Inhalt - Mailing 8. / 3. Mai 2012

Mailing 4/2012 3. Mai 2012



Sehr geehrte Damen und Herren

Die Diskussion um die Managed-Care Vorlage zur Abstimmung vom 17. Juni ist in vollem Gang! Wir haben Ihnen einige Rosinen dazu herausgepickt und die Diskussion zudem als Monatsthema aufgenommen. Sie sind eingeladen, hier die regelmässigen Aktualisierungen zu diesem kontroversen Thema mitzuverfolgen und auch Kommentare aus Ihrer Sicht zu hinterlassen! Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung!!


Wir wünschen Ihnen viele schöne Frühlingstage!
Geschäftsstelle sozialinfo.ch

Presseschau

  • Schlagzeilen

    27. April, 2012 Die Wochenzeitung

    WOZ: Wegweisungen: Der Kampf um propere Städte

    Zu Beginn waren die Wegweisungen unliebsamer Individuen im öffentlichen Raum heftig umstritten. Inzwischen ist die Massnahme quer durch die Schweiz fast schon Standard. Mehr




    26. April, 2012 NZZ Online

    NZZ: Schwere Jugend - Unicef präsentiert Report zur Lage der Jugendlichen

    Jedes Jahr sterben rund 1,4 Millionen Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren. Die häufigsten Todesursachen seien Unfälle, Suizide, Verbrechen und Aids, teilte das...Mehr




    19. April, 2012 Bundesamt für Migration

    BFM: Bundesbeiträge im Asylwesen sollen teilweise neu geregelt werden

    Der Bundesrat will die Subventionen im Asyl- und Flüchtlingsbereich teilweise neu regeln und hat dazu das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. Konkret geht es um die Änderungen der...Mehr




    18. April, 2012 insieme Schweiz

    insieme: Nein zu weiterem Abbau

    43 Organisationen aus der gesamten Schweiz, darunter auch insieme, die sich zum Verein "Nein zum Abbau der IV” zusammengeschlossen haben, sagen "Stopp" zur inakzeptable und...Mehr




    12. April, 2012 International Federation of Social Workers

    IFSW: Social Work and Social Development Agenda supported by the United Nations

    The Global Agenda for Social Work and Social Development: Commitments to Action, was formally launched last week at the United Nations in New York, Geneva and Bangkok. (Mehr




    11. April, 2012 Travail.Suisse

    Travail.Suisse: Nachholbildung zahlt sich aus

    Travail.Suisse fordert, dass in den nächsten 10 Jahren mindestens 30‘000 Erwerbstätige ohne Ausbildung einen Berufsabschluss nachholen können. Ein Berufsabschluss verbessert...Mehr




    11. April, 2012 Berner Zeitung

    BZ: Heroin-Patienten sind immer älter

    Bei der Kontrollierten Drogenabgabe (Koda) gibt es immer weniger Austritte – die Patienten werden im Schnitt älter.Mehr





  • Neuerscheinungen

    20. April, 2012 (Hrsg.)

    Rimmele / Näpfli (Hrsg.): Sozialdienste managen. Leitfäden für kleine und mittelgrosse Sozialdienste

    Steigende Fallzahlen, komplexere Fälle: Die Sozialhilfe hat sich zu einer überaus anspruchsvollen Aufgabe entwickelt. Die Leitfäden bieten Verantwortlichen in der Sozialhilfe...Mehr




    13. April, 2012 Schweizerisches Gesundheitsobservatorium

    Obsan: Psychische Gesundheit in der Schweiz - Monitoring 2012

    Psychische Gesundheit der Bevölkerung unverändert

    Die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung hat sich über die letzten Jahre kaum verändert. Rund jede sechste Person in der Schweiz leidet an einer psychischen Störung....Mehr




    11. April, 2012 UNICEF Kosovo

    UNICEF: Stilles Leid. Zur psychosozialen Gesundheit abgeschobener und rückgeführter Kinder

    Aus Perspektive des Arztes und Medizinethikers wird mit diesem Forschungsbericht auf ein bedeutendes moralisches wie auch humanitäres Problemfeld sensibel und differenziert...Mehr




    11. April, 2012 Bundesamt für Gesundheit

    BAG: Wirksamkeit der Prämienverbilligung – Monitoring 2010

    Der vorliegende Bericht gibt einen Einblick in das finanzielle Engagement der Kantone und die Wirksamkeit der Prämienverbilligung bei verschiedenen Modellhaushalten.

    Mehr




    05. April, 2012 Bundesamt für Sozialversicherungen

    BSV: Umfassende Untersuchung zur wirtschaftlichen Situation von IV-Rentnern

    IV-Rentner leben häufiger mit knappen finanziellen Mitteln als die Gesamtbevölkerung, sind aber weitgehend vor Armut geschützt. Viele Haushalte mit geringen Einkommen und mit...Mehr




    05. April, 2012 Bundesamt für Sozialversicherungen

    BSV: Witwen und Witwer allgemein gut gestellt

    Der Verlust des Ehepartners oder der Ehepartnerin führt in der Schweiz nicht zwingend zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Grund dafür sind insbesondere die...Mehr




    04. April, 2012 Fachverband Sucht

    Fachverband Sucht: Bericht der Weltkommission für Drogenpolitik auf Deutsch übersetzt

    Der Fachverband Sucht stellt eine Übersetzung des Berichtes der Global Commision on Drug Policy zur Verfügung. Das Mehr




