Inhalt - Mitgliederversammlung 2007

Protokoll der 5. ordentlichen MV 2007



7. Mai 2006, Geschäftsstelle sozialinfo.ch, Bern

Die anwesenden Vereinsmitglieder werden durch Philipp Weber, Vorstandsmitglied begrüsst. Eine Liste der anwesenden und entschuldigten Vereinsmitglieder befindet sich auf der Geschäftsstelle. Die vom Vorstand vorgeschlagenen Traktanden werden genehmigt.

1. Protokoll der 4. Mitgliederversammlung vom 15. Mai 2006

Das Protokoll vom 15. Mai 2006 wird einstimmig verabschiedet.

2. Geschäftsbericht 2006

Die Geschäftsleiterin führt die einzelnen Schwerpunkte der Arbeitstätigkeit 2006 kurz mündlich aus. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2006 wird einstimmig angenommen und verdankt.

3. Jahresrechnung 2006

ER, Bilanz: Seitens des Vorstandes wird ausgeführt, dass die Erträge 2006 viel höher ausfielen als budgetiert. Zurückzuführen ist das (unerwartet) positive Resultat auf eine kontinuierliche Zunahme der Mitgliedschaften und vor allem auf eine massive Zunahme der Stelleninserate. Dabei ist zu erwähnen, dass der hohe Gewinn aus der Stellenbörse konjunkturabhängig ist und der Verein heute und auch in Zukunft nicht mit diesen Zahlen kalkulieren kann. Dank des guten Abschlusses können finanzielle Mittel in die Honorierung der Experten, das 5-Jahre Jubiläum, die Anstellung einer neuen Fachkraft und den Ausbau des Portals gesteckt werden.

Revisorenbericht: Seitens der Revision wird die sorgfältig geführte Buchhaltung gelobt und es wird beantragt, dem Vorstand Decharge zu erteilen. Es gibt dazu keine Fragen.

Die Jahresrechnung wie auch der Revisionsbericht 2006 werden von den anwesenden Vereinsmitgliedern einstimmig genehmigt und verdankt.

4. Mitgliederbeiträge

Seitens des Vorstandes wird für das Jahr 2008 keine Aenderung der Mitgliederbeiträge vorgeschlagen. Der Antrag wird einstimmig gutgeheissen.

5. Wahlen

Aufgrund der Bestimmungen von Art. 8, Abs. 1 der Statuten müssen die bisherigen Vorstandsmitglieder und Revisorinnen noch nicht wiedergewählt werden. Seitens des Vorstandes wie auch der Revisorinnen gab es keine Demissionierungen, also auch keine Neuwahlen. Der Vorstand zeigt sich erfreut über diese Tatsache, da ein langjährig gleich zusammengesetzter Vorstand viel zur Kontinuität und Effektivität der Vereinstätigkeiten beiträgt.

6. Informationen aus der Geschäftsstelle

Der Verein und seine Dienstleistungen werden erwachsen. Dies bedeutet, dass damit auch verschiedene Abläufe und Dienstleistungen professionalisiert werden müssen. Im Jahr 2007 werden einige Veränderungen angepackt wie z.B.

  • MWSteuer: Verein wurde per 1.1.2007 MWSt-pflichtig. Einführung der notwendigen Anpassungen unter Beizug einer Fachperson.
  • Nochmaliger Umzug in ein grösseres Büro per August 2007.
  • Integration der Buchhaltung in die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle.
  • Erarbeitung eines neuen Stellenplanes in Zusammenarbeit mit dem Vorstand.
  • Professionalisierung von versch. Abläufen , z.B. bei der Rechnungsstellung.
  • Überarbeitung des Portals nach den Kriterien des Wissensmanagements.

Die Geschäftsleiterin führt dazu einige Gedanken aus ihrer Weiterbildung in Wissensmanagement (ikf Luzern) aus. Obschon die „Ware Wissen“ schon seit einigen Jahren in Managerkreisen im Gespräch ist, fehlen bis heute konkrete und praxistaugliche Hilfsmittel, um Wissen zu erfassen und zu bewerten.
Im Gegensatz zu „Informationen“ ist „Wissen“ vielschichtig und abhängig von Menschen – und deshalb schwer messbar. So kommt es bei der Wissensgenerierung und – erfassung sehr darauf an, welchen Hintergrund ein Mensch hat und was er mit seinem Wissen macht.

