Inhalt - Arbeitsintegration Flüchtlinge (6/16)

Flüchtlingsintegration - Was der Kanton Graubünden besser macht

str / 06.06.2016



 

Dem Kanton Graubünden gelingt es, überdurchschnittlich viele anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Was macht dieser Kanton anders und was können andere Kantone davon lernen? Sozialinfo.ch hat mit verschiedenen Fachleuten und einem Arbeitgeber gesprochen.

 

 

Foto: © Fachstelle Integration

Laut einer Studie des Staatssekretariats für Migration (SEM) beträgt die Erwerbsbeteiligung von anerkannten Flüchtlingen Ende April 2016 nach fünf Jahren Aufenthalt in der Schweiz rund 27 Prozent. Die Erwerbsbeteiligung von vorläufig aufgenommenen Personen und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen beträgt nach sieben Jahren 45 Prozent (Stand 30.04.16). Im Kanton Graubünden liegt die durchschnittliche Erwerbsbeteiligung von Flüchtlingen zumindest bei den anerkannten Flüchtlingen deutlich höher als im schweizerischen Durchschnitt. Nach rund fünf Jahren beträgt sie bei anerkannten Flüchtlingen rund 40 Prozent, während sie bei vorläufig aufgenommenen Personen und Flüchtlingen nach sieben Jahren leicht höher bei rund 50 Prozent liegt (Stand 30.04.16). (Die Zahlen werden vom Bundesamt für Statistik monatlich erhoben und gesammelt und unterliegen grösseren Schwankungen.)

Wie passen diese Zahlen zum Kanton Graubünden mit seiner harten Asylpolitik? Sowohl Asylsuchende wie auch vorläufig Aufgenommene dürfen die Kollektivunterkünfte nur verlassen und in eine eigene Wohnung ziehen, wenn sie finanziell unabhängig sind. Dies führt gemäss der Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht dazu, dass vorläufig Aufgenommene zum Teil mehrere Jahre im Zentrum bleiben müssen, darunter auch Familien. Sicher motiviert die karge Unterbringung, möglichst schnell eine Arbeitsstelle zu finden und so auch eine individuelle Wohnsituation suchen zu dürfen. Als Tourismuskanton verfügt Graubünden zudem über relativ viele Stellen für Niedrigqualifizierte. Auch die Fleischverarbeitungsindustrie stellt im Kanton Graubünden viele niedrig qualifizierte Arbeitskräfte ein. Weiter gibt es eine verhältnismässig tiefe Arbeitslosigkeit, was insgesamt gute Voraussetzungen schafft für die Erwerbsbeteiligung von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen. Ein wesentlicher Faktor für die überdurchschnittliche Integrationsleistung liegt jedoch in der Organisation und in der Arbeitsweise der Fachstelle Integration, die den gesamten Prozess der Integration von anerkannten und vorläufig Aufgenommenen steuert.

  • Die kantonale Fachstelle Integration steuert den gesamten Integrationsprozess

    Seit 2009 ist die Fachstelle Integration zuständig für die sprachliche und berufliche Integration aller Flüchtlingsgruppen, während die soziale Betreuung und sozialhilferechtliche Unterstützung über die Sozialdienste der Gemeinden bzw. für die vorläufig Aufgenommenen über das Amt für Migration und Zivilrecht läuft. Für jeden anerkannten Flüchtling und jeden vorläufig Aufgenommenen stellt der Bund einmalig 6000 Franken für die Integration zur Verfügung. Diesen Betrag setzt die Fachstelle Integration vollumfänglich für die Sprachförderung und die berufliche Integration ein. Rund zehn Personen sind bei der Fachstelle angestellt, für den Flüchtlingsbereich im engeren Sinne sind jedoch nur vier Personen zuständig: Eine Person für die sprachliche Integration und drei Job-Coaches für die berufliche Integration.



  • Patricia Ganter Sonderegger

    Patricia Ganter Sonderegger ist seit 2008 Leiterin der Fachstelle Integration des Kantons Graubünden. Sie hat an der Universität Zürich ein Studium der Psychologie absolviert und war langjährige Mitarbeiterin des Bundesamtes für Migration.

