Inhalt - Amok und Terror (8/16)

Amok und Terror - monokausale Erklärungen greifen zu kurz

Dossier, 08. August 2016/hem



© Miguel Discart on Flickr / CC BY-SA 2.0

Die Gewalttaten, bei denen in den vergangenen Wochen in Deutschland und Frankreich zahlreiche Menschen starben, haben in Europa viel Konsternation und Bestürzung ausgelöst und ein grosses mediales Echo erzeugt.

Nebst den Spekulationen über die Gründe im Einzelnen wurden dabei auch grundsätzliche Themen erörtert, die teilweise für die Soziale Arbeit von Interesse sind. Wir haben für Sie ein Dossier mit den jeweils lesenswertesten Beiträgen zu den verschiedenen Ansatzpunkten zusammengestellt.

Harald Dressning: " Keine monokausale Erklärung für solche Taten"

In Medienberichten werden oft bestimmte Umstände genannt, welche die unvorstellbaren Taten erklären sollen. So werden die Täter – Täterinnen gibt es kaum – mehrheitlich als Personen mit psychischen Problemen oder krankhaften Persönlichkeiten dargestellt. Auch weitere Fakten wie Migrationshintergrund oder eine mehr oder weniger exzessive Beschäftigung mit gewaltdarstellenden Computerspielen ("Ego-Shooter-Games") werden angeführt.

Demgegenüber mahnen forensische Fachleute wie Harald Dressning, dass sich die Medien wie auch ExpertInnen vorschneller Urteile enthalten sollten, da solche Zusammenhänge in dieser Eindeutigkeit nicht belegt sind. Sie können zwar – im Sinne von Risikofaktoren – durchaus eine Rolle spielen, reichen aber für sich genommen nie aus. Solche Erklärungen bleiben somit spekulativ, da jeder solchen Tat letztlich eine individuelle Motivlage zugrunde liegt. Für Menschen mit psychischen Krankheiten wie auch für MigrantInnen ist damit ausserdem eine schmerzliche Stigmatisierung verbunden.

Leseempfehlung


03. August, 2016 - Spektrum.de
Was treibt Amokläufer an?

Ich-Schwäche, Depression, Migrationshintergrund: Der Psychiater und Amoklauf-Experte Harald Dreßing, Leiter der Forensischen Psychiatrie am Zentralinstitut für seelische Gesundheit, kritisiert manche Äußerung von Politik und Staatsanwaltschaft zur Tat von München. Bei Amoktätern läge meist eine ganze Reihe bestimmter Risikofaktoren vor.

Süddeutsche: "Grenzen zwischen Amoklauf und Terroranschlag verwischen"

Es fällt auf, dass die Medien gerade in Bezug auf die jüngsten Vorfälle nicht mehr klar zwischen Terror und Amok unterscheiden. Auch manche Experten konstatieren, dass diese Unterscheidung an Bedeutung verliert, da die Gemeinsamkeiten überwiegen. Immer handelt es sich bei den Tätern um männliche Einzelpersonen, die aufgrund spezifischer, multifaktorieller Umstände zu einer radikalen Tat schreiten, bei der sie nicht selten den eigenen Tod einkalkulieren. Die Identifikation mit radikalen Gruppierungen kann in manchen Fällen ein blosses Etikett sein, um der eigenen Tat einen höheren Sinn zu verleihen. Davon profitieren fanatische Gruppen wie der IS.

Leseempfehlung


03. August, 2016 - sueddeutsche.de
Fanatische Täter zwischen Amok und Terror

Sie morden. Greifen Menschen an, die ihnen objektiv nichts zuleide getan haben. Und rechtfertigen das mit politischen Motiven. Oder mit Vergeltung. Die Grenzen zwischen Amoklauf und Terroranschlag verwischen.

Berliner Zeitung: "Dein Foto kommt nicht auf unseren Titel"

Durch eine schnelle und promintente Berichterstattung über die Taten und die Täter erhalten diese die Publizität, die mit einem Amoklauf oder einem Terroranschlag oft mit intendiert wird. Dadurch kommen die Medien in die Rolle von Erfüllungsgehilfen einer solchen Tat. Im aktuelle Diskurs erkennen manche Zeitungen dies an und nehmen ihre eigene Berichterstattung zunehmend als Teil des Geschehens wahr. Als Konsequenz hat beispielsweise die Berliner Zeitung  entschieden, zurückhaltend mit Bildern und genaueren persönlichen Angaben über die Täterschaft umzugehen. Im Interview mit der FAZ berichtet der Chefredaktor Peter Huth, wie sie das tun, ohne in Konflikt mit ihrem Anspruch an ihre Berichterstattung zu geraten.