  • Teilt er gerne sein Wissen mit andern Menschen oder behält er es gerne für sich?
  • Aus Angst vor Machtverlust oder Imageverlust?
  • Reflektiert der Mensch über die von ihm gemachten Erfahrungen und gibt er diese weiter an andere (z.B. Praxiserfahrungen)?
  • Wird die Wissensteilung in einem Unternehmen durch den Chef/die Chefin begünstigt und entsprechende Austauschgruppen gefördert und bezahlt?
  • Haben die MitarbeiterInnen überhaupt Zeit, sich dem Thema und dem Wissensaustausch zu widmen neben der täglichen Arbeit?

 

Wissensgenerierung kommt schlussendlich nur durch Reflexion und Wissensteilung zustande und bringt für alle Beteiligten einen Vorteil, nach dem Motto 1+1=3

In unserem Verein wird Wissensteilung und Wissensgenerierung schon lange praktiziert – ja ist sogar Ziel des Vereins! Wir sehen die Wissensteilung bei den Aktualitäten und Fachbereichen, wo Informationen erfasst und geordnet werden, sodass sich die Vereinsmitglieder schnell ein Bild über eine spezifische Situation machen können. Die Wissensgenerierung ist sichtbar bei den Expertenforen, wo Wissen direkt von Fachpersonen aufbereitet und auf die spezielle Situation der Fragestellung ausgerichtet ist.

In den meisten Dienstleistungsunternehmen – gerade in unserer Branche – ist Wissen und Erfahrung ein Erfolgsfaktor. Wir verkaufen Dienstleistungen (z.B. Informationen und Wissen), welche im Gegensatz zu einer Ware nicht erfassbar und in Zahlen (Franken) bewertet werden können. Mit der Finanzbuchhaltung wird zwar ein wichtiger Teil eines Unternehmens abgedeckt, doch wie lässt sich erklären, dass ein Unternehmen trotz wenig Gewinn an der Börse hoch quotiert wird? Wichtige, nicht so offensichtliche Aspekte einer Unternehmung – die Reputation, das Image, die Möglichkeiten für die Zukunft, versteckte Ressourcen, ein motivierter Mitarbeiterstab, gute und effiziente Dienstleistungen, zufriedene Kunden etc. – werden in der Finanzbuchhaltung nicht erfasst.
All diese nicht erfassbaren oder nur schwer erfassbaren Faktoren sind aber ausschlaggebend, damit ein Unternehmen Erfolg hat. In unserem Verein ist gerade der Bereich Wissen in der Finanzbuchhaltung auch nicht erfasst. Wir dürfen uns aber bewusst sein, dass unser Verein in Tat und Wahrheit mehr wert ist, als in der Buchhaltung ausgewiesen. Denken Sie nur an all die vielschichtigen Informationen, die abrufbar sind, an die langjährigen und treuen MitarbeiterInnen, die ihre Erfahrung in den Verein einbringen, an all die zufriedenen Kunden, die unsere Dienstleisungen in der täglichen Arbeit benutzen und regelmässig bezahlen und weiterempfehlen.
All diese Faktoren gilt es mit Umsicht, Sorgfalt und Fingerspitzengefühl zu pflegen. Schlussendlich gilt es, den Menschen Sorge zu tragen, die mit uns und für uns arbeiten und regelmässig mithelfen, diese Leistung zu erbringen.

Wie können nun diese Erfolgsfaktoren – zumindest annäherungsweise – ausgewiesen und bewertet werden? Eine alte Managerweisheit lautet:

  • „Nur was bekannt ist, kann auch gemanagt werden“

Eine Möglichkeit für die Erfassung von Kennzahlen und Hintergrundinformationen bietet die Balanced Scorecard (BSC). Sie wird bekanntlich in vielen Dienstleistungsunternehmen angewendet. Mit der Hilfe von Kennzahlen wie z.B. BenutzerInnen der Site, Mitgliederzahlen, Anzahl Stellenausschreibungen, Anzahl verschickte Newsletter etc. werden Daten erhoben, die über eine längere Zeit miteinander verglichen werden können und so ein Bild über den Zustand eines Unternehmens geben.

Innerhalb unseres Vereins wird laufend an einer Weiterentwicklung dieser Kennzahlen gearbeitet wie auch an der Weiterentwicklung der Inhalte der Fachbereiche. So gut als möglich, werden die Erkenntnisse des Wissensmanagements in die Entwicklung des Portals (Datenbank) eingebracht. Dies ist die grosse Herausforderung der Geschäftsstelle während diesem Jahr und wohl auch während dem nächsten Jahr.

7. Verschiedenes

Es gibt keine Anträge für dieses Traktandum.

 

14.5.07/be
Protokoll: Barbara Beringer