Bedürfnisorientierte Sprachkurse und anschliessendes Praxis-Assessment

Nach dem positiven Entscheid durch das Staatssekretariat Migration (SEM) erhalten die Flüchtlinge eine Einladung zu einer Willkommensveranstaltung, an der sie die Fachstelle Integration über die Angebote und den Prozess der folgenden zwei bis drei Jahre informiert. Die Teilnahmequote an dieser Veranstaltung und bei den anschliessenden Integrationsmassnahmen ist sehr hoch - trotz ihrer Freiwilligkeit. In den sechs Jahren seit der Einführung des Modells hätten nur etwa zwei oder drei Personen die Massnahmen verweigert, erzählt Patricia Ganter, Kantonale Integrationsdelegierte und Leiterin der Fachstelle Integration im Kanton Graubünden.

Nach der Informationsveranstaltung besuchen alle Flüchtlinge einen sprachlichen Einstufungstest. Danach werden sie den verschiedenen Kursen zugeordnet. Die Fachstelle Integration hat eine fallführende Person angestellt, die monatlich bei den Schulen Rückmeldungen zu Lernfortschritten und Absenzen einholt. Grundsätzlich sollen alle KursteilnehmerInnen mindestens das Niveau A2 erreichen, bevor es um die berufliche Integration geht. In einem anschliessenden, dreiwöchigen Praxisassessment wird den Teilnehmenden zuerst das schweizerische Berufswesen erklärt, erzählt Ganter. Dort lernen sie in der ersten Woche die Anforderungen des Arbeitsmarkts kennen und unter anderem, was ein Arbeitsvertrag beinhaltet, wie eine korrekte Lohnabrechnung aussieht oder wie sie sich auf eine Stelle bewerben müssen. In den folgenden zwei Wochen arbeiten die TeilnehmerInnen in verschiedenen Werkstätten. Nach Abschluss des Assessments hat jeder und jede TeilnehmerIn einen Lebenslauf, eine Beschreibung über die Tätigkeiten im Assessment, alle Dokumente zu allfälligen Ausbildungen sowie einen Handlungsplan, in dem die weiteren Schritte skizziert werden. Danach übernehmen die Job-Coaches und begleiten den beruflichen Integrationsprozess sehr individualisiert. Wer schnell lernt und über entsprechendes Potenzial verfügt, hat die Möglichkeit, weitere Sprachkurse zu besuchen – zum Beispiel, um nach einer Äquivalenzprüfung einer Berufsausbildung im Herkunftsland einer entsprechenden Arbeit nachgehen zu können.

Zusammenarbeit mit dem RAV war wenig erfolgreich

Als die Fachstelle Integration im Jahr 2010 ihre Arbeit aufnahm, hätten sie die Flüchtlinge – wie das in vielen Kantonen üblich ist - nach dem Spracherwerb in arbeitsmarktliche Massnahmen des RAVs geschickt, erzählt Ganter. Doch bald merkten sie, dass die Programme nicht auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe ausgerichtet waren und deshalb zu wenige TeilnehmerInnen in den Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten. Die entsprechenden Beschäftigungsprogramme seien nicht unbedingt auf Personen ausgerichtet, die noch nie in der Schweiz gearbeitet haben, so Ganter. So entschied die Fachstelle, eigene Job-Coaches anzustellen, welche für die Flüchtlinge Praktikumsplätze im ersten Arbeitsmarkt suchen und sie begleiten. Damit dies möglich wurde, mussten sie zunächst Regelungen mit dem Arbeitsamt und verschiedenen Behörden treffen, um die aufwändigen Bewilligungsverfahren zu vereinfachen.



  • Job-Coachs suchen gezielt nach Praktikumsplätzen

    Um geeignete Praktikumsplätze zu finden, arbeiten die Job-Coachs hauptsächlich mit KMUs zusammen. Dies habe sich bewährt, erklärt Ganter. Die Fachstelle nimmt den KMUs das ganze Bewilligungsverfahren ab, was den Zuspruch durch die KMUs sicher fördert. In einem ersten sechsmonatigen Praktikum erhalten die TeilnehmerInnen keinen vollen Lohn, sondern eine Motivationspauschale von 300 Franken, welche die Fachstelle bezahlt.