Inserat

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Managed-Care-Vorlage

Wie lässt sich die Kostenexplosion im Gesundheitswesen bremsen? Diese Frage beschäftigt die Schweiz seit Jahren, derweil die Kosten weiter steigen. Das demnächst zur Abstimmung gelangende Managed-Care-Modell soll dem abhelfen, indem in erster Linie ein Anreiz geschaffen wird, auf als unnötig betrachtete Behandlungen zu verzichten. Es handelt sich um ein Modell, das auf der strukturellen Ebene der Gesundheitsversorgung Mechanismen vorsieht, die die Ausgaben mittels Budget-Zielen kontrollieren sollen. Managed-Care-(MC-) Netze, d.h. regionale Zusammenschlüsse von Anbietern zur integrierten Gesundheitsversorgung, treten am Markt als Einheit auf, die sämtliche Bedürfnisse der angeschlossenen PatientInnen abdecken und die diesbezüglichen Leistungen koordinieren soll. Die Befürworter sind überzeugt, dass die Kräfte des Wettbewerbs diesen Markt zum Nutzen der Patienten formen, da die Reputation eines MC-Netzes von seiner Versorgungsqualität abhängt. Ist ein Patient unzufrieden, kann er nach spätestens 3 Jahren das Netzwerk wechseln.

Die KritikerInnen des Modells befürchten indes eine Zweiklassenmedizin: wer über genügend Mittel verfügt, kann weiterhin freie Spital- und Arztwahl in Anspruch nehmen; für alle anderen entsteht faktisch der Zwang, einem MC-Netz beizutreten – die sonst entstehenden Mehrkosten sind unverhältnismässig hoch.

Moniert wird ausserdem, dass dieses Modell den Krankenkassen zu viel Macht gibt. Sie erhalten die Möglichkeit, die Budget-Ziele festzulegen und einzufordern. Befürchtet wird auch, dass die Abwägung zwischen Bedürfnissen der PatientInnen und den ökonomischen Vorgaben sie systematisch in ein Dilemma bringt, und dass aufgrund des Spardrucks die Versorgungsqualität leiden könnte.

Wir haben Ihnen einige Grundlagen und Stellungnahmen zusammengestellt. Die kritischen Sichtweisen überwiegen, weil wir davon ausgehen, dass die KlientInnen der Sozialen Arbeit die negativen Auswirkungen dieses Modells am ehesten zu spüren bekommen würden. Allerdings gibt es auch positive Beispiele, wie der NZZ-Artikel zeigt. Ein interessanter Artikel von Susan Boos aus dem Jahr 2009 (erschienen in der WOZ) beleuchtet die Debatte der Kostenexplosion noch von einer andern Seite.

15. August, 2012 Der Bund

Warum die Managed-Care-Vorlage scheiterte

Eine Studie hat festgestellt, dass in erster Linie die Einschränkung in der Arztwahl die Wähler bei der Managed-Care-Vorlage abschreckte. Zudem hielten sich viele Parteigänger...Mehr




18. Juni, 2012 Der Bund

Enttäuschte Managed-Care-Befürworter: "Die Reformbereitschaft ist offenbar sehr gering"

Es ist eine schallende Ohrfeige für Bund und Parlament: 76 Prozent sprechen sich gegen die Managed-Care-Vorlage aus. In keinem Kanton ergab sich ein positives Ergebnis. Die...Mehr




18. Juni, 2012 Der Bund

Eine Nation von Kranken?

Wir werden auch in Zukunft mit steigenden Krankenkassenprämien leben müssen. Egal, wie viele Revisionen uns noch zugemutet werden. Mehr




13. Juni, 2012 Schweizerischer Gewerkschaftsbund

Budgetmitverantwortung schadet der Behandlungsqualität

Die Managed Care-Vorlage führt nicht wie von Befürworterseite behauptet zu einer besseren Behandlungsqualität für Patientinnen und Patienten. Vielmehr setzt sie falsche...Mehr




13. Juni, 2012 Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und - direktoren

Ja zu Managed Care

Die kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren rufen die Stimmberechtigten auf, bei der Managed Care-Vorlage ein JA in die Urne zu legen. Mehr




06. Juni, 2012 Gewerkschaft Unia

Rentnerinnen und Rentner der Unia sagen NEIN zur Managed Care-Vorlage

Die Rentnerinnen und Rentner der Gewerkschaft Unia lehnen die Managed-Care-Vorlage, die am 17. Juni 2012 zur Abstimmung kommt, einstimmig ab. Mehr




31. Mai, 2012 Die Wochenzeitung

Eine heimtückische Mogelpackung? Oder ein vernünftiger Kompromiss?

Am 17. Juni wird über die heftig umstrittene Managed-Care-Vorlage abgestimmt Die BefürworterInnen hoffen, mit der Stärkung der Ärztenetzwerke die Kosten in den Griff zu bekommen –...Mehr




30. Mai, 2012 Tages-Anzeiger

Wie wichtig ist die freie Arztwahl?

Für Marc Müller, Präsident der Hausärzte, führen Ärztenetze zu besserer Qualität und tieferen Kosten. Urban Laffer, Chef der Schweizer Chirurgen, sieht darin "Planwirtschaft"...Mehr




17. Mai, 2012 NZZ Online

Managed Care zeitigt bessere Ergebnisse

Studie für Sozial-Präventivmedizin zur Behandlung chronisch KrankerStudie für Sozial-Präventivmedizin zur Behandlung chronisch Kranker.

Mehr




16. Mai, 2012 Soziale Medizin

Auch nach einem Ja zu Managed Care steigen die Kosten

Weil sie diese als das kleinere Übel ansahen, begrüssten viele Politiker und Interessenvertreter die Vorlage Managed Care. Jetzt, kurz bevor das Volk am 17. Juni darüber abstimmt,...Mehr




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