Inhalt - Anreize in der Sozialhilfe (6/17)

Anreize in der Sozialhilfe als Vorwand für Abbau

Dossier, 07.06.2017/hem



© sozialinfo.ch

Seit einigen Jahren erfährt die Sozialhilfe eine verstärkte politische Instrumentalisierung. Als Reaktion auf Sparforderungen knüpfen die Behörden Teile des Grundbedarfs an Bedingungen. So werden faktisch die SKOS-Richtlinien oft unterlaufen. Diese Massnahmen sollen als Anreiz wirken, um die Sozialhilfebeziehenden zu einer Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu bewegen. Stillschweigend wird vorausgesetzt, dass Arbeit finde, wer wolle. Arbeitsmarktliche Realitäten, die einer solchen Reintegration oft im Wege stehen, werden hingegen ausgeblendet.

Gegen dieses politische Klima, das soziale Ausgrenzung zu einem individuellen, moralischen Problem macht, gibt es zunehmend Gegenstimmen. Anreizleistungen seien nur für bestimmte Gruppen überhaupt sinnvoll, während sie gerade bei Älteren, aber auch bei Kindern und Jugendlichen sogar kontraproduktiv sind. Akteure wie der Verband Avenir 50 plus schlagen deshalb differenziertere Modelle vor. Auch der Stadtzürcher Sozialvorsteher Raphael Golta glaubt nicht mehr daran, dass es sinnvoll ist, „jeden in den Arbeitsmarkt prügeln zu wollen.“

Leseempfehlungen


31. Mai, 2017 - BFH
Wirkungen von Anreizleistungen in der Sozialhilfe

veröffentlicht am 8 Mai 2017

Auf Anreize reagieren nicht alle Sozialhilfebeziehenden gleich. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung zeigt auf, wie sich Anreizleistungen in der Sozialhilfe auf die Integration von Bezügerinnen und Bezüger auswirken. Das Papier der BFH Soziale Arbeit basiert auf Zahlen aus demKanton Bern und nimmt konkret die monetären Anreizleistungen „Integrationszulage“ und den „Einkommensfreibetrag“ unter die Lupe. Fazit: „die Erwerbstätigkeit von Sozialhilfebeziehenden [kann] nur begrenzt mit finanziellen Anreizen erklärt und beeinflusst werden kann. Die grosse Mehrheit der erwerbslosen Sozialhilfebeziehenden bemüht sich um Arbeit und ist bereit, prekäre Erwerbstätigkeiten in Kauf zu nehmen.“ Die AutorInnen gehen davon aus, dass nur „ressourcenstarke“ Sozialhilfebeziehende von Anreizleistungen profitieren. Bei Älteren wie auch bei Kindern und Jugendlichen hingegen würden sich solche Massnahmen eher kontraproduktiv auswirken.


31. Mai, 2017 - Tages-Anzeiger
Zürich reduziert Druck auf Sozialhilfeempfänger

Artikel vom 05. Mai 2017

Die Stadt Zürich verzeichnet eine steigende Bezugsdauer bei der Sozialhilfe. Guter Wille allein reicht nicht mehr, um einen Arbeitsplatz zu finden. Sozialvorsteher Raphael Golta: „Besonders Ungelernte, Geringqualifizierte und auch über 50-Jährige hätten es auf dem anspruchsvollen Arbeitsmarkt besonders schwierig (…).“ Bei diesen Gruppen soll der Druck reduziert und die Sanktionsmassnahmen überprüft werden. 


31. Mai, 2017 - BZ
Brauchen Ü-50 ein Grundeinkommen?

Artikel vom 19. Mai 2017

Bei den älteren Arbeitnehmenden ist die Sozialhilfequote in den letzten Jahren angestiegen, was vor allem an einer höheren Bezugsdauer liegt. Personen ab 50 Jahren haben zunehmend Schwierigkeiten, bei Arbeitslosigkeit wieder eine Stelle zu finden. Der Verband "Avenir 50 plus" fordert daher, diese Altersgruppe von Aktivierungsmassnahmen auszunehmen und ihr sogar höhere Leistungen zu bezahlen.