    Christoph Buschor arbeitet seit 2010 als einer von drei Job-Coaches bei der Fachstelle Integration und ist im Moment für rund 75 Personen zuständig. "Wenn jemand sagt, ich möchte als Gipser oder Automechaniker arbeiten, dann telefonieren wir herum, bis wir einen Arbeitgeber gefunden haben, der dieser Person eine Chance gibt", erzählt Buschor. Zunehmend würden sie von Arbeitgebern sowie von Berufsverbänden für Vorträge eingeladen.



  • Christoph Buschor, Job-Coach

    Christoph Buschor ist seit 2010 Job-Coach bei der Fachstelle Integration. 

Es sei es aber nicht so, dass sich nach einer solchen Veranstaltung zahlreiche Betriebe bei ihnen melden würden. Aber es trage zu einer Sensibilisierung bei. "Wenn dann ein Job-Coach anruft, dann starten wir nicht gleich bei null". Für die Bereitschaft, einen Flüchtling als Praktikanten zu nehmen, sei vor allem die Haltung des Arbeitgebers Flüchtlingen gegenüber entscheidend.

Zu Schwierigkeiten oder Konflikten im Praktikum kommt es ab und zu. Die Ursache kann sowohl beim Arbeitgeber wie beim Arbeitnehmer liegen. Hin und wieder zieht der Job-Coach eine interkulturelle Vermittlerin oder einen Vermittler zu einem Gespräch bei. "Weil es oftmals nicht nur um sprachliche Schwierigkeiten geht, sondern um das Begreifen oder Verstehen". Natürlich finden in einem Konflikt idealerweise Gespräche statt, bevor man eine Zusammenarbeit beendet. Aber der Praktikumsvertrag kann von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden. Das sei für beide Seiten wichtig. Nicht selten sind es Probleme, die mit der Lebenssituation der Flüchtlinge zusammenhängen. In diesen Fällen ziehen die Job-Coaches den oder die Sozialarbeitende des zuständigen Sozialdienstes bei, um gemeinsam die anstehenden Themen zu bearbeiten. "Da nehmen wir vor allem die Aufgabe als Case-Manager wahr", erklärt Buschor. Es gibt aber auch Personen, die den Einstieg ins Erwerbsleben nach Ablauf der 2-3 Jahre noch nicht geschafft haben. Sie werden an die Sozialdienste in den Gemeinden übergeben, wo man nach weiteren Lösungen sucht.

Arbeitergeber schätzen die Begleitung durch die Job-Coachs

Ein Unternehmen, das seit kurzem Flüchtlingen Praktikumsplätze anbietet, ist die Chr. Cavegn AG in Landquart, ein Familienunternehmen, das sich auf die Logistik und den Transport von Lebensmitteln spezialisiert hat. Betriebsleiter Markus Roffler betont die Verantwortung, die Unternehmen gegenüber der Gesellschaft haben. Es sei nicht schwierig gewesen, seine Vorgesetzten zu überzeugen, einen Flüchtling im Betrieb zu beschäftigen, erzählt er. Dies, obwohl die Firma keine Mühe hat, neue Stellen zu besetzen und nicht unbedingt darauf angewiesen ist, neue Mitarbeitende zu gewinnen. Finanziell kostet es das Unternehmen, zumindest in den ersten sechs Monaten des Praktikums, gar nichts. So ist vor allem das persönliche Engagement der Mitarbeitenden gefragt, sich auf einen Praktikanten einzulassen. Die Firma beschäftigt zurzeit zwei davon, einen in der Werkstatt und einen im Lager. "Es tut dem Betrieb gut, so einen Menschen zu beschäftigen", ist Roffler überzeugt. Beide Flüchtlinge seien gut aufgenommen, man merke im Umgang der Mitarbeitenden miteinander nicht, wer Praktikant sei und wer nicht. Aber: "Man muss sich ziemlich umstellen". Zum einen ist der Umgangston in den Betrieben generell rau und zum anderen kommt es aus sprachlichen Gründen vermehrt zu Missverständnissen. Die Mitarbeitenden achten inzwischen darauf, Aufträge oder Anliegen klar, aber auch in einem "sehr anständigen und fairen Umgangston" zu formulieren, wie Roffler erzählt. Denn diese Menschen seien empfindlicher als andere Mitarbeiter. "Man muss sich im Umgang mit diesen Menschen etwas herantasten. Das ist das Wichtigste", ist er überzeugt. Das hätten sie in den Gesprächen, die alle zwei Monate zusammen mit dem Job-Coach stattfinden, gelernt.