Leseempfehlung


03. August, 2016 - FAZ
Terror in Boulevardmedien: „Das Internet kann nicht alles besser“

Wie soll man mit den Bilder des Terrors umgehen? Und wie mit der Hysterie im Netz? Ein Gespräch mit „B.Z.“-Chefredakteur Peter Huth über Boulevardjournalismus in Zeiten von Terror und digitaler Panik.

Forensiker Josef Sachs über Ego-Shooter-Games: "Killerspiele allein sind nie schuld"

Immer wieder wird in Berichten erwähnt, dass Amokläufer gewaltdarstellende „Ego-Shooter-Games“ spielen, und es wird vorschnell ein direkter ursächlicher Zusammenhang suggeriert. Aktuelle Forschungsresultate belegen dies nicht, jedoch können sehr wohl indirekte Wirkungen, wie eine Abstumpfung gegenüber Gewalt, oder die Verstärkung von Gewaltphantasien entstehen, wie Josef Sachs im Interview mit SRF ausführt.

Leseempfehlung


03. August, 2016 - SRF
«Ego-Shooter-Games unterstützen die Fantasie von Amokläufern»

Amokläufer haben ein gemeinsames Merkmal: Sie sind jung und männlich. Und sonst? Die Täter von Winnenden, Erfurt und München spielten alle das Ballerspiel Counter-Strike. Gibt es da einen Zusammenhang? Der Forensiker und Psychiater Josef Sachs erzählt aus der Praxiserfahrung.

Prävention: Früherkennung wichtiger für die Prävention als FU

Terroristische Gewaltakte und Amokläufe werden oft von jungen Männern begangen, die sozial benachteiligt wurden, sei es durch Mobbing, Traumatisierungen oder anderweitige persönliche Krisensituationen. In Kombination mit bestimmten persönlichen Faktoren kann ein hohes Aggressionspotenzial entstehen, dass aber nach aussen nicht immer erkennbar ist.

Bei der Frage nach präventiven Möglichkeiten verweist Markus Lüchinger, Leiter Bedrohungsmanagement BL, auf die Bedeutung von Netzwerken zur Früherkennung und -Intervention. Zudem gewichtet er die Kooperation verschiedener Stellen im Schnittbereich von Schule, Psychiatrie und Gewaltprävention hoch, um das Gewaltpotenzial bei solchen Menschen erkennen und auffangen zu können.

Leseempfehlung


08. August, 2016 - watson
Basel steckt Leute gegen ihren Willen in die Psychiatrie – die Gefahr von Amokläufen bleibt

Öfter als gedacht kommt das Mittel der fürsorgerischen Unterbringung zum Einsatz. Trotzdem bieten die Massnahmen kaum Schutz vor Amokläufen.

Weitere Artikel und Publikationen

Im Rahmen der täglichen News-Recherche erfassen wir laufend weitere Artikel und Publikationen zu diesen Themen. Diese finden Sie in folgender Liste: 

Weitere Inhalte aus der sozialinfo - Datenbank "Fachwissen"


02. Juni, 2017 - Der Schweizerische Beobachter
«Ein Amoklauf ist blind. Man schiesst alles nieder»

Kränkungen werden unterschätzt, sagt Gerichtspsychiater Reinhard Haller. Meist seien sie es, die hinter Amokläufen, Terror und Familientragödien steckten.


12. Januar, 2017 - sozialinfo.ch
Amok und Terror - monokausale Erklärungen greifen zu kurz

Die Gewalttaten, bei denen in den vergangenen Wochen in Deutschland und Frankreich zahlreiche Menschen starben, haben in Europa viel Konsternation und Bestürzung ausgelöst und ein grosses mediales Echo erzeugt.