Mehr zum Thema aus unserer Datenbank


30. August, 2017 - BFH
Wirtschaft als Schlüssel für die Lösung sozialer Probleme

Armut kann nur verringert werden, wenn Sozialwesen und Wirtschaft zusammenarbeiten und gemeinsam visionäre Modelle entwickeln. Davon ist Pierre Alain Schnegg, bernischer Gesundheits- und Fürsorgedirektor, überzeugt. Für die Tagung Gesundheit und Armut 2018 wünscht sich der Regierungsrat denn auch offene und unvoreingenommene Diskussionen.


14. Juni, 2017 - SKOS
ZESO 02/2017: Arbeiten im Sozialdienst

Die Anforderungen an Sozialarbeitende, die in der Sozialhilfe arbeiten, sind hoch, die Aufgabenpalette gross: Sie leisten wirtschaftliche Hilfe, treffen Abklärungen, wägen ab und kontrollieren. Aber auch die psychosoziale Beratung und Begleitung der Klienten gehört dazu. Nicht nur für den einzelnen Sozialarbeitenden, sondern für die Sozialhilfe insgesamt kann es herausfordernd sein, wirtschaftliche und persönliche Unterstützung gleichermassen zu gewährleisten, wie die Beiträge des Schwerpunktes zeigen. Sie machen aber auch deutlich, dass neue Konzepte in Gang gebracht werden und Sozialdienstmitarbeitende trotz allem mit ihrem Beruf im Durchschnitt relativ zufrieden sind.


07. Juni, 2017 - AvenirSocial Schweiz
Mehr als 500 Menschen fordern auf dem Rathausplatz Bern: Stopp Sozialabbau!

Mehr als 500 Sozialarbeitende, Armutsbetroffene und Solidarisierende fordern heute am 6. Juni 2017 auf dem Rathausplatz vom Kantonsparlament, den Sozialabbau zu stoppen. Kürzungen in der Sozialhilfe sind verkehrt! Die Gründe für Armut sind vielfältig, massgebend sind strukturelle Faktoren. Die Konsequenzen der Veränderungen im Arbeitsmarkt dürfen nicht einseitig auf diejenigen Menschen überwälzt werden, welche vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden. Armut lässt sich nicht wegsparen.

Wenn das Geld kaum für die Lebensmittel reicht (Berner Zeitung)



31. Mai, 2017 - BKSE
Der positive Schein trügt: Risiken von Fehlanreizen und unerwünschten Wirkungen sind erheblich

Mit höheren Anreizen will die Regierung des Kantons Bern erreichen, dass sich Sozialhilfebeziehende rascher als bisher in den Arbeitsmarkt integrieren. Wie wirksam sind entsprechende Massnahmen? Die Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz (BKSE) hat im Rahmen der Debatte um die Revision des Sozialhilfegesetzes bei der Berner Fachhochschule Soziale Arbeit eine „wissenschaftlich basierte Einschätzung der Wirkungen der geplanten höheren Anreizleistungen in der Sozialhilfe“ in Auftrag gegeben. Der am Mittwoch vorgestellte Bericht zeigt, dass die Erwerbstätigkeit von Sozialhilfebeziehenden nur begrenzt mit finanziellen Anreizen erklärt und beeinflusst werden kann. Teilweise können sogar unerwünschte Wirkungen auftreten.


