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Früherkennung und Frühintervention im Kindesschutz - Eine Übersicht

Dossier, 5. Dezember 2016/str 

 



© flickr.com Eva-Maria Voigtel

Spätestens seit Inkrafttreten des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes (KESR) und der Einrichtung der damit verbunden Behörden, hat in der Öffentlichkeit aber auch in der Fachwelt eine allgemeine Sensibilisierung für den Kindesschutz, für die Früherkennung von Kindeswohlgefährdungen und für die Notwendigkeit von möglichst frühen Interventionen stattgefunden. Dies zeigt sich zum Beispiel in diversen praxisbezogenen Leitfäden, Broschüren, Konzepten, die sich an Fachleute richten. Im Folgenden eine Zusammenstellung.

Kindesschutz und Früherkennung - Broschüren, Leitfäden, Handbücher für die Praxis

Zum Thema Früherkennung gibt es bereits heute einige hilfreiche Unterlagen, Broschüren und Fachbücher. Eine kommentierte Sammlung.

Praxishilfen


18. Juli, 2018 - Biesel, Kay; Fellmann, Lukas; Müller, Brigitte; Schär, Clarissa; Schnurr, Stefan
Dialogisch-systemische Kindeswohlabklärung

Das «Prozessmanual. Dialogisch-systemische Kindeswohlabklärung»
- ist eine forschungsbasierte Wegleitung für einen kompletten Abklärungsprozess: von der Entgegennahme von Hinweisen auf Gefährdungen des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bis zum Vorstellen der Abklärungsergebnisse bei der Familie -
- bietet praxisbezogene Orientierung für das konkrete Vorgehen in Abklärungsprozessen -
- definiert die für die Abklärung von Kindeswohlfragen relevanten Schlüsselprozesse -
- enthält Vorschläge zum Vorgehen bei der Hilfeplanung -
- ist für die Verwendung im freiwilligen und zivilrechtlichen Kindesschutz konzipiert -
- kann mit anderen Verfahren, Methoden und Instrumenten kombiniert werden -
- unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Sozialdiensten / Kinder- und Jugenddiensten und anderen im Kindesschutz tätigen Organisationen -



18. Juli, 2018 - Kinderschutz Schweiz
Früherkennung von Gewalt an kleinen Kindern

Leitfaden für Fachpersonen, die in sozialen und pädagogischen Kontexten im Frühbereich begleitend, beratend und therapeutisch tätig sind

Kinder in den ersten Lebensjahren sind in besonderem Masse von ihren erwachsenen Bezugspersonen abhängig und gleichzeitig besonders häufig von Misshandlung betroffen. Fachpersonen im Frühbereich kommt bei der Abwendung einer möglichen Kindeswohlgefährdung eine Schlüsselrolle zu
Ein Leitfaden für Fachpersonen, die in sozialen und pädagogischen Kontexten im Frühbereich begleitend, beratend und therapeutisch tätig sind.


18. Juli, 2018 - BFH
Leitfaden Mediation im Kindesschutz

Grundlagen, Indikation, Arbeitsweisen, Zusammenarbeit, Februar 2018

Im zivilrechtlichen Kindesschutz steht den Kindesund Erwachsenenschutzbehörden (nachfolgend KESB) die Mediation als vielversprechendes Instrument zur Verfügung. Mit der Einführung der gemeinsamen elterlichen Sorge als Regelfall per 1. Juli 2014
ist ein Zuwachs an Mediationen zu erwarten. Bisherige Praxiserfahrungen zeigen, dass es für Mediation im Kindesschutz noch keine einheitlichen Standards gibt und die Auftragserteilungen, die Vorgehensweisen und die Zusammenarbeit zwischen den KESB und den Mediatorinnen und Mediatoren entsprechend vielfältig sind. 


08. Dezember, 2016 - Rosch, Daniel; Fountoulakis, Christiana; Heck, Christoph
Handbuch Kindes- und Erwachsenenschutz

Recht und Methodik für Fachleute

Das Handbuch will eine Praxisanleitung für Behördenmitglieder, Beiständinnen und Beistände, sowie künftige Fachkräfte im Kindes- und Erwachsenenschutz sein. Rechtliche und sozialarbeitsmethodisch relevante Aspekte in interdisziplinären Teams werden erläutert.



08. Dezember, 2016 - Fountoulakis, Christiana; Affolter-Fringeli, Kurt; Biderbost, Yvo; Steck, Daniel
Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht

Expertenwissen für die Praxis

Das Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht richtet sich an Sozialarbeitende, die in diesem Bereich arbeiten und zum Beispiel eine Beistandschaft übernehmen oder Abklärungen durchführen. Aber auch an Behördenmitglieder einer KESB.