Die Begleitung eines Flüchtlings sei nicht aufwändiger als die Begleitung eines Lehrlings im ersten Lehrjahr. Der Job-Coach ist Anlaufstelle für den Mitarbeiter, aber auch für den Betrieb. Solange der Mitarbeitende Praktikant sei, sei er auch mehr dem Job-Coach unterstellt als ihm als Betriebsleiter, meint Roffler.

Foto: Symbolbild © Daniel Luginbühl

Zwischen Praktikum und Festanstellung klafft eine Lücke

Nach sechs Monaten Praktikum sind die Leistungen des Flüchtings häufig noch nicht so, dass ein Arbeitgeber bereit ist, ihn einzustellen und ihm den Mindestlohn zu bezahlen, weiss Ganter aus Erfahrung. Der Arbeitgeber sage dann vielleicht: "Er ist ein guter, aber ich kann ihm nicht 4000 Franken bezahlen. Vielleicht ist er in ein- bis zwei Jahren auf dem nötigen Level", so Ganter. Deshalb mussten sie nach einer Möglichkeit suchen, diese Lücke zwischen dem Praktikum und einer Festanstellung zu schliessen. Sie schufen das sogenannte "Stufenmodell Teillohn-Plus". Dieses Stufenmodell sieht vor, dass der Flüchtling weiter im Betrieb arbeiten kann, aber unter leicht abgeänderten Bedingungen, als in den ersten sechs Praktikumsmonaten. In der anschliessenden 18-monatigen Phase bezahlt der Betrieb einen abgestuften Lohn. In den ersten sechs Monaten entspricht dieser in der Regel einem Lehrlingslohn im ersten Lehrjahr. In den folgenden sechs Monaten wird dieser auf einen Zweit- oder Drittlehrjahrlohn erhöht. Die letzten sechs Monate arbeiten die MitarbeiterInnen zu einem Lohn von rund 2500 Franken. "Das Ziel ist, dass jemand nach Abschluss dieser 18 Monate den Anforderungen für den Mindestlohn entspricht", so Ganter. In dieser Zeit wird der Flüchtling über den Betrieb fachspezifisch gefördert und besucht parallel dazu von der Fachstelle Integration organisierte Sprachkurse oder einen allgemeinbildenden Unterricht. Und wenn jemand eine spezifische Weiterbildung benötigt, wie zum Beispiel den Staplerfahrerkurs, dann erfolgt dies ebenfalls in diesen 18 Monaten. Es sei kein "Allerweltsmodell", erklärt Ganter. "Aber es ist ein echter Lückenschliesser und erste Erfahrungen zeigen, dass die Flüchtlinge über den Teillohn zu einer Festanstellung fanden ", bestätigt sie. Bei den meisten geht es darum, sie für eine Arbeitsstelle zu qualifizieren, damit sie nicht im tiefsten Niedriglohnsegment ohne Perspektiven arbeiten müssen. Mit Hilfe des Job-Coachs finden zahlreiche Flüchtlinge aber nach dem ersten Praktikum bereits eine Festanstellung. Und wer schulisch genügend gute Leistungen erbringt, hat dann die Möglichkeit, eine Lehrstelle anzutreten.

Die Integrationspolitik des Kantons Graubünden als Vorbild?

Sollten andere Kantone die Integrationspolitik von Graubünden zum Vorbild nehmen? Claudio Spadarotto, der im Auftrag des Bundes die Studie "Erwerbsbeteiligung von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt" mitverfasst hat, relativiert. Die Rahmenbedingungen in den Kantonen sind sehr unterschiedlich. Auch sei die Datenlage in den Kantonen unterschiedlich und häufig ungenügend, was Vergleiche zwischen den Kantonen praktisch verunmögliche. Die gute Arbeitsmarktsituation trägt das ihre dazu bei, dass in Graubünden relativ viele Flüchtlinge erwerbstätig sind. Abgesehen von diesen guten Grundbedingungen stellt Graubünden für ihn jedoch ein Musterbeispiel für die Integration von Flüchtlingen dar, bestätigt Spadarotto. "Was die Fachstelle Integration leistet, ist alles aus einer Hand". Das sei nicht in allen Kantonen der Fall. Oft hätten die Flüchtlinge mit verschiedenen Bezugspersonen zu tun, und bei einem Umzug in eine andere Gemeinde ist wieder jemand anderes zuständig.