11. Mai, 2017 - BFH, Grieb, Manuela; Wild-Näf, Martin; Steger, Simon; Iseli, Daniel
Wirkungen von Anreizleistungen in der Sozialhilfe

Eine wissenschaftlich basierte Einschätzung der Wirkungen der geplanten höheren Anreizleistungen in der Sozialhilfe


02. Mai, 2017 - BFH
Wann gelingt die Integration von Arbeitslosen?

Je länger eine Phase der Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger wird es für die Betroffenen eine Stelle zu finden. Gerade ältere Arbeitslose und Personen ohne Berufsabschluss weisen ein besonders hohes Risiko auf stellenlos zu bleiben. Eine Studie des BFH-Zentrums Soziale Sicherheit berechnete erstmals den Einfluss, den persönliche und berufliche Faktoren auf die Erwerbsintegration haben.


16. Januar, 2017 - Tages-Anzeiger
«Wir rechnen mit Kosten von bis zu 25'000 Franken pro Person»

Felix Wolffers, Co-Präsident der Sozialhilfekonferenz, fordert viel höhere Investitionen in die Arbeitsintegration von Flüchtlingen.


07. November, 2016 - Hochschule für Soziale Arbeit, Knöpfel, Carlo; Frei, Patricia; Janett, Sandra
Hilfswerke und öffentliche Sozialhilfe – von der Komplementarität zur Subsidiarität?

Eine Studie im Auftrag der Hilfswerke Caritas Schweiz, Heilsarmee Schweiz und Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK)

Die öffentliche Sozialhilfe steht seit geraumer Zeit unter Druck. Die Fallzahlen steigen, die durch-schnittliche Bezugsdauer verlängert sich, die Lebenslage der Armutsbetroffenenwird komplexer, die Integrationserfolge stagnieren. Diese Entwicklung gehtnicht spurlos an den Hilfswerkenvorüber. Seit je her spielen sie gegenüber der öffentlichen Sozialhilfe eine komplementäre Rolle.Mit ihren Bera-tungsstellen, Dienstleistungsangeboten und in der Einzelfallhilfe können sie den Menschenin prekä-ren Lebenslagenetwas Luft verschaffen und deren Handlungsräume vergrössern. 


07. November, 2016 - Caritas Schweiz
Öffentliche Sozialhilfe muss gestärkt werden

Die öffentliche Sozialhilfe steht unter Druck. Die Fallzahlen steigen. Gleichzeitig aber verfolgen immer mehr Kantone und Gemeinden eine Sparpolitik, die auch vor der Sozialhilfe nicht Halt macht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Hilfswerke immer häufiger Aufgaben übernehmen, die im Grunde von der öffentlichen Sozialhilfe wahrgenommen werden müssten. Eine Studie schafft Klarheit: Diese Gefahr besteht. Es braucht deshalb eine Stärkung der öffentlichen Sozialhilfe.

Sozialabbau stoppen! Appell der Caritas



03. Mai, 2016 - Mauchle, Jessica; Kobel, Peter
Partizipation beim Vereinbaren von Zielen?

Eine explorative Analyse zur Zielvereinbarung aus Sicht von vier langzeiterwerbslosen Sozialhilfebeziehenden im Kanton Bern

Der Kanton Bern schreibt vor, dass Sozialhilfe auf Basis einer individuellen Zielvereinbarung gewährt wird. Die Rahmenbedingungen der Sozialhilfe schränken jedoch den Spielraum des „Vereinbarens“ ein. Den Ausgangspunkt für das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Bachelorthesis bildet die Annahme, dass das Vereinbaren von Zielen mit Langzeiterwerbslosen eine besondere Herausforderung darstellt. Diese Menschen sind häufig von Hoffnungslosigkeit und Resignation betroffen, was das Finden und Festlegen von attraktiven und erreichbaren Zielen erschwert.
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie langzeiterwerbslose Sozialhilfebeziehende den Zielvereinbarungsprozess wahrnehmen. Dazu werden vier Sozialhilfebeziehende mittels problemzentrierten Interviews (PZI) befragt sowie Zielvereinbarungsgespräche der Befragten mit ihren Sozialarbeitenden ausgewertet.


25. April, 2016 - Hälfte/Moitié. Unabhängiger Mediendienst zur Arbeit und zur Erwerbslosigkeit
Flüchtlinge integrieren - aber wie?