"Behandelt werden alle wesentlichen Gebiete, von den Handlungsprinzipien des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts über die Massnahmen der eigenen Vorsorge (Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung), die gesetzlichen Vertretungsrechte, die behördlichen Massnahmen des Erwachsenen- und des Kindesschutzes (inkl. fürsorgerische Unterbringung), die übrigen Kinderbelange, der interkantonale und internationale Kindes- und Erwachsenenschutz sowie das Verfahrensrecht inkl. Rechtsschutz. Vertiefte Ausführungen finden sich dabei auch zu den oft kaum bearbeiteten Schnittstellenproblemen in Zusammenhang mit benachbarten Rechtsgebieten, wie etwa dem Datenschutz-, Straf- und Erbrecht." (Schulthess Verlag)



30. November, 2016 - BAG, HSLU, Mösch Payot, Peter; Rosch, Daniel
Broschüre "Früherkennung und Frühintervention bei Jugendlichen"

Die Broschüre der HSLU aus dem Jahr 2011 "Früherkennung und Frühintervention bei Jugendlichen" geht auf die rechtliche Situation im Bereich der Schule ein. Sie gibt einen Überblick über Rechtsfragen, die im Verhältnis zwischen Kindern, Eltern, Schule und den verschiedenen Behörden entstehen können.


30. November, 2016 - Kinderschutz Schweiz
Broschüren von Kinderschutz Schweiz

Die Organisation "Kindesschutz Schweiz" hat mehrere Broschüren zum Themenbereich Kinderschutz und Früherkennung herausgegeben. Sie richten sich zum Beispiel je an Ärzte/Ärztinnen, Sozialarbeitende oder Fachpersonen im Frühbereich. Eine weitere Broschüre behandelt die Sexualerziehung bei Kleinkindern und die Prävention von sexueller Gewalt. Weiter gibt es noch eine Broschürenreihe zu gewaltfreier Erziehung.


30. November, 2016 - RADIX
Früherkennung und Frühintervention in Schulen und Gemeinden – das Wichtigste in Kürze

Die Broschüre zeigt in knapper Form auf, was unter Früherkennung und Frühintervention (F&F) in Schule und Gemeinde zu verstehen ist. Sie enthält wichtige Definitionen, einfache Modelle, Checklisten und Erfahrungswerte aus der Arbeit von Radix. Sie richtet sich an Fachpersonen, Projektleitungen, Verantwortliche aus Politik, Schule und Verwaltung, Freizeit und Sport sowie weitere am Thema Interessierte.
(Die gemeinnützige privatrechtliche Stiftung Radix ist ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Umsetzung von Massnahmen der öffentlichen Gesundheit. Auftraggeber von RADIX sind Bund und Kantone sowie private Organisationen und Unternehmen.)


30. November, 2016 - AvenirSocial Schweiz
Charta Früherkennung und Frühintervention

Wie der Name sagt, ist die im 2016 aktualisierte Charta keine Handlungsanweisung. Es geht vielmehr um eine ausführliche Definition von Früherkennung und Frühintervention wie auch um die Beschreibung einer professionellen Haltung zu diesem Thema.

Pro Sozialcharta Kampagne



30. November, 2016 - KOKES
Praxisanleitung Kindesschutzrecht

Die Praxisanleitung Kindesschutzrecht ist ein praxisorientiertes Nachschlage- und Arbeitsbuch und enthält Arbeitshilfen für die Umsetzung des Rechts in die Praxis. Es geht nicht um Früherkennung oder Frühintervention im engeren Sinne, enthält aber trotzdem wichtige Informationen für diesen Bereich. Es richtet sich in erster Linie an Fachpersonen, die im Kindesschutz tätig sind. Das können Mitarbeiter/innen in KESB, Abklärungsdienste oder Berufsbeistände sein, aber auch weitere Akteure, die sich für Massnahmen und Verfahren im Kindesschutz oder für Fragen im Kindesrecht interessieren (insb. schulpsychologische oder kinderpsychiat rische Dienste, öffentliche und private Sozialdienste, Jugend- und Familienberatungsstellen, Kinderheime, usw.).Das Buch erscheint im März 2017 (Dike Verlag)

Aktuelle Leitfäden und Beratungsstellen in den Kantonen - Zusammenstellung

Auch einzelne Kantone haben nützliche Leitfäden für unterschiedliche Zielgruppen herausgegeben, verfügen über spezielle Kompetenzzentren oder haben ein eigenes Konzept für die Früherkennung entwickelt. Wir haben im Folgenden Leitfäden, Websites und hilfreiche Links zum Thema gesammelt. Die Liste soll laufend erweitert werden.

