Verena  7.12.1848 + 26.1.1855

                  Anna Barbara  25.3.1852  oo Samuel Heiniger

                  Magdalena  25.6.1857 + 13.2.1859

                  Elisabeth  15.2.1864 + 19.3.1877     

9.       Andreas, geb. 10.7.1842 + 22.6.1905 oo Elisabeth Siegenthaler 6.8.1845 + 17.12.1927, Heirat 5.5.1871, Nr. 8129181

Anna Maria  7.3.1872 oo Johann Hügli Nr. 9121811

                  Andreas  7.2.1872 oo Elisabeth Jost

                  Rosa  8.2.1876 + 24.2.1953

                  Elise  24.10.1878 + 16.1.1964

                  Lina  4.8.1880 + 26.10.1960

                  Friedrich  16.9.1881 + 7.9.1941

                  Luise 19.4.1883 oo Johannes Schmied

10. Andreas, geb. 7.2.1873 + 17.10.1960 oo Elisabeth Jost 27.10.1876 + 3.5.1926 Heirat 22.2.1905,  Nr.9121812

                  Friedrich  9.5.1901 + 23.9.1901 Nr. 10128121

                  Elise  27.5.1902 oo Ernst Flückiger, Ganzenberg Rohrbachgraben

                  Marie  13.7.1907 oo Friedrich Bärtschi, Tannental/Obergoldbach und  Gelterkinden

                  Andreas  25.9.1904 oo Hedwig Bärtschi, 29.11.1917 + 20.7.1931, Heirat 17.5.1929 *);

                   2. Frau: Martha Röthlisberger, geb. 30.8.1902, Heirat 2.6.1932, Schonegg Sumiswald

                  Werner  19.10.05 oo Rosa Stucki, 20.12.1909, Heirat 14.1.1932, Schweikhof, Weier im Emmental**)

                  Hulda  29.12.1906 + 10.3.1907

                  Frieda  9.3.1909 oo Friedrich Geissbühler, Wyssachen

                  Friedrich  18.6.1910 oo Rosa Grossenbacher, geb. 5.10.1905, Wyssachen und Klus-Balsthal

                  Hans, 15.3.1914 + 20.2.1915

                    Rosalie, 3.4.1916 + 9.5.1917

                    Rosalie, 25.2.1918 + 17.3.1918

                   *) Der Sohn Hans, der mit seiner Cousine Frieda Bärtschi verheiratet war, verunglückte tödlich bei

                     Waldarbeiten in Gelterkinden, dessen Sohn Andreas bewirtschaftet den Sonnenhof in Gelterkinden

                  ** ) Die Söhne heissen Hans, Werner und Fritz Bichsel

11. Friedrich (genannt Fritz), geb. 18.6.1910 + 11.4.1978 oo Rosa Grossenbacher, 5.10.1905 + 19.2.2004 Heirat

            4.3.1934, Nr. 10128128

                        Ernst,  24.3.1935 oo Elisabeth Grimmer, 21.7.1937, Andelfingen Nr.11181281

                        Fritz,  14.4.1937  oo Maeve Kathleen Sheehan , Melbourne, Australien

                        Rosa,  29.9.1938 oo Fritz von Siebenthal 4.9.1932 + 18.2.1997, Heirat 18.04.1958, Klus-Balsthal

                        Hans,   5.1.1942 oo Eva Schoenenberger  29.5.1946, Zumikon

                        Werner,   19.3.1943 + 24.8.1978

Margaretha,  22.1.1946 oo Hans Rudolf Studer 14.2.1945, Heirat 15.10.1966, Lausanne

                        Mathilde,  30.8.1947 oo Arthur Bur, geb. 30.7.1944, Heirat 5.7.1968, Olten und Niederbuchsiten

    12a. Ernst,  geb. 24.3.1935 oo Elisabeth Grimmer, 21.7.1937, Heirat 4.4.1961, Andelfingen, Nr 11181281

                       Martin,  21.5.1962 oo Sonja Seiler, 26.6.1961 Bertschikon ZH Nr. 121112811

                        Regula,  26.1.1964 oo Manfred Spalinger, 2.2.1964 Andelfingen

                        Marianne,   14.3.1966 oo Daniel Girsberger, 10.6.1962 Winterthur

    12b. Fritz,  geb. 14.4.1937 oo Maeve Kathleen Sheehan 01.12.1943 Melbourne, Australien

                         Ivan Frederick,  17.9.1964 oo Susan Desley Earl, 9.2.1963

                         Paul Edwin,   15.3.1968

    12c. Rosa, geb. 29.9.1938 oo Fritz von Siebenthal, 4.9.1932 + 18.2.1997, Heirat18.4.1958, Klus-Balsthal

                        Peter von Siebenthal,  23.9.1958

                        Rolf von Siebenthal,  30.3.1961 oo Karin Christine Freidig, geb. 12.03.1963, Heirat 11.10.1991

                        Michaela von Siebenthal,  17.12.1965

    12d. Hans, geb. 5.1.1942 oo Eva Schoenenberger, geb. 29.5.1946, Heirat: 11.8.1973, Zumikon

                        Matthias,  12.3.1974

                        Tino,  17.2.1976

    12e. Margaretha,  geb. 22.1.1946 oo Hans Rudolf Studer,  14.2.1945,  Heirat  15.10.1966, Lausanne

                        Yves Studer,  3.3.1967 oo Nathalie Brünisholz,  12.7.1968, Heirat 21.5.1994

    13a.  Martin,  geb. 21.5.1962 oo Sonja Seiler, 28.6.1961, Heirat 25.8.1990,  Bertschikon/ZH, 121112811

                        Benjamin  14.12.1992 Nr. 13128111

                         Nina  14.8.1996

   

    13a2 Regula, geb. 26.1.1964 oo Manfred Spalinger,  2.2.1964, Andelfingen, Heirat 22.10.1989

    13a3. Marianne, geb. 14.3.1966 oo Daniel Girsberger, 10.6.1962, Heirat 23.4.1992, Winterthur

                        Julia Carmen Girsberger,  30.11.1993

                        Romana Olivia Girsberger,  19.4.1996

     13b. Ivan Frederick,  17.9.1964 oo Susan Desley Earl, 9.2.1963 Australien

                        Jordan Earl, 3.7.1995

Ahnen sind keine Halbgötter, sondern sie weisen auf Ähnlichkeiten aus früheren Zeiten hin.