Das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Flüchtlinge und die direkte Akquisition von Praktikumsplätzen im ersten Arbeitsmarkt beurteilt Spadarotto ebenfalls als erfolgsversprechend. "Sie akquirieren gezielt Stellen und versuchen nicht, Leute primär auf Stellenausschreibungen hin zu vermitteln". Aber genau dies werde in den anderen Kantonen häufig gemacht. Natürlich spiele auch die Menge eine Rolle. Gemessen an seiner Bevölkerungszahl hat zwar jeder Kanton verhältnismässig etwa gleich viele Personen mit einem Asylentscheid, die er aufnehmen muss. Im Kanton Graubünden sei die absolute Zahl an Flüchtlingen im Moment noch relativ klein. Im Jahr 2015 wurden rund 310 Personen anerkannt oder erhielten eine vorläufige Aufnahme. Sicher werde es schwieriger, diesen Weg einzuschlagen, wenn die Anzahl Flüchtlinge zunehme. Die Schlüsselfrage sei, ob es genügend Arbeitsplätze gebe. Entscheidend sei aber auch die Bereitschaft von Unternehmen, sich auf diese Bevölkerungsgruppe einzulassen. Denn dafür brauche es Firmen, "die sehen, dass es absolut wichtig ist, diesen Leute möglichst rasch und nachhaltig Arbeit zu vermitteln", so Spadarotto.



Medienbeiträge


10. Januar, 2017 - BZ
Integration von Flüchtlingen: Die Bündner zeigen, wie es geht

Teure Doppelspurigkeiten und kein Gehör für die Wirtschaft: Die Asylstrategie des Kantons Bern steht in der Kritik. Wie Integration mit einfacheren Strukturen erfolgreich sein kann, zeigt derweil der Kanton Graubünden.


02. Juni, 2016 - SRF
Flüchtlinge: Was Graubünden richtig macht

August 2015

Die Schweiz tut sich schwer damit, vorläufig Aufgenommene in den Arbeitsmarkt zu integrieren. In Graubünden funktioniert das verhältnismässig gut. Die Gründe. 


02. Juni, 2016 - SRF
Flüchtlinge: Anerkennung fremder Berufsabschlüsse ist schwierig

Viele Flüchtlinge haben in ihrer Heimat eine Ausbildung absolviert oder Berufserfahrung gesammelt. Trotzdem haben sie in der Schweiz Mühe, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Wenn sie intensiv begleitet und mit Weiterbildungen unterstützt werden, kann der Einstieg in den Schweizer Berufsalltag gelingen. 


02. Juni, 2016 - ARTE
Arte-Filmbeitrag vom 23.10.2015: «Graubünden: Wie Integration gelingen kann»

Hundertausende von Menschen aus aller Welt flüchten nach Europa. «Yourope», ein TV-Magazin von Arte, geht der Frage nach, welche Ansätze zur sozialen und beruflichen Integration der Flüchtlinge in den verschiedenen Ländern bestehen und hat hierfür auch nach Graubünden geschaut. 

Fachstelle Integration Kanton Graubünden


02. Juni, 2016 - Kanton Graubünden
Integration Graubünden

Migration ist ein globaler Prozess, der auch den Kanton Graubünden zur gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung auffordert. 

Im Kanton Graubünden ist die Fachstelle Integration für die sprachliche und berufliche Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen zuständig.