Kanton Bern


13. Dezember, 2016 - Kanton Bern
Frühzeitig Gefährdungen von kleinen Kindern erkennen

Mit neuen Einschätzungshilfen und einer fachspezifischen Beratung durch die Mütter- und Väterberatung Kanton Bern steht Hebammen, Kita-Leitenden und weiteren Fachpersonen für Kinder im Alter bis zu fünf Jahren eine Unterstützung zur Verfügung. Der Kanton Bern optimiert damit die bestehenden Angebotsstrukturen und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Berufsgruppen.

- Broschüre zum Herunterladen: Früherkennung von Kindeswohlgefährdung im Frühbereich (0–5 Jahre)



29. November, 2016 - Kanton Bern
Was bedeutet Früherkennung von Kindeswohlgefährdung?

Einschätzungshilfen im Frühbereich


29. November, 2016 - BEGES
Schritte der Früherkennung

Leitfaden

Berner Gesundheit zu Früherkennung im Frühbereich:

Kanton Zürich


20. Dezember, 2016 - Kanton Zürich
Neuer Leitfaden für die Zusammenarbeit zwischen Schulen und KESB

Ein neuer Leitfaden informiert über die Aufgaben und die Verantwortlichkeiten, wenn das Wohl eines Kindes gefährdet scheint. Mit diesem Leitfaden soll die Zusammenarbeit zwischen Schulen und der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) unterstützt werden.

- Leitfaden

Geklärte Rollen (NZZ)



13. Dezember, 2016 - Kanton Zürich
Empfehlungen & Zusammenarbeitspapiere

Der Kanton Zürich weist auf dieser Website auf verschiedene Leitfäden und Empfehlungen im Zusammenhang mit dem Kindesschutz hin.

- Rechtliches Gehör in Kindes- und Erwachsenenschutzverfahren – Leitfaden

- Erreichbarkeit der KESB in dringenden Fällen für die Oberstaatsanwaltschaft, Bezirksräte und Bezirksgerichte

- Einbezug der Gemeinden in kindesschutzrechtliche Verfahren mit erheblichen Kostenfolgen



29. November, 2016 - Stadt Zürich
Infoblatt der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich

Früherkennung in der Schulpraxis

Ausgabe des Infoblatts der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich, Juni 2016

Kanton Freiburg


29. November, 2016 - Kanton Freiburg
Leitfaden für Personen mit Kontakt zu Minderjährigen

Kanton Freiburg

Der Kanton Freiburg hat im November 2015 einen Leitfaden herausgegeben, der sich an Personen in Kontakt mit Minderjährigen wendet.

Kanton St. Gallen


29. November, 2016 - Kanton St. Gallen
Zepra.ch

Auf der Website zepra.info kann man die Broschüre "sicher! Gsund! Kindesschutz und Schule" herunterladen

Die Broschüre "sicher! Gsund! kann man hier herunterladen


Kantone Basel-Stadt und -Land


29. November, 2016 - Kanton Basel-Stadt
Netzwerk Kinderschutz

Basel-Stadt

Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen kommen in allen Schichten und allen Kulturen immer wieder vor, auch bei uns. Ziel des Netzwerks Kindesschutz Basel-Stadt ist die Optimierung der Kinderschutzarbeit zur Sicherung oder Wiederherstellung des Kindeswohls bei Kindern und Jugendlichen, die von einer Misshandlung betroffen sind.


Berichte und Forschung zum Thema Kindesschutz

Fachhochschulen und der Bundesrat haben Berichte und Studien zum Thema veröffentlicht.

Berichte und Studien


18. Juli, 2018 - HSLU
Studie zur Kindeswohlgefährdung in der Schweiz rüttelt auf

Die Hochschule Luzern hat mit der Universität Lausanne erstmals schweizweit Daten zu Kindeswohlgefährdungen ausgewertet. Das Resultat: Jedes Jahr gelangen bis zu 50’000 Kinder an eine Kindesschutzorganisation. Sie brauchen Hilfe, weil sie physische oder psychische Gewalt erfahren, vernachlässigt oder sexuell missbraucht werden oder Partnergewalt miterleben.


18. Juli, 2018 - BSV
Kinderschutz: Bericht über Früherkennung innerfamiliärer Gewalt

Bei der Früherkennung innerfamiliärer Gewalt an Kindern besteht Handlungsbedarf. Dies hält der Bundesrat in einem Bericht fest, den er an seiner Sitzung vom 17. Januar 2018 verabschiedet hat. Er spricht sich aber dagegen aus, zusätzliche Strukturen auf Bundesebene zu schaffen, die Früherkennungsmassnahmen schweizweit fördern und koordinieren würden.



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