20. Dezember, 2016 - NZZ Online
Mann eröffnet Feuer während des Gebets

In einem von Somaliern besuchten Gebetszentrum in Zürich hat ein Mann am Montagabend auf Gläubige geschossen. Drei Personen wurden verletzt. In der Nähe des Tatorts wurde eine männliche Leiche gefunden.

Sicherheit hat Priorität (NZZ)



01. November, 2016 - Neurologen und Psychiater im Netz
Terrorismus: Verknüpfung mit psychischen Erkrankungen schürt ungerechtfertigt Vorurteile und behindert die Prävention

Britische Wissenschaftler warnen davor, dem psychischen Zustand von Attentätern in den Medien ein zu großes Gewicht zu geben. Eine derartige mediale Thematisierung und Fokussierung könnte der Entwicklung von Vorurteilen gegenüber psychisch kranken Menschen Vorschub leisten.


27. September, 2016 - NZZ Online
Steigende Zahl von Meldungen bei Gewaltschutzstelle

Bedrohungsmanagement

Bei der Erkennung von potenziellen Amokläufern spielt die Bevölkerung eine wichtige Rolle. Die Gewaltschutz-Stelle des Kantons Zürich verzeichnet eine steigende Zahl an Meldungen


19. September, 2016 - Die SonntagsZeitung
Wir brauchen keine Toleranz

Der Amoklauf in einem Homo-Club in Orlando ist 100 Tage her. Was ist seither gesellschaftspolitisch passiert? Gab es Fortschritte in der homosexuellen Emanzipation? Autor Philipp Tingler stellt fest: Nicht in der Schweiz


19. September, 2016 - Das Magazin
«Es wäre besser für die Welt, mein Sohn hätte nie gelebt»

Vor siebzehn Jahren erschoss Dylan Klebold mit seinem Freund zwölf Schüler und einen Lehrer an der Columbine High School. Sue Klebold ist seine Mutter. 


12. September, 2016 - sozialinfo.ch
Amok und Terror - monokausale Erklärungen greifen zu kurz

Die Gewalttaten, bei denen in den vergangenen Wochen in Deutschland und Frankreich zahlreiche Menschen starben, haben in Europa viel Konsternation und Bestürzung ausgelöst und ein grosses mediales Echo erzeugt.

Nebst den Spekulationen über die Gründe im Einzelnen wurden dabei auch grundsätzliche Themen erörtert, die teilweise für die Soziale Arbeit von Interesse sind. Wir haben für Sie ein Dossier mit den jeweils lesenswertesten Beiträgen zu den verschiedenen Ansatzpunkten zusammengestellt.



18. August, 2016 - BAZ
Berichte: Simon S. stalkte Mitschülerinnen und wurde gemobbt

Klassenkameraden und sein einst bester Freund schildern neue Details über den Täter von Salez. 


16. August, 2016 - AZ
Kriminalpsychologe: „Amoktaten häufen sich – doch etwas ist neu“

Reinhard Haller ist internationaler Experte für Kriminalpsychologie. Er erkennt in der Schreckenstat in Salez eine neue Art des Amoks und erklärt warum dieser sich jetzt häuft.


16. August, 2016 - Tages-Anzeiger
Lokführer fordern Begleiter in allen Zügen

Der mutmassliche Täter von Salez lebte in Liechtenstein und war angeblich ein Einzelgänger. Das Motiv ist unklar. Derweil wollen die Lokführer künftig Sicherheitspersonal auf jeder Fahrt.

- Gewalt im Zug – für Bahnpolizei zu viel (BZ)



10. August, 2016 - Fritz+Fränzi
Amokläufe: Wie unsere Medien neue Täter schaffen

Killerspiele, Migration, Männlichkeitsideale – unser Kolumnist, der Psychologe Fabian Grolimund, hat eine klare Meinung zur Frage, wer wirklich zu Amokläufen beiträgt.


09. August, 2016 - bz Basel
So will die Region Amokläufe verhindern

In Basel werden jährlich rund 400 Personen mit einer psychischen Störung in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Diese fürsorgerische Unterbringung gilt in erster Linie dem Schutz der Person selbst, etwa bei Suizidgefahr. Doch jeden Monat gibt es auch Fälle, bei denen Dritte vor dem Gewaltpotenzial der Person geschützt werden müssen.