 

Genealogieservice

Die Ausführungen über „Bichsel – Bexell“ werden auf der vorliegenden persönlichen Homepage http://www.sozialinfo.ch/sozialdb publiziert, wo auch allfällige Ergänzungen und neue Erkenntnisse veröffentlicht werden. Sie können gratis heruntergeladen werden. Wenn die Unterlagen mit farbigen Wappen per Post verschickt werden müssen, kosten sie (inkl. Versandkosten) in der Schweiz Fr. 12.-- und im Ausland € 10.--.

Wer den Familiennamen Bichsel trägt oder in der letzten Generation getragen hat und bereit ist, die genauen Personalien der eigenen Familie bekannt zu geben sowie beim zuständigen Zivilstandsamt je eine Kopie aus dem Zivilstandsregister des Vaters und des Grossvater (Geburtsdatum vor 1880) beschafft, erhält nach Zustellung der Unterlagen und gegen einen Betrag von Fr. 100.— seine eigene Ahnenliste seit dem Mittelalter entsprechend dem oben stehenden Muster. Weibliche Gesuchsteller haben einen Auszug aus dem Zivilstandsregister der Mutter und ihres Vaters beizubringen. Von allen Sumiswalder-Linien kann die Ahnenliste sofort erstellt werden, bei den andern Heimatorten braucht es etwas Geduld. Die Adressen der Zivilstandsämter lautet:

Zivilstandsamt Kreis Trachselwald Lütoldstr. 3 3454 Sumiswald Tel. 034 432 38 38 (auch für Rüegsau)

Zivilstandsamt Kreis Burgdorf Kirchbühl 13 3400 Burgdorf  Tel. 034 420 32 32 Fax. 034 420 32 33 (für Hasle und Heimiswil)

Zivilstandsamt Kreis Signau 3550 Langnau i. E. Tel. 034 409 38 38 Fax. 034 409 38 39 (für Eggiwil).

Literaturverzeichnis

Büchsel Karl, GENEALOGIE, Deutsche Zeitschrift für Familienkunde Nr. 14 1965, S. 827-830:  „Die Bichsel aus dem Emmental …“, Degener-Verlag Neustadt an der Aisch

Büchsel Karl, „Bilder aus der Geschichte der Familie Bichsel“, Eigenverlag Göttingen 1955

Der Neue Brockhaus, Allbuch in fünf Bänden und einem Atlas, F.A. Brockhaus Wiesbaden 1958

Deutsch-Schwedisches-Wörterbuch im Internet http://deutsch-schwedisches-woerterbuch.elch.nu/lexikon.php?begriff=

Duden Familiennamen – Herkunft und Bedeutung von 20'000 Nachnamen, bearbeitet von Rosa und Volker Kohlheim, Dudenverlag Mannheim – Leipzig – Wien – Zürich 2000

Geissbühler Simon, Die bernische Auswanderung in die Vereinigten Staaten 1870-1930 (im Internet)

Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, (7 Bände + Supplement) Neuenburg 1921-1934

Internet: Verschiedene Artikel aus dem WWW (Word Wide Web)

Lloyd deMause, (Herausgeber), Hört ihr die Kinder weinen – Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit, Suhrkamp Verlag 1979

Müller Ernst, Geschichte der Bernischen Täufer, Frauenfeld 1895

Olschanky Heike, Täuschende Wörter – Kleines Lexikon der Volksetymologien, Reclam Stuttgart 2004

Peaschy Paul, Die soziale Herkunft der Schweizer Täufer in der Reformationszeit, Karlruhe1954

Schweizer Familienforschung auf dem Internet, The Men of Bern: 1798 census of canton Bern

Schweizer Lexikon 91 in 6 Bänden, Verlag Schweizer Lexikon Luzern

Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung SGFF, Schriftenverkaufsstelle Muttenz - Internet: http://www.eye.ch/swissgen/SGFF/ :

-        Mario von Moos: Bibliographie für Familienforscher, Verzeichnis geschichtlicher  Handbücher, gedruckter Quellen und Hilfsmittel

-        Mario von Moos: Familiengeschichtliche Bibliographie der Schweiz. Zwei Bände

Svenskt biografiskt handlexikon, Author: Herman Hofberg, Frithiof Heurlin, Viktor Millqvist, Olof Rubenson – Tema: Biography and Genealogy, Stockholm 1906

Die drei nachfolgenden Auszüge aus dem Zivilstandsregister von Sumiswald sehen im Original wie folgt aus (Nr. zwei und drei wurden verkleinert):

 

 
                       

Copyright © Ernst Bichsel, 2004-2005, all rights reserved.      


HOME 560ADRESSEN AUSBILDUNG AUSWANDERN AUTOR BESTELLEN BUDGET
DATENSCHUTZ DEFINITIONEN GESUNDHEIT HISTORY JUGENDHILFE KANT.INSTANZ KULTUR
RASSISMUS SCHULWESEN SOZIAL SOZIALHILFE SOZIALWESEN SPAMSCHUTZ VORMUNDSCHAFT