Die nationale Tagung zum Thema "Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene: Schritt für Schritt in den Arbeitsmarkt integrieren" fand am 17. März 2016 im Kongresshaus in Biel statt. Organisiert und moderiert wurde die Tagung von der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). 


08. April, 2016 - SRF
«Lohn statt Sozialhilfe» – Bremgarten macht‘s vor

Statt sie in Beschäftigungsprogramme zu stecken, stellt die Stadt Bremgarten Sozialhilfebezüger bei der Gemeinde an und bereitet sie auf den Arbeitsmarkt vor. Dem Beispiel folgen nun immer mehr Aargauer Gemeinden. 


14. März, 2016 - NZZ Online
Soziale Wirkungskredite

Sozialpolitik

«Soziale Wirkungskredite» rücken die Wirksamkeit von Sozialleistungen ins Zentrum: Es ist nicht mehr die Anzahl «Massnahmen» von Bedeutung, sondern es wird belohnt, was auch funktioniert.


29. September, 2015 - Sozialkonferenz des Kantons Zürich
Newsletter 6/2015



03. September, 2015 - Kanton Aargau
Grossrätliche Kommission heisst die Sozialplanung inklusive Zielen und Strategien gut

Die Kommission für Gesundheit und Sozialwesen (GSW) hat die Sozialplanung des Kantons Aargau an mehreren Sitzungen intensiv beraten und diskutiert. Der Handlungsansatz des Berichts zur Sozialplanung wird durch eine übergeordnete Zielsetzung ergänzt. Bei zahlreichen Zielen und Strategien wurden Änderungen beschlossen.


16. Juli, 2015 - WOZ
Wenn der Beruf als Hobby abgetan wird

Was heisst denn «richtige Arbeit»? Vijayan Pakkiyanathan, ein erfolgreicher Zürcher Regisseur, soll sich einen Job in einem Restaurant suchen, findet die Sozialbehörde. Denn nur von seinem Experi-Theater kann er nicht leben, trotz Fördergeldern. 


30. Juni, 2015 - Hälfte/Moitié. Unabhängiger Mediendienst zur Arbeit und zur Erwerbslosigkeit
Neue Regelungen für Sozialhilfekürzungen im Aargau

Der Regierungsrat des Kantons Aargau schickte am 19. Juni 2015 die Teilrevision des Sozialhilfe- und Präventionsgesetzes in Anhörung. Sie befasst sich mit der Kürzung und Einstellung von Sozialhilfeleistungen, mit der Erweiterung der Rückerstattungspflicht sowie mit der Abschaffung der Kostenersatzpflicht des Heimatkantons. - See more at: http://www.haelfte.ch/index.php/newsletter-reader/items/SH_im_Aargau.html#sthash.3tv7jQ01.dpuf


09. Juni, 2015 - faktuell.ch
Sozialhilfe mit Anreizcharakter auf dem Prüfstand

10 Jahre nach Einführung der Leistungen mit Anreizcharakter in der Sozialhilfe lässt sich nicht nachweisen, ob sie die erwünschte Wirkung zeigen. Die Rede ist vom Einkommensfreibetrag, von der Integrationszulage und von der Minimalen Integrationszulage.


12. Mai, 2015 - Tages-Anzeiger
SP-Stadtrat kürzt Randständigen das Geld

Für Hilfsarbeiten wie Holzhacken gibt es in Zürich statt sechs nur noch vier Franken pro Stunde. Das trägt Sozialvorstand Raphael Golta (SP) Kritik ein. Er reicht den Schwarzen Peter weiter – an einen Parteikollegen.


08. April, 2015 - Kanton Wallis
Sozialhilfekosten senken durch Arbeitspflicht

antwort auf das Postulat 2.0056

Die Urheberin des Postulats verlangt vom Staatsrat die Prüfung von Massnahmen, welche junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren vor einem Bezug von Sozialhilfe zwingen sollen, in Alters- und Pflegeheimen (APH) oder für die Gemeinde zu arbeiten.