08. August, 2016 - NZZ am Sonntag
So ticken Massenmörder

Warum geht ein Mensch mit einer Axt auf andere los? Warum hört der Terror nicht auf?

Einfache Antworten auf den Schrecken gibt es nicht. Keiner weiss das so gut wie der Amerikaner Peter Langman. Der Psychologe arbeitet in Allentown im Bundesstaat Pennsylvania und ist Autor mehrerer Bücher über Schul-Amokläufer. Langman ist einer der wichtigsten Experten weltweit. Er hat ein Psychogramm potenzieller Täter gezeichnet, indem er über Jahre hinweg Dutzende Fälle studierte. Dabei stiess er immer wieder auf Gemeinsamkeiten der Täter. 


05. August, 2016 - klicksafe.de
klicksafe-Newsletter August 2016



05. August, 2016 - Diehl, Felix
Amoktat eines Schülers

Eine kriminologische Analyse

In seiner Dissertation untersucht Felix Diehl den Amoklauf eines Schülers aus kriminologischer und strafrechtlicher Sicht. Die über Jahre geplante Tat an seiner Schule beging der psychopathologisch schwer auffällige junge Täter vor allem, um durch die Tötung von Mitschülern und Lehrern berühmt zu werden. Dabei orientierte er sich stark an früheren Amokläufern, mit denen er sich exzessiv befasste. Warnzeichen vor der Tat wurden nicht erkannt oder falsch gedeutet.
Neben Befragungen vor Ort stellen die umfangreichen Selbstzeugnisse des jungen Täters eine wesentliche Erkenntnisquelle der Analyse dar. Die Befunde der Fallstudie werden im Spiegel des ausführlich aufbereiteten interdisziplinären Forschungsstandes diskutiert und bewertet. 


02. August, 2016 - Spektrum.de
Was treibt Amokläufer an?

Morde von München

Ich-Schwäche, Depression, Migrationshintergrund: Der Psychiater und Amoklauf-Experte Harald Dreßing, Leiter der Forensischen Psychiatrie am Zentralinstitut für seelische Gesundheit, kritisiert manche Äußerung von Politik und Staatsanwaltschaft zur Tat von München. Bei Amoktätern läge meist eine ganze Reihe bestimmter Risikofaktoren vor.


02. August, 2016 - Merkur.de
Amoklauf in München: Wenn Mobbing in die Katastrophe mündet

München - Der Amokläufer Ali S. wurde nach Berichten von Mitschülern über Jahre gemobbt. Welche Rolle spielt Mobbing in der Schule? Wie gut werden seelisch kranke Jugendliche aufgefangen? Hätte Ali S. früher geholfen werden können?


28. Juli, 2016 - Der Freitag
Männlichkeit und die Lust am Töten

David S. und Anders Breivik: Wie man nun weiß, war auch der Amokläufer von München rechtsextrem. Mit dem Norweger verbindet ihn aber noch mehr 


28. Juli, 2016 - BR
Teenager und Social Media: Generation Terror

 Die Schüsse des 18-jährigen Amokläufers in München und das Attentat in Ansbach, zuvor das Axt-Attentat von Würzburg: Nachrichten, die uns alle erschüttern. Doch auf Jugendliche stürzt aufgrund ihrer Affinität zu sozialen Netzwerken die Informationsflut schneller und ungefilterter ein. Wie gehen sie damit um? 


27. Juli, 2016 - bz
Urbaniok: «Es existieren mehr als 90 Risiko-Eigenschaften»

Amokläufe

Der Amokläufer von München war in psychiatrischer Behandlung, der Selbstmordattentäter von Ansbach ebenfalls. Psychisch kranke Menschen sind aber nicht gefährlicher als andere, sagt Experte Frank Urbaniok.

Zum Thema: Das friedliche Geschlecht: Warum Amokläufer selten weiblich sind (bz Basel)



27. Juli, 2016 - dtj
Türkei, Frankreich, Deutschland: Ausnahmezustand allerorten

Türkei, Frankreich und zuletzt Deutschland: Gescheiterter Putsch da, Terroranschläge hier, Ausnahmezustand überall. Müssen wir uns auf Ausnahmezustand als Normalzustand gewöhnen? Ein Blick über die Grenzen hinaus.

