Inhalt - Brennpunkte der Asyl- und Flüchtlingspolitik 7/17

Brennpunkte der Asyl- und Flüchtlingspolitik

Dossier, 05.07.2017/hem



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In den vergangenen zwei Jahren suchte eine zunehmende Anzahl Menschen aus Afrika sowie aus dem nahen und mittleren Osten Schutz und Asyl in Europa. Dies wurde auch in der Schweiz spürbar und hat im Asylbereich und in der Flüchtlingspolitik Spuren hinterlassen. In kurzer Zeit mussten Infrastrukturen für die Aufnahme vieler Personen geschaffen werden. Unterdessen wird an den Betreiberfirmen, aber auch an den Unterkünften selbst Kritik laut.

Ein weiteres Thema sind die vielen „unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden“ (UMA). Diese Kinder und Jugendlichen benötigen mehr als einen vorübergehenden Schutz. Organisationen wie Terre des Hommes oder Caritas weisen darauf hin, dass diese Kinder brauchen, was alle Kinder brauchen: Menschen, die sich um sie kümmern.

Schliesslich geht es um die Perspektiven derjenigen, die hier bleiben können. Eine erfolgreiche Integration setzt die Kooperation der verschiedenen politischen Ebenen, wie auch lokaler nichtstaatlicher Akteure voraus, wie die „Dritte Nationale Integrationskonferenz“ festhält.

 

 

Kritik an Unterbringung


04. Juli, 2017 - SFH
Ein Dach über dem Kopf reicht nicht

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe weist auf die Gefahren restriktiver Regelungen in den heutigen Unterkünften, die aber auch in den geplanten Bundesasylzentren gelten sollen. Zu strikte Ausgangsregelungen seien eine unverhältnismässige Einschränkung der Bewegungsfreiheit und bergen die Gefahr sozialer Isolation.



04. Juli, 2017 - AvenirSocial Schweiz
Private Unternehmen in der Flüchtlingsbetreuung

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist zu einem Geschäftsszweig geworden, der für gewinnorientierte Unternehmen attraktiv ist. Aus Sicht der Sozialen Arbeit ist dies der Qualität der Betreuung abträglich. AvenirSocial unterstützt deshalb den Vorstoss von Balthasar Glättli für mehr Transparenz und hat die wichtigsten Links zu diesem Thema hier zusammengestellt.


04. Juli, 2017 - Glättli, Balthasar
Kritische Fragen zur ORS AG

Interpellation 17.3472

Balthasar Glättli hat eine Interpellation zum Geschäftsmodell der ORS AG eingereicht. Er strebt damit mehr Transparenz an und möchte die Frage zum Politikum machen, ob es rechtens ist, dass private Firmen mit öffentlichen Geldern - und im schlimmsten Fall zu Lasten Hilfebedürftiger - Gewinne erwirtschaften.  

Kinderflüchtlinge benötigen bessere Betreuung


04. Juli, 2017 - Caritas Schweiz
Zur Situation der Kinderflüchtlinge in der Schweiz. Kinder brauchen Geborgenheit und Ausbildung

Kinder und Jugendliche werden sowohl durch die UNO-Kinderrechtskonvention als auch durch das Schweiz Recht besonders geschützt. Im Zentrum steht das Wohl des Kindes. Das muss gerade auch für unbegleitete Kinderflüchtlinge gelten. In der Schweiz gibt es jedoch im Umgang mit Kinderflüchtlingen offenkundige Missstände und gravierende kantonale Unterschiede. Verbesserungen sind dringlich. Diese betreffen die Empfangs- und Verfahrenszentren (EVZ des Bundes, die Unterkunft und Betreuung in den Kantonen sowie Schule und Ausbildung.