19. März, 2015 - AZ
Sozialhilfe-Missbrauch: 5 Prozent laut Feri, 50 Prozent laut Glarner

Sozialhilfe-Missbrauch: Arbeitsprogramm oder nur noch Nothilfe? Yvonne Feri (SP) und Andreas Glarner (SVP) sind sich da uneinig.

Der «frechste Sozialhilfebezüger der Schweiz» hat weder Job noch Ausbildung und keine Lust, etwas daran zu ändern. Er zieht von Dorf zu Dorf. SVP-Grossrat Andreas Glarner und SP-Nationalrätin Yvonne Feri lieferten sich dazu in der Sendung «TalkTäglich» ein Streitgespräch.


17. März, 2015 - Journal 21
Sozialhilfe, Sozialrente, Sozialreform

Eine vernünftige Sozialhilfe darf nicht zum Gegenstand von Grabenkämpfen zwischen Hardlinern politischer Ideologien verkommen. 


10. März, 2015 - Berner Oberländer
Keine Liste renitenter Sozialhilfebezüger

Werden Sozialhilfebezüger in der Stadt Bern genügend kontrolliert? Die SVP hat Zweifel, der Gemeinderat erachtet die heutigen Massnahmen als ausreichend.


17. Februar, 2015 - Kanton Bern
Regierungsratssitzung vom 11. Februar 2015



23. Januar, 2015 - Der Bund
Parlament dreht weiter an der Sanktions-Schraube

Regierung prüft Arbeitseinsätze und schärfere Strafen im Sozialhilfebereich.


02. Dezember, 2014 - HSLU, Schmid, Walter
Vom aktivierenden zum moralisierenden Sozialstaat

Referat



11. November, 2014 - Tageswoche
Sozialhilfe nur gegen Leistung

Grellingen

Um die volle Sozialhilfe zu bekommen, müssen die Sozialhilfebezüger in Grellingen unentgeltlich arbeiten. Seit vier Wochen wird das Projekt bereits durchgeführt. Ein Besuch in der Baselbieter Gemeinde.


10. November, 2014 - Wyer, Bettina
Der standardisierte Arbeitslose

Langzeitarbeitslose Klienten in der aktivierenden Sozialpolitik

In der aktivierenden Sozialpolitik müssen erwerbslose Personen immer höhere Anforderungen bewältigen, um sich in der Zeit der Arbeitslosigkeit zu bewähren. In einer vermeintlich zweckdienlichen Standardisierung wird erwartet, dass die erwerbslosen Personen ihr Handeln an bestimmten Normen ausrichten: diese sind vor allen Dingen eine ausgeprägte Leistungsorientierung, Eigenverantwortung, Funktionstüchtigkeit und Selbststeuerungskompetenz. Einer solchen Standardisierung der Anforderungen liegt die technokratische Vorstellung zugrunde, dass alle oder die meisten erwerbslosen Personen diesen Standard erfüllen können. Dies trägt der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Klienten nicht Rechnung. Unberücksichtigt bleiben auch Belastungen durch lange Arbeitslosigkeit, Ressourcenschwächen und biografisch bedingte Probleme. Der politische Ausschluss dieser Faktoren, die die Handlungsmöglichkeiten langzeiterwerbsloser Personen entscheidend beeinflussen, erzeugt ein Legimitationsdefizit in der aktivierenden Praxis.

Rezension: Arbeit als Allheilmittel (Urs Hafner, NZZ)



21. Oktober, 2014 - Die Zeit
"Sozialindustrie" - Was soll dieser Kampfbegriff?

Seit den 1990er-Jahren denkt das Schweizer Sozialwesen unternehmerisch. Nun wettern gerade die Rechten gegen die angeblich ausufernde "Sozialindustrie". Unser Autor MICHAEL HERZIG erläutert, was dahinter steckt.



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