Zum Thema:

- "Wir dürfen die Hysterisierung nicht vorantreiben" - Nida-Rümelin über die jüngste Gewalt (Deutschlandradio)

- Frankreich stellt die Fokussierung auf die Religion infrage (TagesWoche)

- Rezepte gegen Terror gesucht (Hintergrund.de)

- Verhandelt mit dem IS! (Cicero)



27. Juli, 2016 - SRF
"Ego-Shooter-Games unterstützen die Fantasie von Amokläufern"

Amokläufer haben ein gemeinsames Merkmal: Sie sind jung und männlich. Und sonst? Die Täter von Winnenden, Erfurt und München spielten alle das Killergame "Counter-Strike". Gibt es da einen Zusammenhang? Der Forensiker und Psychiater Josef Sachs erklärt den Zusammenhang zwischen Spiel und Tat.

Zum Thema: Warum es diesmal keine "Killerspieldebatte" gibt (BR)



26. Juli, 2016 - SRF
«Medien dürfen den Narzissmus der Attentäter nicht befeuern»

 Terroranschläge und Amokläufe sind heute auch Medienspektakel: In Echtzeit nehmen Leser und Zuschauer am Grauen teil. Damit Journalisten nicht zu Erfüllungsgehilfen der Täter werden, braucht es ein neues Bewusstsein in der Berichterstattung, fordert Heribert Prantl von der «Süddeutschen Zeitung». 

Zum Thema:

- «Die Medien können solche Taten auslösen» (NZZ)

- Selbstkritik nach München und Nizza: “Medien müssten die Langsamkeit wiederentdecken” (DTJ)

- Fernsehen im Ausnahmezustand (Journal 21)



26. Juli, 2016 - SRF
Die dunkle Seite des Internets

 Der Amoklauf von München wirft neue Fragen zum Darknet auf. Der Täter beschaffte sich seine Waffe wohl über eines der Darknet-Netzwerke. Neun Fragen und Antworten zur verschlüsselten Welt des Internets. 


26. Juli, 2016 - Tageswoche
Sicherheit: Die Kinder Tells geben die Waffe nicht aus der Hand

Im Zuge der Attacken von Nizza und München diskutiert auch die Schweiz wieder über Schusswaffen in privaten Händen. Eine Mehrheit hierzulande zählt das Recht auf Pistolen und Gewehr noch immer zu den Grundrechten.


26. Juli, 2016 - Tages-Anzeiger
Gefahr durch Nachahmungstäter

Würzburg, München, Ansbach – drei Taten folgen in Bayern direkt aufeinander. Wissenschaftler haben in Daten von Amokläufen ähnliche Muster entdeckt.


26. Juli, 2016 - Tages-Anzeiger
Bund prüft Warn-SMS bei Terror und Amokläufen

Beim Münchner Amoklauf warnten die Behörden per App und SMS. Auch das Fedpol plant nun ein Warnsystem für die Bürger.


25. Juli, 2016 - NZZ Online
Warum es zu Amokläufen kommt: «Die Medien können solche Taten auslösen»

Amokläufer stammen oft aus geordneten Familien, sind extreme Egoisten und können via Medien auch durch islamistische Terrorakte inspiriert werden, sagt Britta Bannenberg im Interview. Die Kriminologin hat in Deutschland 75 Amokläufe untersucht.

Zum Thema: «Frust reicht als Erklärung nicht aus» (BZ)



28. September, 2015 - Braun, Andreas
Campus Shootings

Amok an Universitäten als nicht-intendierte Nebenfolge der Hochschulreform

Was veranlasst Universitätsangehörige dazu, Kollegen und Kommilitonen zielgerichtet zu töten? Derlei Taten sind die identitätsbedrohenden, nicht-intendierten Nebenfolgen der Hochschulreformen – so das Ergebnis dieser erstmalig tiefergehenden Analyse von Amoktaten an Universitäten. Mit dem soziologischen Blick einer differenzierungstheoretisch angelegten Verflechtung von Handeln und Strukturen gelingt ein tiefer Einblick in die Folgen der gesellschaftlich und kulturell verankerten Ökonomisierung von Universitäten und in die dynamisch angelegte Sichtweise auf universitäre Amoktaten als letzte Form von Identitätsbehauptung. 



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