Artikel:

- Berufliche Integration von Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen (Bündner Gewerbe)

- Arbeiter, auf die niemand gewartet hat (Südostschweiz)



02. Juni, 2016 - Kanton Graubünden
Stufenmodell Teillohn plus

Merkblatt



02. Juni, 2016 - Kanton Graubünden
Merkblatt Aufenthaltsbewilligung

Kanton Graubünden



01. Juni, 2016 - Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz
Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht

Fokus Asyl GR


SKOS - Fachartikel, Stellungnahmen


01. Juni, 2016 - SEM
Kurzinformationen

Anerkannte Flüchtlinge — Ausweis B Vorläufig aufgenommene Flüchtlinge — Ausweis F Vorläufig Aufgenommene — Ausweis F



01. Juni, 2016 - SKOS
Arbeit statt Sozialhilfe

November 2015

Vorschläge der SKOS für eine bessere Arbeitsintegration von anerkannten Flüchtlingen
und vorläufig aufgenommenen Personen 


01. Juni, 2016 - SKOS
Flüchtlinge und Sozialhilfe

Zeso 02/15

Die sozialpolitischen und volkswirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen die Schweiz im Asyl- und Flüchtlingswesen konfrontiert ist, nehmen zu. Drei Experten des Bundes, der Forschung und der Sozialhilfe legen ihre Lösungsansätze und Forderungen zur Abfederung der Probleme, die damit auf die Sozialhilfe zukommen, dar. Zwei Beispiele aus der Realität der Arbeitsmarktintegration zeigen die Hürden, die – trotz viel gutem Willen der Beteiligten – bei der Integration von Flüchtlingen in der Praxis überwunden werden müssen.


01. Juni, 2016 - SKOS
Nationale Tagung Biel: Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene

Referate und Präsentationen, März 2016

Die hohe Sozialhilfequote und die tiefe Erwerbsbeteiligung von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen sind arbeitsmarkt- und sozialpolitisch problematisch: Einerseits können die Potenziale von Personen aus dem Asylbereich nicht für den hiesigen Arbeitsmarkt genutzt werden. Andererseits sind arbeitslose Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene langfristig auf Sozialhilfe angewiesen.


01. Juni, 2016 - SKOS
Berufliche Integration von Flüchtlinge n und v orläufig Aufgenommene n

Skos Factsheet März 2016



01. Juni, 2016 - SKOS
Die Integration durch Erwerbsbeteiligung braucht bessere Rahmenbedingungen

Die Integration von Flüchtlingen ist ein langfristiges Vorhaben, das von administrativen Hürden behindert wird. Angesichts des sich akzentuierenden Fachkräftemangels wird das Potenzial dieser Menschen zu wenig ausgeschöpft. Eine nationale Berufsbildungsinitiative könnte neue Impulse geben. 

Studien und Statistiken


01. Juni, 2016 - Der Schweizerische Bundesrat
Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern

(VIntA)



01. Juni, 2016 - Kanton Graubünden
Einführungsgesetz zur Ausländer- und Asylgesetzgebung des Bundes

(EGzAAG) 2008



01. Juni, 2016 - Kanton Graubünden
Verordnung zum Einführungsgesetz zur Ausländer- und Asylgesetzgebung

(RVzEGzAAG) 2009



01. Juni, 2016 - SEM
Asylstatistik 2016



01. Juni, 2016 - SEM
Studie "Kosten und Nutzen der Arbeitsintegration von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen"

14. Juni 2013

Viele vorläufig Aufgenommene und Flüchtlinge besetzen Stellen im Niedriglohnbereich. Die vorliegende Studie zeigt einerseits den finanziellen Nutzen, den die Arbeitsintegration von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen dem Staat bringt. Ein weiterer Schwerpunkt der Studie ist die Präsentation von Methoden zur Messung der Wirksamkeit und des wirtschaftlichen Nutzens von Arbeitsintegrationsprogrammen.


01. Juni, 2016 - SEM
Studie "Erwerbsbeteiligung von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt"

April 2014

Das BFM hat eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Erwerbsbeteiligung von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen in historischer Perspektive untersucht. Die Studie besteht aus einem quantitativen und einem qualitativen (Ergebnisse aus Interviews und Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeberschaft) Teil. Für den quantitativen Teil wurde ein neuer Datensatz, bestehend aus einer Zusammenführung von ZEMIS- und AHV-Daten, erstellt. Dabei wird erstmals eine Verlaufsbeobachtung der beruflichen Integration von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen sowie der Personen mit einer Härtefallregelung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt über einen Zeitraum von 10 Jahren ermöglicht.