04. Juli, 2017 - Jugendhilfeportal.de
Weltflüchtlingstag: Wer von Flüchtlingen spricht, spricht von Kindern

Zum Weltflüchtlingstag am 20 Juni weist das Kinderhilfswerk Terre des Hommes auf die 50 Millionen Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Migranten unter 18 Jahren hin. Der Anteil von Kindern an der Gesamtzahl von Flüchtlingen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.


04. Juli, 2017 - Caritas Schweiz
Kinderflüchtlinge in der Schweiz

Über 5000 Kinder, die ohne ihre Familien aus ihrer Heimat geflüchtet sind, leben in der Schweiz – und es werden täglich mehr. Kinderflüchtlinge benötigen wie unsere eigenen Kinder Erziehung und Geborgenheit. Auf sich allein gestellt, brauchen sie starke Unterstützung, damit sie sich eine Zukunft aufbauen können. Geben wir ihnen eine wirkliche Chance!

Integration: Investition in die Zukunft


04. Juli, 2017 - EJPD
Gemeinsam für eine erfolgreiche Integration. Dritte Nationale Integrationskonferenz

Über 250 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben an der dritten Nationalen Integrationskonferenz darüber diskutiert, wie die Integration von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz weiter verbessert werden kann. Im Fokus stand die Zusammenarbeit von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden mit nichtstaatlichen Akteuren aus den gesellschaftlichen BereichenArbeiten, frühe Kindheit und Zusammenleben. Wichtigstes Ergebnis der Konferenz: Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure muss vor Ort verstärkt werden – dort wo die Menschen leben und arbeiten.


04. Juli, 2017 - SRF
Sommaruga lanciert Agenda: Mehr Flüchtlinge sollen arbeiten

Bund und Kantone wollen bis Ende Jahr definieren, wie Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Das Justiz- und das Wirtschaftsdepartement sowie drei kantonale Regierungskonferenzen sollen dazu eine «Intergrationsagenda» erarbeiten. Das Thema dürfte auch an der nationalen Integrationskonferenz am Montag im Berner Kursaal zur Sprache kommen. Strittig ist unter anderem die Finanzierung. Die Kantone wollen mehr Geld vom Bund. Bundesrätin Simonetta Sommaruga ihrerseits fordert, es müsse garantiert sein, dass das Geld effizient eingesetzt wird.


04. Juli, 2017 - NZZ Online
Asylrecht: Neuer Status für Schutzbedürftige

Der Bundesrat will den Status der «vorläufigen Aufnahme» von Asylsuchenden nach mutmasslicher Bleibedauer differenzieren. Neu soll es die Kategorien «Geschützt» und «Vorläufig schutzbedürftig» geben.

Kommentare

Serge, 09.07.2017 11:41:
Das Geschäft mit den Flüchtlingen
Während auf Gemeinde, Kantons- und Bundesebene immer mehr Gelder in der professionellen Sozialen Arbeit und im Schulwesen gespart werden, erstaunt es mich keineswegs, dass gewinnorientierte Unternehmen, welche mit öffentlichen Geldern finanziert werden, im Flüchtlingswesen in der Schweiz Boden gutmachen. Hauptsache man spart im Bereich der Bildung und Sozialen Arbeit in unserem Staat. Es würde mich interessieren, was für Leute dort am Arbeiten sind?
Sozialarbeiter, Jugendarbeiter, Sozialpädagogen oder Personen welche vielleicht eine schnellbleiche in der Arbeit mit Flüchtlingen, absolviert haben. Die Zukunft wird zeigen wo dies hinführen wird, in einer Gesellschaft wie der Schweiz, eines der reichsten Länder der Welt. Integration, Prävention, Sozialisation, das fördern von kulturellen Werten aller menschlichen Couleurs sind wichtige Pfeiler für die Entwicklung unserer Gesellschaft, wo aus meiner Sicht gewinnorientierte Unternehmen nichts zu suchen haben. Es wäre um Welten sinnvoller in die Bildung und die professionelle Soziale Arbeit zu investieren. Daher unterstütze ich die Interpellation von Balthasar Glättli.
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