Kurzfassung



01. Juni, 2016 - SEM
Studie "Reintegration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen". Eine Auswertung der Daten der Arbeitslosenversicherung.

September 2014

Die Studie beschreibt das sozioökonomische Profil von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen, die 2012 bei der Arbeitslosenversicherung arbeitslos gemeldet waren. Sie untersucht auch die Wirkung der Angebote der Arbeitslosenversicherung auf die Arbeitsmarktchancen von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen. Die Studie zum einen, dass viele der arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen zuvor eine prekäre Anstellung hatten und überdurchschnittlich lange bei der Arbeitslosenversicherung verbleiben. Hinsichtlich der Wirkung der Angebote der Arbeitslosenversicherung auf die Arbeitsmarktchancen von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen lässt die Studie keine eindeutigen Schlüsse zu.


01. Juni, 2016 - SEM
Schlussbericht "Potenzialabklärung bei Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen"

Mai 2016

Das Staatssekretariat für Migration hat Anfang 2015 eine Studie zum Thema Potenzialabklärung bei anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen in Auftrag gegeben. Ziel war es, die Grundlage zur Einführung oder Weiterentwicklung eines Case Managements (Fallführung) für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene zu schaffen. Ein zentrales Element der Fallführung ist die Durchführung einer Potenzialabklärung; diese dient als Ausgangspunkt für die Ausarbeitung eines individuellen Integrationsplans. Die nun vorliegende Studie beinhaltet eine Bestandesaufnahme und zeigt anhand von Fallstudien, dass in verschiedenen Kantonen Potenzialabklärungen bereits durchgeführt werden und häufig in eine Fallführung eingebettet sind. Durch die Befragung von Praktikerinnen und Praktikern konnte festgemacht werden, welche Schwerpunkte eine Potenzialabklärung für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene enthalten sollte. So ist es im Hinblick auf eine berufliche Integration wichtig, dass Abklärungen auch in der "Praxis", beispielsweise im Rahmen von Praktika, erfolgen. 


01. Juni, 2016 - faktuell.ch
Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen: Schatten über dem "Königsweg"

Nach wie vor gilt als «Königsweg» der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Integration von Flüchtlingen, dass für sie nach der dreimonatigen administrativen «Begrüssungsphase» möglichst rasch eine Erwerbstätigkeit gefunden wird. Es heisst, je rascher die Flüchtlinge einer Arbeit nachgehen können, umso leichter wird es ihnen fallen, richtig Tritt zu fassen. Negativ ausgedrückt: Je länger sie keine Arbeit finden, umso schwieriger wird es, sie in den Erwerbsprozess zu integrieren. Kommt so die versprochene chancengleiche Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben voran? Wie beurteilen die Flüchtlinge selber ihre Situation? In einer Untersuchung der Fachhochschule Luzern (Soziale Arbeit) erhielten 69 FL und VA Gelegenheit, ihre Erwartungen und Hoffnungen bei der Ankunft in der Schweiz mit der Wirklichkeit als «Asylanten», teils Jahrzehnte nach der Ankunft, zu vergleichen.


01. Juni, 2016 - SEM
Informationsbroschüre: Vorläufig Aufgenommene und der schweizerische Arbeitsmarkt

Oktober 2012

Das BFM und das SECO haben eine Informationsbroschüre "über den Zugang der vorläufig Aufgenommenen (Ausweis F) zum schweizerischen Arbeitsmarkt und über deren Integration in der Schweiz" zusammengestellt.
Im Bewusstsein über die Informationslücken und die Schwierigkeiten, welche vorläufig aufgenommene Personen antreffen, haben die beiden Bundesämter eine Broschüre herausgegeben, welche die Zugangsrechte zu Arbeitsmarkt, Berufsbildung und Integration dieser Personen seit 2007 klärt. Die Broschüre zeigt den kantonalen Behörden im Migrations- und Integrationsbereich das Verfahren im Falle einer Beschäftigung einer vorläufig aufgenommenen Person auf.

Kommentare

Franziska, 05.07.2016 13:25:
Ein interessanter Ansatz, v.a. für die Zeit zwischen Praktikum und Festanstellung.

Auch an Farid weitergeben.

LG
Ignaz
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